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Geschäftskonten für Gründer – Vor- und Nachteile im Überblick

Wer heute ein Unternehmen gründet, muss im Zuge dessen viele verschiedene Aspekte in seine Planungen mit einbeziehen. Auch wenn ein Geschäftskonto auf der Prioritätenliste nicht ganz oben stehen dürfte, sollte es dennoch gut gewählt werden. Schließlich wird es bereits früh benötigt und kann einem das Leben je nach Anbieter durchaus deutlich vereinfachen. Doch welche Möglichkeiten bestehen in Bezug ein Geschäftskonto eigentlich und welche Vor- und Nachteile bringen die einzelnen Optionen mit sich? 

1. Geschäftsgründung mit dem eigenen Privatkonto: Nur selten eine gute Idee 

Eine Möglichkeit besteht darin, dass bereits bestehende Privatkonto einfach auch für das neu gegründete Unternehmen zu nutzen. Wer keine Kapitalgesellschaft (GmbH, KG, UG oder AG) gründet, darf dies durchaus. Kapitalgesellschaften benötigen als eigenständige juristische Personen hingegen auch rechtlich dringend ein eigenes Konto. 

Doch auch als Einzelunternehmer oder Inhaber einer Personengesellschaft stellt die Nutzung des Privatkontos nur selten eine gute Idee dar. Damit gehen nämlich einige Nachteile einher: 

  • Keine Trennung: Es findet keine Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Buchungen statt. Dies sorgt in Bezug auf die spätere Buchhaltung für deutlich mehr Arbeit, da erst alle Buchungen passend zugeordnet werden müssen. 
  • Bankenpolitik: Viele Banken sehen es nicht gern, wenn Privatkonten für geschäftliche Zwecke genutzt werden. Was bei einem Freiberufler mit 5 Buchungen pro Monat noch durchgehen mag, stellt sich bei einem Händler mit einer dreistelligen Buchungszahl als echtes Problem heraus. Der Grund: Banken verdienen mit Geschäftskonten mehr, weil sie höhere Transaktionskosten berechnen können. Aus diesem Grund haben sie kein Interesse daran, wenn diese Buchungen über ein privates Girokonto fließen. 

Der große Vorteil dieser Lösung liegt in der Tatsache, dass sie eher geringe Kosten mit sich bringt. Mitunter bieten Online-Banken auch Konten für Freiberufler, die die gleichen Konditionen mit sich bringen wie Angebote für Privatkunden. 

2. Innovative Geschäftskonto-Modelle: Genau auf die Bedürfnisse zugeschnitten 

Gerade Gründer sind heute sehr technikaffin und interessieren sich häufig für die neuesten Entwicklungen. In Zusammenhang mit dem eigenen Geschäftskonto für die Unternehmensgründung dürfte deshalb eine FinTech-Lösung durchaus interessant sein. Entsprechende Kontomodelle werden so konzipiert, dass sie die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe sehr zielgerichtet anpeilen. Wer also auf einen solch modernen Ansatz setzt, kann mitunter von folgenden Vorteilen profitieren: 

  • Buchhaltung vereinfachen
    Moderne FinTech-Konten für Gründer sorgen dafür, dass Ärger mit der Buchhaltung von Anfang gar nicht erst aufkommt. So lassen sich die Belege zu den einzelnen Buchungen digital abspeichern und sofort einer entsprechenden Buchung zuordnen. Bei der späteren Schnittstellen-Übertragung an die Buchhaltungs-Software befinden sich also gleich Buchungen und Belege am richtigen Ort. Der manuelle Aufwand wird auf diesem Weg deutlich minimiert. Der Gründer kann sich so ohne nervenaufreibende Ablenkungen auf das Kerngeschäft konzentrieren. 
  • Spesenabrechnungen gehören zur Vergangenheit
    Spesenabrechnungen für Mitarbeiter im Außendienst lassen sich umgehen, wenn jeder Mitarbeiter eine entsprechende Firmenkreditkarte erhält. So werden einfach alle Zahlungen über die Karte abgewickelt und können fachgerecht in die Buchhaltung integriert werden. 
  • Komfortablere Kostenkontrolle
    FinTech-Konten lassen sich so einrichten, dass der Gründer für jede Abbuchungen oder auch Kartenzahlung durch Mitarbeiter eine Echtzeit-Benachrichtigung erhält. Auf diese Weise können Gründer die Ausgaben sehr gut im Blick behalten. Zudem lassen sich für einzelne Karten auch individuelle Kartenlimits festlegen.

    Die einzige Schwäche solcher Kontenmodelle liegt in den Bereichen Bargeld und persönliche Betreuung. Der zweite Aspekt spielt jedoch insbesondere beim normalen Banking eine eher ungeordnete Rolle. Wer also einen Großteil seiner Buchungen online vollzieht, liegt mit einem digitalen Geschäftskonto genau richtig. 
  • Transparente Gebühren
    Nicht selten stellen solche Kontomodelle eine sehr transparente Gebührenstruktur zur Verfügung. Die „Grundgebühr“ wird dabei stets mit interessanten Buchungspaketen (z.B. 100 kostenfreie Buchungen) kombiniert. Für Gründer dürften solche Paketpreise gut passen, da erfahrungsgemäß nur selten noch mehr Buchungen anfallen. 

3. Der Klassiker: Ein Geschäftskonto bei einer Filialbank

Natürlich besteht auch die Option, ein Geschäftskonto bei einer Filialbank einzurichten. Hier existiert eine große Vielfalt an Angeboten, die sich jeweils an unterschiedliche Zielgruppen richten. Als Gründer sind dabei meist Kontomodelle interessant, die in Bezug auf ihre Konditionen folgende Akzente setzen: 

  • Möglichst geringe Grundgebühr 
  • Unkomplizierte Kontoeröffnung 
  • Kostenfreie Kreditkarte 
  • Geringe Transaktionsgebühren (eine bestimmte Zahl kostenfreier Buchungen) 
  • Geldabhebungen und Geldeinzahlungen 
  • Schnittstellen zu Buchhaltungssoftware 
  • Verschiedene Payment-Möglichkeiten (Mobile Payment, Lastschrift-Einrichtung) 
  • Flexibilität in Bezug auf die Rechtsform (auch für Start-Ups geeignet) 

Vor- und Nachteile klassischer Geschäftskonten

Die Vorteile klassischer Geschäftskonten liegen vor allem in der Tatsache, dass die Kunden einen Ansprechpartner vor Ort haben. Leider relativiert sich dieses Argument durch das stetig voranschreitende Filialsterben bei vielen Banken. Darüber hinaus ist es leichter, Bargeld einzuzahlen oder Bargeldauszahlungen durchzuführen. FinTechs mangelt es häufig an der Infrastruktur entsprechender Geldautomaten. 

Dafür sind klassische Geschäftskonten oft teurer und bieten in technischer Hinsicht deutlich weniger. Schnittstellen zu Buchhaltungssoftware verbreiten sich zwar immer mehr, aber eine genaue Zuordnung von Belegen zu den Buchungen und spezielle Mitarbeiter-Kreditkarten sind bei klassischen Banken oft nur auf Anfrage und gegen Aufpreis zu bekommen. Zudem fällt die Nutzeroberfläche bei den Banken oft deutlich weniger bedienerfreundlich aus als bei FinTechs.

Geschäftskonto für Gründer: Die Qual der Wahl

In Bezug auf das Geschäftskonto haben Gründer heute tatsächlich die Qual der Wahl. Bis auf wenige Freiberufler mit sehr wenigen Buchungen scheidet die Nutzung des Privatkontos als Geschäftskonto aus. Die Banken sehen eine solche Praxis nicht gern und der Aufwand in Bezug auf die Buchhaltung übersteigt am Ende die Kostenersparnis. FinTech-Lösungen dürften sich für immer mehr Gründer als spannende Alternative erweisen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn kaum Barumsätze vorliegen und auch Bargeldabhebungen vom Geschäftskonto unnötig sind. 

Bei den klassischen Geschäftskonten sollten Gründer zudem die Konditionen genau checken und auf Start-Up-freundliche Leistungsmerkmale achten. Schließlich möchte am ende niemand zu viel bezahlen oder auf wichtige Leistungsmerkmale verzichten. 


Bildquelle: pixabay.com / MabelAmber

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