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Franchise-Finanzierung — so klappt es auch mit wenig Eigenkapital

Zur Ausarbeitung tragfähiger Geschäftsmodelle braucht es neben Zeit also vor allem eines: Kapital! Kapital, um ein Modell zu ersinnen und auch umzusetzen. Kapital, um die bekannte „Durststrecke“ zu überwinden, die sich zwangsläufig einstellen wird, bevor man sein Geschäft so richtig in Schwung gebracht hat und nachhaltig Gewinne erwirtschaftet. Denn als Selbständiger lebt man bekanntlich nur vom Gewinn, der aus deutlich höheren Umsätzen erst einmal generiert werden muss. Auch wenn sich das Kapital im günstigsten Fall irgendwann „rentiert“, also seinen Weg zurück in das Portemonnaie des hoffnungsvollen Gründers findet, es muss zunächst einmal vorhanden sein. Eine Bank davon zu überzeugen, quasi in erwartungsfroher Aussicht auf die nun folgende selbstgewählte „Arbeitslosigkeit“ einen namhaften Betrag als Starthilfe bereitzustellen, scheitert oft im Ansatz. Da müsste schon etwas Solideres her als die reine Geschäftsidee. Hat man nicht bereits Sicherheiten aufgebaut, greift die Lebensweisheit „Kredit ist das, was dir die Bank gibt, wenn du schon reichlich davon hast“. Nichts ist teurer als eine wackelige Finanzierung. Da bei einer Franchise-Gründung meist schon ein detailliertes Business-Konzept ausgearbeitet wurde, lassen sich bei Banken oder anderen Finanzgebern mit einem guten Pitch oftmals gute Konditionen für einen Kredit für die Franchise-Gründung erzielen.

This way to sucess: wichtige Informationen zum Thema Selbstständigkeit

Selbständig werden, nämlich mit den elementaren Grundzutaten „Idee“ und „Kapital“, beides muss stimmen. Hört sich einfach an, aber hoffnungsfroh gestartet, hat dieses Dilemma schon so mancher „Ein-Mann-Show“ das Genick gebrochen. Woran lag es? Einfach nur zu versuchen, was andere schon seit Jahren vormachen, ist nun mal keine echte „Idee“! Und mit drei Monatsgehältern als einziger Rücklage mit ein bisschen „Dispo“ ins kalte Wasser zu springen ist auch kein Finanzierungskonzept!

Wer sich nun die Frage stellt, wie und wo man denn zum belastungsfähigen Finanzierungskonzept gleich die passende Geschäftsidee mitgeliefert bekäme, und das noch bei geringem Risiko und überschaubarem Engagement, landet man schnell bei Franchising. Hier bieten einige große Unternehmen, aber auch mittelständische und teilweise sogar sehr kleine Firmen ein recht interessantes Beteiligungskonzept für selbständige Partner an. In kurzen Worten: man verkauft Produkte oder Dienstleistungen einer bekannten Marke und zahlt dafür eine Gebühr an den Franchisegeber. Hört sich nicht nur gut an, ist es in den meisten Fällen auch.

Nimmt man diese Möglichkeit wahr, verringern sich die Gründungs- und Betriebskosten eines solchen Unternehmens natürlich dramatisch. Die Marke ist bereits gut eingeführt und bekannt und braucht vom Franchisenehmer nicht einmal selbst beworben zu werden. Um alle Schutzrechte und Wettbewerbsverstöße kümmert sich der Hersteller. In den meisten Fällen gewährt der Markeninhaber Know-how, Schulungen, Gebietsschutz und steuert nicht selten auch Mittel zum Controlling, zur Warenwirtschaft und zum betrieblichen Rechnungswesen bei. Im Mittelpunkt steht der Franchise-Vertrag, der den Rechtegeber und -nehmer gleichzeitig bindet.

Franchise-Finanzierung: etwaige Vorteile und Nachteile mit denen man rechnen muss

Die Vorteile für den Franchisenehmer liegen auf der Hand. Das Unternehmen kann quasi „sofort“ starten, denn Marke und Vertriebssystem sind am Markt bereits bekannt. Überbordende Konkurrenz braucht kaum befürchtet zu werden, denn es liegt bereits im Interesse des Markeninhabers, lokale Preiskriege zu unterbinden. Alle zur Leistungserbringung nötigen Kenntnisse und Strategien liefert der Hersteller, der oftmals sogar überregionale Werbung schaltet. Klare Vertriebsstrukturen regeln Absatz und Warenbeschaffung. Das Geschäftsmodell ist erprobt, die Leistungen wohldefiniert und der Kundschaft bekannt. Der Verkauf kann sofort beginnen, alleine das Markenlabel schafft die notwendige Kundenbeziehung schon am ersten Tag. Finanzierungsmodelle und Kapital lassen sich bei Banken leichter mobilisieren, da die Verkaufskraft der Marke dort nicht in Frage steht oder erst umständlich aufgebaut werden muss.

Dem steht jedoch auch so mancher Nachteil entgegen, denn die Franchise-Gebühr ist zu zahlen und kann bis zu einem Drittel des Umsatzes ausmachen. Es gibt nur wenig Spielraum für eigene unternehmerische Entscheidungen. Außerdem ist der Unternehmer seinem Franchisegeber in gewisser Weise ausgeliefert: Geht es der Marke an den Kragen, leiden auch die Franchise-Partner und oft auch die Reputation der Marke. Da Erstausstattung und Anfangslizenz sofort zu Buche schlagen, stellt dies oftmals hohe Anforderungen an die Anfangsinvestition – ganz ohne Startkapital geht es also auch hier nicht. Risiken wollen wohldurchdacht sein, gerade vor dem Hintergrund der eingeschränkten unternehmerischen Freiheiten des Franchisenehmers.

Franchise gestaltet sich quer durch alle Branchen. Markant sticht in der durchgeführten Jahreserhebung von August 2015 die Gastronomie und die Hotellerie mit über einem Fünftel Anteil am gesamten Franchise-Aufkommen hervor, dicht gefolgt von Marken des Einzel- und Fachhandels in nahezu gleichem Anteil. Zusammen etwa ein Drittel verteilen sich auf personelle Betreuung und Pflege, Beratung und Schulung, sowie ganz allgemein Vermittlung und Vermietung. Sämtliche andere Branchenzweige bleiben im Gesamtvolumen des verbleibenden Drittels jeweils auf einstelligen Prozenträngen.


Hotel und Gaststättengewerbe 20,2 %
Einzel- und Fachhandel 19,54 %
Personenbetreuung, Pflege 11,73 %
Beratung, Schulung 11,56 %
Vermittlung, Vermietung 9,93 %
Sonstiger Vertrieb 5,7 %
Reparatur, Renovierung 5,05 %
Sonstige Dienstleistungen 4,89 %
Herstellung, Entsorgung, Recycling 3,42 %
Reinigung, Instandhaltung 3,09 %
Geschäftshilfe, Büroarbeit 2,61 %
Logistik 2,28 %


Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Franchise-Systeme „out-of-the-box“ interessante Marktzugänge bei vergleichsweise geringen Kosten ermöglichen können. Das spricht natürlich gerade Existenzgründer an. Auch unter Beachtung der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit werden Franchise-Verträge jedoch immer wieder kontrovers diskutiert. Hier gibt es also keinen abgesicherten „Rahmenvertrag“, der vom Gesetzgeber garantiert wäre. Ob ein Franchise-Geber ein annehmbares Angebot unterbreitet, ist eine differenziert zu betrachtende Frage. Gut beraten und zu fairen Bedingungen ausgehandelt eröffnet eine Franchise jedoch Marktchancen, die man auf anderen Wegen kaum finden kann oder die für den Einzelstarter schlicht unerreichbar sind.


Bildquelle: pixabay.com / webandi

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