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Eine kreative Idee allein reicht meist nicht aus

„Das gab es noch nie, das muss einfach ein Erfolg werden!“ Solche oder ähnliche Sätze gehen den meisten Existenzgründern durch den Kopf, wenn sie den Sprung ins eiskalte Wasser wagen. Hierbei geht es natürlich um das Wagnis, den sicheren Hafen einer abhängigen Beschäftigung zugunsten einer Selbstständigkeit zu verlassen. Denn ein gewisses Risiko gehen Firmengründer letztlich immer ein. Richtig ist: Allein auf einer kreativen Idee kann ein erfolgreiches neues Unternehmen oder die Freiberuflichkeit nicht aufbauen, wie Erfahrungswerte zeigen.

Fotoquelle: turgaygundogdu – 387910633 / Shutterstock.com

Franchising oder eigenständige Gründung? Zwei Wege, eine Planung
Die Zahlen rund um das Thema Unternehmensgründung können manchen potentiellen Gründer durchaus abschrecken. Der erste zeitliche Knackpunkt betrifft die Zeitspanne von drei Jahren nach der Gründung. Fast jeder dritte Existenzgründer übersteht diese Phase nicht. Fünf Jahre nach dem Start sind statistisch bereits 50 Prozent aller Firmen wieder vom Markt verschwunden. Und diese Fakten betreffen nicht allein Unternehmer, die sich mit Allerwelts-Ideen in das Haifischbecken namens „Freie Marktwirtschaft“ wagen. Dass es Alternativen zur alleinstehenden Gründung gibt, ist vielen Anfängern gar nicht bewusst. Dabei können gerade Franchisesysteme zu einer erfolgversprechenden Alternative werden, da Einsteigern in diesem Fall vielfältige Hilfestellungen geboten werden.


Viele typische Fallstricke und Probleme können Gründer dank guter Beratung und informativen Einführungsveranstaltungen, wie sie unter anderem auch von den regionalen Industrie- und Handwerkskammern regelmäßig abgehalten werden, idealerweise vollständig umschiffen. In Seminaren und Vorträgen erfahren Teilnehmer von Profis aus erster Hand, dass eine gute Qualifikation und die organisierte Geschäftsplanung mindestens ebenso wichtige Schritte sind wie clevere Geschäftsideen. Welche Blüten die Franchise-Branche treiben kann, berichtet etwa derwesten.de. So zeigt sich, dass Gründer längst nicht mehr nur die Chance haben, einem der großen Fastfood-Giganten als Franchise-Partner den Vorzug zu geben, sondern auch in ganz anderen Branchen Fuß fassen können.


Kredite nicht nur von klassischen Banken und Kreditinstituten
Ganz gleich, für welchen Weg sich zukünftige Unternehmer entscheiden: An einer sinnvollen und praktikablen Finanzierung führt generell kein Weg vorbei. Berufstätige, die mit dem Gedanken einer Existenzgründung spielen, sollten sich frühzeitig um Ratenkredit Rechner und Hintergrundinformationen bemühen. So wird meist zügig erkennbar, welchen finanziellen Spielraum sie angesichts ihres Eigenkapitals und ihrer Bonität ausschöpfen können. Manch gute Idee erweist sich so schon im Vorhinein als nicht finanzierbar, sofern sich kein liquider Partner findet.


Neue Wege beschreiten Kreditvermittlungsportale im World Wide Web. Dort können Darlehen von privaten Geldgebern beantragt werden. Der Vorteil: Die Kreditvergabe hängt nicht ausschließlich von der Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers in Bezug auf seine Bonität ab. Denn wer seine Geschäftsidee gut präsentiert, kann seine Erfolgsaussichten merklich verbessern. Das Kapital wird anteilig von verschiedenen Privatkunden der Portale zur Verfügung gestellt. Kreditnehmer erhalten Darlehen vielfach besonders günstig, im Gegenzug erhalten Kreditgeber einen jährlichen Zinssatz, der über den aktuellen Konditionen bei klassischen Geldanlagen liegt. So profitieren alle Beteiligten von der Kreditvermittlung.


Gründer sollten anfängliche Risiken nicht unterschätzen
Probleme treten aber nicht allein bei der Kapitalbeschaffung auf. Viele Gründer setzen sich zum eigenen Leidwesen oft nicht intensiv genug mit der tatsächlichen Realisierbarkeit ihrer Konzepte und Geschäftsideen auseinander. So konstatiert das Handelsblatt zum Beispiel, dass viele (Jung-)Unternehmer in spe von ihren Ideen so überzeugt sind, dass sie weitgehend darauf verzichten, den Bedarf auf der Kundenseite zu hinterfragen.


Will heißen: Sie verzichten aus besagter Überzeugung im schlimmsten Fall vollständig auf die Analyse, ob die vermeintlich innovativen Ideen bei Kunden tatsächlich ankommen werden – dies betrifft natürlich Dienstleistungen und Produkte gleichermaßen, mit dem Unterschied, dass beispielsweise handwerkliche oder künstlerische Leistungen erst einmal günstiger angeboten werden können als Waren und Güter, die zunächst mit einem mehr oder weniger hohen Kapitalaufwand produziert werden müssen.


Der einzige Fehler ist dieser Aspekt aber nicht. Es gibt viele Probleme und Schwachpunkte, die Existenzgründer zu Beginn außer Acht lassen. Als Orientierungspunkt folgen an dieser Stelle drei „klassische“ Fehler, die Gründer besser vermeiden sollten:

Punkt 1 – Kein Überblick über den Markt
Neben der Gefahr, die Bedürfnisse und Wünsche potentieller Kunden schlicht nicht zu kennen, begehen viele Start-ups den Fehler, sich nicht genug mit dem Markt und der Konkurrenz zu befassen. So gut kreative Ideen auch erscheinen, in den allermeisten Fällen wird es bereits einen Anbieter geben. Die Analyse des Marktes ist deshalb das A und O, heutzutage natürlich nicht allein im deutschen oder deutschsprachigen Raum, denn gerade aus Fernost stammen viele Mitbewerber, die ihre Produkte per Internet auch hierzulande offerieren.
 
Fotoquelle: frank_peters – 251497987 / Shutterstock.com

Punkt 2 – Keine Vorstellungen von den Kosten und zu hohe Erwartungshaltungen
Es liegt in der Natur der Sache: Jeder Gründer strebt einen möglichst schnellen Erfolg an. Über diese Hoffnungen hinaus dürfen die Chefs des Unternehmens aber nicht den Blick für das Wesentliche verlieren. Vielmehr müssen Unternehmer von Anfang an ihre Kosten genau kennen und diese immer neu auf den Prüfstand stellen. Ausufernde Produktionskosten und eine zu optimistische Herangehensweise können Start-ups sprichwörtlich das Genick brechen. Ein professioneller Businessplan dient dem Zweck, die Einstiegskosten korrekt zu ermitteln. Einen finanziellen Puffer sollten Kreditnehmer ohnehin einplanen, falls sich die ersten Monate nicht so entwickeln, wie erwartet.


Punkt 3 – Fehlendes wirtschaftliches Know-how
Selbst die beste Idee kann nur so gut wie das Konzept zur Existenzgründung sein. Betriebswirtschaft sollte kein Fremdwort sein. Hier geht es im Grunde um alle Aspekte, von der Anmietung von Maschinen und Räumlichkeiten über die Zahlung von Mitarbeitergehältern bis hin zu Versicherungen und Steuern. Ein Basiswissen sollte sich jeder Gründer aneignen. Wer keine Ahnung von Buchführung hat, braucht einen guten Steuerberater an seiner Seite. Sonst verlieren Firmengründer schneller die Übersicht, als es ihnen lieb ist.


Teilnahme an Gründungsmessen vereinfacht die Planung
Die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Suche nach Partnern für die Unternehmensgründung auf Basis einer kreativen Idee bietet sich vor allem im Rahmen sogenannter Gründungsmessen. Eine solche Messe ist beispielsweise die Freisinger „Existenz 2016 – die Gründermesse“, die laut sueddeutsche.de seit 1998 jährlich stattfindet. Messen dieser Art werden mittlerweile im gesamten Bundesgebiet organisiert. Es macht sich bezahlt, wenigstens einige Termine vor der Gründung wahrzunehmen. Denn bei solchen Events bietet sich Unternehmensgründern die Gelegenheit von „alten Hasen“ zu lernen.


Es ist also möglich, gängige Fehler sind zu vermeiden. Der Einstieg in die Selbstständigkeit fällt trotz alledem nicht immer leicht, kann aber mit wertvollen Tipps von erfolgreichen Unternehmern deutlich reibungsloser vonstattengehen. Dabei sollten Selbstständige nicht vergessen trotz aller Arbeit auf ausreichend Ruhephasen zu achten. Zeit für die Familie muss dennoch bleiben. Denn im Privaten gilt es, die nötige Energie für die zahlreichen Arbeitsstunden im Unternehmen aufzutanken.


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