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Fördermöglichkeiten für die Existenzgründung in Anspruch nehmen

Denn neun von zehn Startups in Deutschland gehen innerhalb der ersten drei Jahre Pleite – eine beachtliche Zahl.

Umso wichtiger ist es deshalb, ausreichend Kapital für die Existenzgründung zur Verfügung zu haben. Selbstständige haben es bei Banken in der Regel sehr schwer, überhaupt einen Kredit zu erhalten, geschweige denn einen mit guten Konditionen. Das liegt daran, dass Banken bei der Vergabe von Krediten eher konservativ sind und ein festes Einkommen fordern, das Existenzgründer schlicht und einfach nicht vorweisen können. Daher kommt für diese Personengruppe lediglich ein Kredit ohne Einkommensnachweis in Frage.

Doch es gibt auch noch andere Möglichkeiten – nämlich finden sich hierzulande viele private sowie staatliche Förderprogramme, die Existenzgründern finanziell unter die Arme greifen. Unabhängig von der Größe des Finanzierungsbedarfes erläutert dieser Beitrag fünf Fördermöglichkeiten, die Gründern dabei helfen, den Weg in die Selbstständigkeit zu finden. Notiz am Rande: Die Art der Unterstützung im Rahmen einer Existenzgründung variiert von Bundesland zu Bundesland!

1. Beratungsförderung

Beim Weg in die Selbstständigkeit lohnt es, sich von einem erfahrenen Experten beraten zu lassen. Bei der Beratungsförderung handelt es sich um individuelle Gespräche, die Ihnen Aufschluss rund um die Erstellung des Businessplans geben und generell Fragen zur Gründung klären. Gefördert werden Beratungen zu Fragen wirtschaftlicher, finanzieller, personeller sowie organisatorischer Natur. Unterstützung gibt es durch Bundesländer auf zwei Wegen - durch Zuschuss zu den Beratungskosten oder kostenfreie Beratung.

Bundesländer bieten entweder einen Zuschuss zu den Beratungskosten oder sogar eine kostenfreie Beratung für Gründerinnen und Gründer an. Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

2. KfW-Kredit

Die KfW-Bank bietet eine Gründerplattform, die ein gemeinsames Angebot der KfW sowie des Bundeswirtschaftsministeriums darstellt. Die Kredite sind genau auf die Bedürfnisse von Unternehmensgründern und Entrepreneuren zugeschnitten. Die Rechtsform des Unternehmens spielt dabei keine Rolle und Investitionen lassen sich mit bis zu 100 % des KfW-Kredits finanzieren, sofern das Vorhaben bis zu 100.000,- EUR beträgt. Betriebsmittel sind übrigens auch inkludiert. Der Vorteil des KfW-Kredits gegenüber anderen Krediten ist, dass Gründer günstige Zinsen zu längeren Laufzeiten sowie tilgungsfreie Anlaufjahre erhalten und einen festen Ansprechpartner haben.

3. Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss eignet sich nur für Menschen, die den Schritt von der Arbeitslosigkeit (ALG I) in die Selbstständigkeit wagen. Zu den Voraussetzungen für den Erhalt eines solchen Gründungszuschusses gehört, dass man die Selbstständigkeit hauptberuflich ausübt und zu Beginn der selbstständigen Tätigkeit noch 150 Tage lang Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. Zudem benötigen Gründer die Bescheinigung einer fachkundigen Stelle (z. B. IHK, HWK oder Banken), dass das Geschäftsmodell Erfolgsaussichten hat und die notwendigen Kompetenzen vorhanden sind. Den Gründungszuschuss erhält man zunächst sechs Monate lang und er beträgt die Höhe des Arbeitslosengeldes + 300,- EUR. Nach Ablauf dieser Zeit besteht die Möglichkeit, noch weitere neun Monate 300,- EUR zu erhalten – das erfordert den Nachweis, dass der Gründer “hauptberuflich selbstständig” ist.

Für ALG II-Empfänger gibt es das sogenannte Einstiegsgeld, das maximal 24 Monate lang gezahlt wird. Anders als beim Gründungszuschuss wird die Höhe der Förderung individuell bemessen und sie ist gesetzlich nicht festgelegt.

4. BAND

BAND steht für Business Angels Network Deutschland. Hierbei handelt es sich um vermögende Privatpersonen, die sich sowohl mit Kapital als auch mit Know-how an jungen und innovativen Start-ups beteiligen. Business Angels stehen häufig am Anfang der Finanzierungskette, also dort, wo der finanzielle Engpass am größten ist. Doch auch in Folgefinanzierungsrunden kann Business Angels eine wichtige Rolle einnehmen. Das Netzwerk hilft Gründern auf der Suche nach einem Business Angel, der einem Unternehmen die Unterstützung bieten kann, die es benötigt. Ganz ohne Gegenleistung unterstützt der “Engel” aber nicht – sollte es zu einer Finanzierung kommen, so erhalten die Business Angels im Gegenzug Anteile am Unternehmen des Gründers. Die Bewerbung erfolgt auf der Startseite und für eine erfolgreiche Weiterleitung des One Pagers spielen folgende Aspekte eine wichtige Rolle:

  • Ausarbeitung der Alleinstellungsmerkmale
  • Ganzheitliches Geschäftskonzept (nicht nur eine vage Produktidee)
  • Angabe des Alters der Unternehmung

5. EXIST: Gründerstipendium

Dieses Angebot richtet sich primär an Studierende, Absolventen sowie Wissenschaftler, die ihre Gründungsidee umsetzen möchten. Der zentrale Anspruch lautet, dass es sich hierbei um innovative wissensbasierte beziehungsweise technologieorientierte Projekte handelt. Ähnlich wie bei den Business Angels spielen bei der Vergabe des Stipendiums das Alleinstellungsmerkmal sowie gute ökonomische Erfolgsaussichten eine wichtige Rolle. Die maximale Förderdauer beträgt ein Jahr und zwischen 1.000,- und 3.000,- EUR im Monat, je nach akademischem Status. Zudem ist ein Stipendium für Sachausgaben bis zu 10.000,- EUR für Einzelgründungen und Coaching in Höhe von 5.000,- EUR möglich. Der Antrag kann übrigens jederzeit gestellt werden. Wichtig ist, dass die Unternehmensgründung zu Beginn der Förderung nicht bereits erfolgt ist.

Fazit

Wer den Weg in die Selbstständigkeit gehen möchte sollte sicherstellen, dass ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sind, um das Vorhaben zu realisieren. Für Unternehmensgründer jeder Art gibt es ausreichend Möglichkeiten, auf Fördermöglichkeiten zurückzugreifen - diese sollten auch in Anspruch genommen werden.

Tipp: Unter der Hotline 0800 5895 505 erhalten Gründer kostenlos und unverbindlich Informationen zu Fördermitteln bei der Fördermittelauskunft von “Deutschland Startet”. Je nach Bundesland besteht sogar die Option, an regionalen Förderprogrammen teilzunehmen! Kommt kein Förderprogramm in Frage, lohnt es sich, Online-Vergleichsportale in Erwägung zu ziehen, die Kredite an Selbstständige vermitteln.


Autor: Sven Wilke – Assisting Country Manager von Financer.com


Bildquelle Bild oben: pixabay.com / Alexas_Fotos

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