Zum Bereich für Franchisegeber
Zum Bereich für Franchisegeber
Ratgeber
für Franchise-Interessierte

Franchise-Restaurant eröffnen — diese Fehler sollte man vermeiden


Viele träumen davon, selbstständig ein Restaurant zu führen. Allerdings möchte nicht jeder das Risiko auf sich nehmen, aus dem Nichts ein eigenes Lokal zu eröffnen. In diesem Fall lautet die Alternative Franchising. Welche Fallstricke bei der Eröffnung eines Franchise-Restaurants lauern und worauf potenzielle Franchisenehmer besonders achten sollten, erklärt dieser Beitrag.

Wie funktioniert ein Franchise-Restaurant?

Das Franchising ist nach dem Prinzip des Gebens und Nehmens aufgebaut. Ein Vertrag regelt, welche Anforderungen oder Voraussetzungen für den Franchisenehmer gelten. Die Anforderungen sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. In der Regel erhalten Gründer aber stets das Gebrauchsmuster und das Ladendesign der Restaurantkette, damit alle Restaurants nach den Regeln des Corporate Designs identisch sind.

Das ist wichtig für den Wiedererkennungswert der Restaurantkette. Zugleich finden sich die Kunden einfacher zurecht, denn das etablierte Konzept ist ihnen in der Regel bereits bekannt.
Der Franchisenehmer hingegen investiert sein Startkapital in die Ladenausrüstung, Nutzungsrechte, Werbung und Schulungen. Er verpflichtet sich, das Handbuch bezüglich der Anforderungen des Anbieters einzuhalten, die Betriebsstätte selbstständig zu führen, Berichte (zum Beispiel über Umsatz und Bestseller) weiterzuleiten und eine Gewinn- oder Umsatzbeteiligung abzuführen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Franchisenehmer profitiert durch die Übernahme eines etablierten Restaurantkonzepts und fachlichen Schulungen und der Franchisegeber durch die Gewinn- beziehungsweise Umsatzbeteiligung.

Diese drei Fehler sollten Franchisenehmer vermeiden

Für das Jahr 2018 legte der Deutsche Franchiseverband sehr positive Zahlen vor: Bundesweit gibt es rund 990 Franchisesysteme. Diese beschäftigen mit 128.000 Franchisepartnern 3,6 Prozent mehr Partner als im Vorjahr. Der Gesamtumsatz ist um 9,4 Prozent gestiegen und erreichte 122,8 Milliarden Euro im Jahr 2018.

Wie die Zahlen beweisen, ist Franchising ein erfolgreiches Modell, das einen Wachstumstrend erlebt. Dennoch sollte man die Gründung eines Franchise-Restaurants wie jede andere Gründung auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. In der Regel macht jeder Gründer ein paar Fehler, die nicht sein müssen. Einige Gründungen scheitern sogar – selbst im Franchising. Um dies zu vermeiden sollten Gründer folgende Fehler bei der Eröffnung ihres Franchise-Lokals vermeiden.

Fehler 1: Unpassenden Restaurant-Standort gewählt

Eine starke Franchise-Marke ist kein Garant dafür, dass das Restaurant zu einem Umsatz Schlager wird. Rund neun Prozent aller Startups scheitern aufgrund eines unpassenden Standorts. Dies kam bei einer Studie des Marktforschungsunternehmens CB Insights heraus.

Die Wahl des richtigen Standorts ist maßgeblich für den langfristigen Erfolg. Es ist kein Zufall, dass sich die Systemgastronomie insbesondere an Orten wiederfindet, wo viele Besucher sind und somit mehr Verkäufe erzielt werden können.

Bevor Franchisenehmer auf die Suche nach Gastronomie-Immobilien gehen, sollten sie folgende Aspekte rund um den Standort des Franchise-Restaurants überdenken:

  • Zielgruppe: Befindet sich in der näheren Umgebung die passende Zielgruppe? Ist Laufkundschaft möglich? Gibt es Bildungseinrichtungen oder große Firmen in unmittelbarer Umgebung, sodass mit einem guten Mittagsgeschäft zu rechnen ist?
  • Preissegment: Welche Preisspanne ist für Einwohner und Laufkundschaft an diesem Ort erschwinglich? Kann ich passende Preise bieten oder muss ich mich woanders niederlassen?,
  • Standort: Der Standort sollte stets so gewählt werden, dass die passende Zielgruppe angesprochen werden kann. Zudem sollte der Restaurantstandort gut zu erreichen sein, idealerweise für Laufkundschaft, Autofahrer, Bus- und Bahnfahrer gleichermaßen.,
  • Konkurrenz: Wie stark ist die Konkurrenz in der Umgebung? Kann ich mich gegen sie behaupten? Je mehr Restaurants mit ähnlichem Angebot an einem Standort vorhanden sind, desto schwieriger ist es, genug Umsatz zu erwirtschaften. Daher sollten Gründer vor dem Anmieten eines Lokals eine ausführliche Standortanalyse durchführen.

In Online Portalen werden viele Gastronomie-Immobilien angeboten – ein Vergleich lohnt sich. Darüber hinaus können Gründer einen ortsansässigen Makler mit der Suche nach einer passenden Gastronomie Immobilie beauftragen. Regionale Makler kennen sich in der Regel gut auf dem Immobilienmarkt aus. Sie können meist auch einschätzen, wie belebt die einzelnen Viertel der Stadt sind. Zudem kann auch das Franchisesystem dabei helfen, die richtige Immobilie zu finden.

Fehler 2: Das „falsche“ Franchisesystem gewählt

Wer sich mithilfe eines Franchisesystems selbstständig machen möchte, kann zwischen vielen verschiedenen Anbietern wählen.

Jede Art von Franchise System lässt sich auf bundesweiter und internationaler Ebene skalieren, sodass ein regelmäßiges Einkommen zu erwarten ist. Ebenfalls ist auch das Risiko zu scheitern geringer, da die Franchise-Marke bereits auf dem Markt etabliert ist und nicht erst aufgebaut werden muss. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, wenn man sich für einen bekannten Franchise Anbieter entscheidet.

Wer ein Franchise-Restaurant eröffnen möchte, sollte sich vorab informieren. Gründer sollten Schulungen niemals unterschätzen, denn fachliches Wissen ist das A und O für eine gute Geschäftsführung. Mehr dazu gibt es auch im Gründerwissen.

Fehler 3: Überblick über die Finanzen verloren

Das größte Risiko mit dem Franchise-Restaurant zu scheitern, entsteht durch eine mangelhafte Finanzplanung. Daher ist es ratsam, sich in Sachen Finanzplanung und Buchführung weiterzubilden.

Je nach Franchise Anbieter variiert das benötigte Eigenkapital sowie die Investitionssumme. Damit werden Ausgaben abgedeckt, wie beispielsweise behördliche Gebühren, Ladenbau, Geschäftsausstattung und Ware.

Darüber hinaus müssen Franchisenehmer eine fortlaufende Gebühr bezahlen. Diese muss meist monatlich als Prozentsatz der Gewinn- oder Umsatzzahlen an den Franchisegeber abgeführt werden.

Zusätzlich entstehen in manchen Systemen weitere Kosten durch Marketingmaßnahmen. Diese beauftragt in der Regel der Franchisegeber. Hierfür verlangt er einen bestimmten Prozentsatz des Nettoumsatzes vom Franchisenehmer.

Darüber hinaus müssen Franchisenehmer weitere Kosten einplanen, beispielsweise für Steuerabgaben, Personal (und SV-Beiträge), Betriebsmittel, Material, Strom, Wasser, Telefon, Internet und Miete.

Fazit

Wer ein Restaurant eröffnen möchte, kann viele Vorteile aus dem Franchisesystem ziehen. Beispielsweise profitieren Gründer durch ein starkes Franchisenehmer-Netzwerk, das sich über Erfolgskonzepte, Problemlösungen und Kennzahlen ihrer Standorte austauschen kann.
Allerdings sollten Gründer die Art des Franchisesystems, die Lage des Restaurants und die Finanzierung ihres Vorhabens gut überdenken, damit sie langfristig erfolgreich sind.
Wenn allerdings die ersten Hürden erfolgreich gemeistert wurden, steht einer lukrativen Einkommensquelle nichts mehr im Weg.

Bildquelle: pixabay.com / scottwebb

Der Newsletter für Franchise-Gründer
Weitere Infos zu den Vorteilen des Newsletters und der regelmäßigen Inhalte für den Interessenten.

Ausgewählte Top-Gründungschancen

  • fitbox®
    fitbox®

    fitbox®

    "One-Stop" EMS-Mikrofitnessstudios mit Personal-Trainer
    DIE FITNESSREVOLUTION. Das Premium Mikrofitnessstudio mit EMS, Personaltraining und Ernährungscoaching.
    Benötigtes Eigenkapital: ab 0 EUR
    Vorschau
    Details
  • DAS FUTTERHAUS
    DAS FUTTERHAUS

    DAS FUTTERHAUS

    Tiernahrung- und Tierbedarf-Einzelhandel
    Werden Sie Teil einer großen, erfolgreichen Gemeinschaft und eröffnen Sie mit DAS FUTTERHAUS Ihren eigenen Markt für Heimtierbedarf!
    Benötigtes Eigenkapital: 35.000 EUR
    Vorschau
    Details
  • TeeGschwendner
    TeeGschwendner

    TeeGschwendner

    Tee-Fachhandel
    Ein Top-Sortiment, servicebetonter Verkauf, fachmännische Beratung und höchste Qualität sind unsere Erfolgsparameter als Marktführer im Tee-Fachhandel.
    Benötigtes Eigenkapital: 12.000 - 24.000 EUR
    Vorschau
    Details