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Franchising – woher das Eigenkapital nehmen?

Franchising, der Vertrieb einer Ware oder einer Dienstleistung auf Konzessionsbasis, setzt häufig den Einsatz von Eigenkapital voraus. Je nach Branche dient es nicht nur dem Erwerb der Konzession, sondern auch einer möglichen Erstausstattung der Geschäftsräume. Auch wenn hier mit Unterstützung durch den Franchisegeber gerechnet werden kann, muss der Franchisenehmer auch eigene Gelder aufbringen. Bei den Beträgen, die für den Start notwendig sind, können schon einmal sechsstellige Summen im Raum stehen. In dieser Größenordnung sind Finanzierungen nicht selten.


Die Finanzierungsmöglichkeiten
Für die Finanzierung der notwendigen Eigenmittel stehen vier Wege zur Verfügung:

  • Die klassische Bankfinanzierung in Form einer Gewerbefinanzierung
  • Ein klassischer Ratenkredit mit freiem Verwendungszweck
  • Das KfW-Gründerdarlehen
  • Eine Finanzierung über eine Kreditplattform durch private Investoren


Die klassische Gewerbefinanzierung durch die Bank bedarf ebenso wie das KfW-Gründerdarlehen und idealerweise der privaten Kreditvergabe eines umfangreichen Geschäftsplanes. Die Erstellung und Plausibilität ist im Rahmen einer Franchisefinanzierung jedoch deutlich einfacher, als bei einer individuellen Firmengründung. Der Franchisenehmer kann auf die Zahlen, Daten und Fakten bereits bestehender Franchisebetriebe zurückgreifen. Franchising erfreut sich beispielsweise in der Systemgastronomie oder im Bereich Fitnesscenter großer Beliebtheit und Zuwachsraten. So lässt sich beispielsweise aus dem Erfolg eines Restaurants im Franchise der Erfolg einer Neugründung an einem Standort mit ähnlichem Umfeld leichter eine Prognose ableiten, als im Falle einer individuellen Gründung. Im Bezug auf den Zuwachs im Franchising zitiert die IHK Berlin den Deutschen Franchise Verband mit einem Plus von 76,5 Prozent im Zeitraum der Jahre2000 bis 2010. Der Haken bei einer klassischen Bankfinanzierung liegt jedoch häufig darin, dass die Geschäftsbanken und Sparkassen das Risiko einer Neugründung lieber an die Konkurrenz delegieren. Ausnahmen greifen, wenn durch Landesprogramme Ausfallbürgschaften bereitgestellt werden, oder die KFW mit einem Gründerdarlehen mit im Boot ist.


Der klassische Ratenkredit
Eine unkomplizierte Alternative zu einer Gewerbefinanzierung stellt ein Ratenkredit dar. Auch wenn es für diese Kredite keine Zweckbindung gibt, sind sie mit einer Auflage verbunden. Bestandteil der Ratenkredite stellen im Bezug auf die Besicherung die Gehaltsnachweise und ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis dar. Der Antrag müsste demzufolge gestellt werden, bevor das Arbeitsverhältnis zugunsten einer selbstständigen Tätigkeit gekündigt wird. Wurde der Kredit einmal ausgezahlt, fragt bei ordnungsgemäßer Rückführung kein Banker mehr nach. Einige Banken stellen auch Ratenkredit für Selbstständige zur Verfügung. Diese sind jedoch speziell auf die Selbstständigkeit abgestellt und bedingen, dass die Firma bereits zwei Jahre oder mehr besteht. Wer bereits selbstständig arbeitet und das Franchising als zweites Standbein sieht, findet weiter Informationen auf der Seite https://www.kredite.net/kredit-fuer-selbstaendige/.


Das KfW Gründerdarlehen
Wer als Existenzgründer die Möglichkeit hat, die Eigenmittel für das Franchising durch ein KfW-Darlehen zu erhalten, sollte diese Möglichkeit ebenfalls prüfen. Diese Gelder werden im Rahmen des immer noch aktiven European Recovery Program (ERP) zur Verfügung gestellt.


Der Privatkredit
Privatkredite, oder auch Peer-to-Peer-Kredite, finden in der gewerblichen Finanzierung immer mehr Zulauf. Spezielle Internetportale bieten als Geschäftsmodell die Zusammenführung von Kreditsuchenden und Investoren. Mit zunehmender Popularität haben sich spezielle Portale herauskristallisiert, die nicht nur Kredite von privat an privat vermitteln, sondern gezielt Investoren für Unternehmensfinanzierungen suchen. Eine Einführung in dieses Thema bietet dieses Video:

Die Erfolgschancen, auch bei einem Kredit durch private Investoren, steigen natürlich mit der Ausführlichkeit der Beschreibung der eigenen wirtschaftlichen Verhältnisse als auch den Merkmalen der künftigen Geschäftstätigkeit und Gewinnprognosen. Analog zu einer Finanzierung durch die Bank liegt es nahe, in die Prognoserechnung auch Vergangenheitszahlen bereits bestehender Franchiseunternehmen mit einzubeziehen.

Weshalb die Finanzierung des Eigenkapitals bei Franchising lohnt
Die Wachstumszahlen im Franchising sind beeindruckend.  Nach Aussagen des Verbandes stiegen die Zahlen im Jahr 2011 bei den selbstständigen Franchisenehmern auf 66.000 und der Umsatz wuchs insgesamt um fast 10 Prozent auf 60,4 Milliarden Euro. Der Anstieg des Umsatzes macht deutlich, weshalb ein Engagement im Franchisesektor für einen Existenzgründer hochinteressant ist und die Finanzierung des Eigenkapitals zu einem lohnenden Investment macht. Dabei scheint der unternehmerische Erfolg der Einsteiger nicht unbedingt branchenabhängig zu sein, wie die stabile Verteilung der einzelnen Sektoren zeigt.

Tabelle Branchen


Erstaunlich ist allerdings für den Laien, dass der Anteil der Gastronomie im Vergleich zum Dienstleistungssektor vergleichsweise klein ausfällt. Immerhin sind es die Burgerketten, die den Verbrauchern im Bereich Franchising jeden Tag ins Auge fallen. Die Tatsache, dass sich Franchising heute in allen Branchen wiederfindet, macht die Kreditaufnahme noch einmal risikoärmer. Die Selbstständigkeit kann durchaus in der Branche gestartet werden, welche der beruflichen Kernkompetenz des Gründers entspricht. 


Das Franchiseprinzip stellt sich für Existenzgründer als eine attraktive Variante gegenüber einer „freien“ Existenzgründung dar. Neben den Erfahrungswerten anderer Konzessionsnehmer spielt auch die Unterstützung des Unternehmens eine wesentliche Rolle. Die Franchisekonzepte sehen zwar über alle Branchen hinweg eine Corporate Identity in Bezug auf Ausgestaltung der Geschäftsräume vor, andererseits erwirbt der Gründer damit einen im Markt bereits bekannten Auftritt, der ihm einen Bekanntheitsbonus für sein neues Unternehmen mitbringt.


Ist die Frage der Finanzierung der Einstiegskosten geklärt, bietet Franchising echte Chancen bei der Unternehmensgründung, sozusagen eine Existenzgründung mit Airbag.

Bildquellen:
Bild 1: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild 2: Rainer Sturm / pixelio.de

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