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Digitalbranche: Diese 6 Versicherungen lohnen sich für digitale Berufe

Mit der zunehmenden Digitalisierung verändern sich auch die Arbeitsbedingungen. Immer mehr Berufe finden sich heute im digitalen Bereich wieder. Dabei bringt die Arbeit mit dem Internet völlig neue Gefahren mit sich: zum Beispiel Cyber-Kriminalität und Elektroschäden. Ein wirksamer Versicherungsschutz ist deshalb unbedingt empfehlenswert. In diesem Beitrag finden Unternehmen und Selbstständige in der Digitalbranche die 6 wichtigsten Versicherungen für ihre Tätigkeit in der Online-Welt. 

Welche Berufe zählen zum digitalen Bereich?

Im Zentrum der heutigen digitalen Welt steht wohl der weit verbreitete Einsatz von Computer- und Internettechnologien, der nahezu alle Lebensbereiche maßgeblich beeinflusst. So prägt das Smartphone den Alltag und das mobile Breitband-Internet ist aus dem eigenen Zuhause nicht mehr wegzudenken. 

Mit dem rasanten Aufstieg der Technologie sind völlig neue Berufe entstanden, die es früher nicht gegeben hat. Die neuen Aufgabenfelder zeichnen sich dabei durch die Verwendung und Weiterentwicklung digitaler Technologien und des Internets aus. Beispiele für digitale Berufe sind die folgenden: 

  • Data Scientist: Viele Unternehmen arbeiten mit großen Datenmengen, die verwaltet werden müssen. Ein Data Scientist ist dafür verantwortlich, Verfahren zu entwickeln, die eine leichtere Verarbeitung von großen Datenmengen gewährleisten. 
  • Experten im 3D-Druck: Der 3D-Druck ist noch nicht komplett ausgereift. Dennoch spielt er schon jetzt eine bedeutende Rolle (z. B. zur Herstellung von Maschinenersatzteilen und medizinischen Prothesen). 
  • E-Learning-Konzepter: Online-Lernplattformen und Online-Hochschulen sind im Kommen. So kann per App überall gelernt werden. Ein E-Learning-Konzepter unterstützt Lehrpersonen bei der Entwicklung von Lernkonzepten, die sich online umsetzen lassen (z. B. Aufbereitung von E-Books).
  • SEO-Manager: Wer bei den Google-Suchergebnissen nicht auf der ersten oder zweiten Seite aufscheint, wird von Nutzern im Netz nicht gefunden. SEO-Manager haben die Aufgabe, Online-Auftritte eines Unternehmens so zu gestalten, dass sie möglichst weit oben in den Suchergebnissen erscheinen. 

Versicherungen für digitale Berufe

Cyber-Attacken, Verstöße gegen die DSGVO-Bestimmungen oder Konstruktionsfehler: Die Gefahren für Online-Unternehmen lauern sprichwörtlich an jeder Ecke. Vor allem jene Firmen und Selbstständige, die mit sensiblen Daten arbeiten, sollten ernsthaft über einen umfassenden Versicherungsschutz nachdenken. Wirksame Versicherungen für digitale Berufe funktionieren nach dem Baukasten-Prinzip. Dabei gibt es immer einen Mindestschutz, der mit bestimmten Zusatzbausteinen erweitert werden kann. So kann der Versicherungsschutz optimal an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Die folgende Infografik veranschaulicht dieses Baukasten-Prinzip: 

Natürlich ist mit dem Basisschutz im digitalen Bereich schon viel getan. Ein noch umfassenderer Schutz ergibt sich jedoch, wenn man diesen mit weiteren Versicherungsformen sinnvoll unterstützt. Die folgenden 6 Versicherungen empfehlen sich für die Arbeit mit dem Internet. 

1. Media-Haftpflichtversicherung

Alle Selbstständigen und Unternehmen, die in der Medien- und Kreativbranche tätig sind (z. B. Texter und Blogger, Grafikdesigner und SEO-Agenturen), sollten sich mit der Media-Haftpflichtversicherung schützen. Dieser Versicherungsschutz funktioniert nach dem Prinzip der Haftpflichtversicherung und deckt die Kosten, die bei selbstverursachten Schäden entstehen. 

Die Media-Haftpflichtversicherung bietet einen umfassenden Schutz vor Schadensersatzansprüchen seitens Dritter, d.h. Kunden, etwa bei Verstößen gegen das Marken- und Urheberrecht sowie Vermögensschäden, die beispielsweise durch Programmierfehler auftreten. 

2. DSGVO-Versicherung

Ob Freelancer, Selbstständiger oder Unternehmer: Sie alle arbeiten mit Firmen- und Kundendaten. Die umfassende Datenschutz-Grundverordnung – kurz DSGVO – regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten (E-Mail-Adressen, Wohnadressen, Bankdaten) und sensiblen Informationen (Gesundheitsdaten, religiöse Überzeugungen, sexuelle Orientierung). Eine Verletzung der DSGVO-Bestimmungen kann zu hohen Kosten führen. 

Weil ein Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung schnell passieren kann, sollten Erwerbstätige in der Digitalbranche eine dementsprechende Versicherung abschließen. Die DSGVO-Versicherung greift bei Personen- und Sachschäden, immateriellen Vermögensschäden (ein Schaden ist verursacht, aber weder dem Personen- noch Sachschaden zuordenbar) und Nichtvermögensschäden (z. B. Angstgefühl, Kränkung). 

3. Cyber- und Hackerversicherung

Mit zunehmender Vernetzung steigt auch die Bedrohung der Datensicherheit – trotz Virenprogramm und Firewall. Cyber-Kriminalität verursacht jedes Jahr große wirtschaftliche Schäden, die möglicherweise zu Imageverlust, Produktionsstillstand und Umsatzeinbußen führen. 

Menschen in digitalen Berufen sollten sich deshalb mit der Cyber- und Hackerversicherung vor den finanziellen Folgen der Internetkriminalität schützen. Die Cyber- und Hackerversicherung schützt unter anderem in den folgenden Situationen: 

  • Datenverschlüsselung: Viele Unternehmensdaten werden auf der externen Cloud, d. h. einem externen Server, abgespeichert. Hacker dringen in diesen Speicherplatz ein und verschlüsseln die Daten durch gefährliche Ransomware. So hat das Unternehmen keinen Zugriff mehr auf die gespeicherten Daten. Im schlimmsten Fall kommt die gesamte Firma zum Stillstand.
  • Maschinenmanipulation: Cyber-Kriminelle können sich Zugang zum Maschinennetzwerk eines Unternehmens verschaffen. Diese Attacke kann weitreichende Folgen haben – beispielsweise Maschinenausfall und fehlerhafte Produktion. 
  • DoS-Attacke: Eine sogenannte DoS-Attacke kann einen ganzen Online-Shop lahmlegen. Die Abkürzung DoS steht für Denial of Service, was sich mit „Dienstverweigerung“ übersetzen lässt. Kunden ist es durch diesen Übergriff nicht mehr möglich, auf den Online-Shop zuzugreifen. Vor allem in Stoßzeiten, wie etwa der Vorweihnachtszeit, können für Shopbetreiber hohe Einbußen entstehen. 

4. IT-Haftpflichtversicherung

Die IT-Haftpflichtversicherung bietet umfassenden Schutz für alle, die als Freelancer, Selbstständige oder Gründer in der Informationstechnik (IT) tätig sind. Personen, die in diesem Bereich arbeiten, liefern wichtige IT-Produkte und IT-Leistungen, wovon immer mehr Unternehmen abhängig sind. Schadensfälle und Störungen haben meistens allerdings große Folgen – IT-Anbieter werden oft direkt dafür haftbar gemacht. 

Um sich vor den entstandenen Kosten zu schützen, empfiehlt sich der Abschluss einer IT-Haftpflichtversicherung. Sie deckt Personen- und Sachschäden, die im Umgang mit Soft- und Hardware entstehen. Außerdem deckt diese Versicherungsform Vermögensschäden Dritter, die sich unter anderem durch Datenlöschung, Hackerangriffe und fehlerhafte Installation ergeben. 

5. Portal- und Webshopversicherung

Die Portal- und Webshopversicherung zählt zu den eCommerce-Versicherungen. Während die Portal-Versicherung Websites, Social-Media-Plattformen und Online-Datenbanken schützt, deckt die Webshopversicherung Kosten, die für den Online-Handel entstehen können. 

Die Webshopversicherung sichert Onlineshops oder Shops auf Verkaufsplattformen, wie eBay und Amazon, vor Abmahnungen und Hackerangriffen ab. Zudem bietet sie Schutz bei Rechtsverletzungen (z. B. Urheber- und Markenrecht) sowie Eigenschäden. 

6. Elektronikversicherung

Digitale Unternehmen sind natürlich von elektronischen Geräten abhängig. Umso wichtiger ist es, diese entsprechend abzusichern. Stromausfall, Kurzschluss oder Bedienungsfehler richten oftmals beträchtliche Schäden an. Schlimmstenfalls steht das Unternehmen mehrere Tage still. 

Die Elektronikversicherung deckt die Kosten, die bei solchen Schäden entstehen. In der Grunddeckung sind alle Elementargefahren, Einbruchdiebstahl, Bedienungsfehler, Sabotage sowie Schäden durch elektrische Energie versichert. In Betrieben mit hochwertiger IT gehört die Elektronikversicherung somit zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. 

Rundum abgesichert im digitalen Bereich

Die Digitalbranche ist mittlerweile zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber geworden. Immer mehr Menschen arbeiten mit den neuesten Technologien und dem Internet. Vor den Gefahren, die im digitalen Bereich entstehen können, ist jedoch niemand gefeit. 

Ein umfassender Versicherungsschutz gegen Bedrohungen, wie Cyber-Kriminalität, elektronische Schäden und Verstöße gegen die DSGVO-Bestimmungen, ist für die Online-Arbeit unerlässlich. So muss man nicht selbst für die entstandenen Kosten aufkommen. 


Autorenbeschreibung

Munkhjin Enkhsaikhan ist Chefredakteurin bei der transparent-beraten.de GmbH. Dabei kümmert sie sich vor allem um die Organisation und das Erstellen von nützlichem Content - sowohl für die Webseite als auch für den YouTube-Kanal.




Bildquelle Vorschaubild: John Schnobrich on Unsplash 


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