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Die Vorteile einer bekannten Marke im Franchising

Eine Existenzgründung im Franchising bietet einige Vorteile – die zwei wichtigsten sind zum einen das erprobte Geschäftskonzept und zum anderen die bekannte Marke. Gegen Gebühr können Unternehmer sowohl das Know-how eines Franchise-Konzepts übernehmen, als auch die Marke nutzen. Hieraus können sich für den Existenzgründer wichtige Marktvorteile ergeben. Besonders Branchen-Quereinsteiger und noch unerfahrene Neu-Unternehmer profitieren von ausgereiften Franchise-Konzepten.


Menschen in unserem Kulturkreis greifen in nahezu allen Lebenslagen gerne auf Bekanntes und Bewährtes zurück. Ob Restaurant, Autowerkstatt, Nachhilfeinstitut oder Modeboutique: Ist man unentschlossen, führt der Weg schnell zu einem Anbieter mit vertrauter Marke. Hier spielen Wiedererkennungswert und positive Assoziationen die Hauptrolle. Entweder hat man bereits selbst positive Erfahrungen mit einer Marke sammeln können, das Unternehmen wurde einem von Freunden oder der Familie empfohlen oder aber das Marketing und das Image der Marke haben einen überzeugenden Eindruck hinterlassen.


Der Markenname sollte natürlich eingängig sein und das Logo auffällig und einprägsam. Diese Kriterien zu erfüllen obliegt dem Franchise-Geber und ist sicherlich einfacher gesagt als getan. Experten können bei der Marken" Attributes="target=_blank-Entwicklung einen wichtigen Beitrag leisten, der sich mit wachsender Bekanntheit der Marke sicher auszahlt. Oftmals gibt es auch einen Slogan, der die Marke prägt. Bei McDonald’s ist es zum Beispiel „Ich liebe es“, MR.BAKER „…backt pausenlos frisch“ und Studienkreis bietet „Profi-Nachhilfe für alle!“.


Die Marke aus Sicht der Franchise-Nehmer
Bereits bevor ein Interessent Franchise-Nehmer wird, spielt die Marke neben den eigentlichen Leistungen eines Franchise-Systems für seine Partner eine wichtige Rolle. Schließlich kann man davon ausgehen, dass der Franchise-Interessent die Marke bereits aus dem privaten Bereich kennt und eventuell sogar Kunde ist. Nicht selten werden aus Fans einer Marke besonders erfolgreiche Franchise-Partner. Eine starke Marke ist in vielerlei Hinsicht wichtig für den unternehmerischen Erfolg eines Franchise-Systems und natürlich auch für den Erfolg der Franchise-Partner. Schließlich werden im Franchising erfolgreiche Geschäftskonzepte multipliziert und somit auch die Markenbekanntheit gesteigert. Jeder Franchise-Nehmer wird Repräsentant der Marke.


Auf der Suche nach dem passenden Franchise-Konzept, sollten angehende Franchise-Gründer auch die Kraft der Marke eines Franchise-Systems zu erfassen versuchen. Natürlich sollten aber auch das Geschäftskonzept, die Höhe der Gebühren und die weiteren Leistungen, wie Einkaufsvorteile, Back Office oder Unterstützung in vielen weiteren Bereichen, geprüft werden. In Sachen Marke profitieren die Franchise-Nehmer von einem gemeinsamen Marktauftritt – egal ob Franchise-Geber-Betrieb oder Franchise-Nehmer-Betrieb. Diesen einheitlichen Markenauftritt findet man in vielen unternehmerischen Bereichen. Hierzu zählen beispielsweise: Websites, Werbeschilder im Innen- und Außenbereich, Visitenkarten und Briefpapier, Verpackungen und Werbung in allen Formen.


Die Marke aus Sicht der Franchise-Geber
Wie bereits erläutert, ist für die Entwicklung einer starken Marke der Franchise-Geber zuständig. Wenn sich also ein Unternehmen mit einem funktionierenden Geschäftskonzept dazu entschließt via Franchising zu expandieren, so muss es spätestens zu diesem Zeitpunkt eine geeignete Markenstrategie entwickelt haben. Diese ist elementar für den Erfolg eines Franchise-Systems. Denn dass starke Marken einen echten Wettbewerbsvorteil bieten, ist unbestritten. Vor allem in Wirtschaftskrisen hat sich gezeigt, dass sich entsprechend gut positionierte Marken sehr viel besser am Markt durchsetzen konnten. Doch nicht nur die Gegenwart wird mit einer guten Marke gesichert, auch die Zukunft wird mit ihr gestaltet.


So sollte eine starke Marke auch immer flexibel sein und sich neuen Marktgegebenheiten anpassen können oder aber selbst neue Trends setzen. Aufgebaut werden Marken am besten mit einem konsequenten Marketing-Mix und der Übertragung der Marke auf alle Unternehmensbereiche. Wird dies konsequent durchgeführt – auf nationaler Ebene vom Franchise-Geber und auf regionaler Ebene von den Franchise-Partnern – führt das zu einer stärkeren Präsenz auf dem Markt mit allen Vorteilen, die das mit sich bringt: mehr Kunden, höhere Gewinne und beste Chancen für die Zukunft.


In dem Buch „Praxisbuch Franchising – Konzeptaufbau und Markenführung“ von Veronika Bellone und Thomas Matla findet sich eine praktische Checkliste für die Messkriterien der Markenstärke, die im Folgenden zitiert wird:

  • Markenbekanntheit
  • Markenimage
  • Markenvertrauen
  • Markenrelevanz
  • Markenklarheit und -konsistenz
  • Kommunikationsintensität
  • Markeninvestitionen
  • Internationalität
  • Entwicklungspotential
  • Marktgröße und Marktwachstum versus Marktanteil und Marktanteilswachstum
  • Umsatzprofitabilität und Ertrag
  • Rechtliche Absicherung (Markeneinträge)


Die Arbeit für den Franchise-Geber ist aber mit der Etablierung einer starken Marke nicht vorbei. Schließlich geht es auch darum, sich mit dem Markt weiterzuentwickeln. Im Idealfall sollte die Marke jährlich „unter die Lupe“ genommen werden. Wo steht man aktuell? Wird das Potential voll ausgeschöpft? Wo will man hin? Wie sieht der Markt aktuell aus? Wo tun sich Chancen auf und wo lauern vielleicht Gefahren? Am Ende sollte eine Analyse der Stärken und Schwächen der Marke stehen, die deutlich macht, wo es Verbesserungsbedarf gibt.

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