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Die Risikolebensversicherung - Schutz für Partner und Familie

Franchisenehmer sind als Unternehmer für Ihre Existenzsicherung selbst verantwortlich. Absicherung ist insbesondere dann notwendig, wenn die Franchise-Tätigkeit die Haupterwerbsquelle darstellt und auch Partner und Kinder des Franchisenehmers auf Einkünfte daraus angewiesen sind. Solange dieser mit seiner Arbeitskraft dafür sorgen kann, dass das Geschäft läuft, mag das kein Problem sein. Doch was passiert, wenn ihm etwas zustößt? Dann ist es gut, wenn er bzw. sie vorgesorgt hat – zum Beispiel mit einer Risikolebensversicherung.


Angehörige für den Fall des Falles absichern!
Die Risikolebensversicherung dient der finanziellen Absicherung von Partnern und hinterbliebenen Angehörigen, falls der Franchisenehmer unerwartet früh stirbt. Der eigene Tod ist sicher ein Thema, das gerne verdrängt wird. Vielen Franchisenehmern, die oft noch in der "ersten Lebenshälfte" stehen und voller Tatendrang sind, liegt der Gedanke an das Sterben fern. Doch der Tod kommt nicht selten früher als erwartet, sei es durch einen Unfall oder durch Krankheit. Mit einer Risikolebensversicherung lassen sich zumindest die finanziellen Folgen eines solchen tragischen Ereignisses abfedern.


Viele Franchisenehmer haben ihre finanziellen Ressourcen in den Unternehmensaufbau gesteckt und verfügen daher noch nicht über genug Vermögen, von dem Angehörige leben oder Zahlungsverpflichtungen bedient werden könnten. Die Risikolebensversicherung deckt diese Lücke ab. Sie zahlt im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme an die im Vertrag genannten Begünstigten. Dabei lassen sich schon mit überschaubaren Beiträgen größere Versicherungssummen finanzieren.


Risiko- und Kapitallebensversicherung: Wo ist der Unterschied?
Die Risikolebensversicherung bedeutet eine deutlich geringere finanzielle Belastung als eine Kapitallebensversicherung, die ebenfalls das Todesfallrisiko abdeckt. Im Unterschied zur Risikolebensversicherung findet hier aber zusätzlich noch Kapitalaufbau statt, der für die Altersvorsorge genutzt werden kann. Die dafür erforderliche Sparleistung erhöht die Beiträge zwangsläufig. Erlebt der Versicherungsnehmer das Ende seines Versicherungsvertrags, erhält er bei der Kapitallebensversicherung das angesparte Kapital zuzüglich Zinsen und Überschüssen ausgezahlt. Bei der Risikolebensversicherung wird dagegen kein Kapital gebildet. Endet der Versicherungsvertrag ohne Eintritt des Versicherungsfalls, findet dementsprechend auch keine Auszahlung statt. Dieser Nachteil der fehlenden Kapitalbildung lässt sich auffangen, wenn parallel zur Risikolebensversicherung Vermögen angespart wird. Dabei ist der Franchisenehmer sogar wesentlich flexibler als bei der Kapitallebensversicherung, denn er bestimmt Anlagehöhe und -politik letztlich selbst.


Diese Faktoren beeinflussen den Beitrag
Die Beiträge zur Risikolebensversicherung hängen von einer Reihe von Faktoren ab, die sich je nach Anbieter etwas unterscheiden können. Es gibt aber einige typische Einflussgrößen, die praktisch jeder Versicherer zugrunde legt:

  • das Eintrittsalter: je jünger der Versicherungsnehmer ist, desto besser. Denn das Todesfall-Risiko ist in jungen Jahren zwangsläufig niedriger, deshalb fallen auch die Beiträge niedriger aus.
  • die Laufzeit: je länger der Vertrag läuft, umso höher sind die Beiträge - je kürzer, desto niedriger. Dennoch sollte die Laufzeit nicht zu kurz bemessen sein. Denn einen neuen Vertrag können Versicherungsnehmer altersbedingt später nur zu ungünstigeren Konditionen abschließen. Die Laufzeit sollte sich am Zeitraum orientieren, während dessen noch finanzielle Absicherung - zum Beispiel für noch nicht erwachsene Kinder erforderlich ist.
  • die Vertragssumme: je höher die vereinbarte Versicherungssumme ist, umso höher sind die Beiträge. Zum Zweck der reinen Todesfallabsicherung können schon für wenige Euro im Monat Versicherungssummen über mehrere hunderttausend Euro abgeschlossen werden. Die Versicherungssumme sollte so großzügig festgelegt werden, dass sie im Ernstfall - unter Berücksichtigung der vorhandenen Vermögenssubstanz und noch laufender Kredite - auch tatsächlich zur Existenzsicherung ausreicht. 
  • der Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten: eine Gesundheitsprüfung gehört zum Standard beim Versicherungsabschluss. Gesundheitliche Risiken wirken nachvollziehbarerweise beitragserhöhend. Bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen sollte jeder Franchisenehmer auf Vollständigkeit und Richtigkeit achten, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Riskantes Gesundheitsverhalten wie Rauchen oder die Ausübung von Extremsportarten kann sich negativ auf die Beitragshöhe auswirken. Viele Versicherer bieten die Möglichkeit einer dynamischen Anpassung oder Erhöhung der Versicherungssumme bei bestimmten Ereignissen (Heirat, Geburt, Start in die Selbständigkeit usw.), ohne dass dann eine erneute Gesundheitsprüfung erfolgt.
  • die Art der beruflichen Tätigkeit: sie beeinflusst ebenfalls die Beitragshöhe. Berufe mit körperlicher Belastung und besonderen Risiken sind "teurer" als reine Büro-Tätigkeiten ohne spezifische Gefahren.


Schutz für den Geschäftspartner
Falls ein Franchise-Unternehmen zusammen mit einem Geschäftspartner betrieben wird, kann die Risiko-Lebensversicherung auch zur Absicherung des Geschäftes genutzt werden. In der Regel wird ein Franchisebetrieb ganz wesentlich durch die Inhaber-Personen geprägt. Fällt in einer Partnerschaft ein Inhaber aus, bedeutet das in der Regel einen empfindlichen Verlust. Adäquaten Ersatz zu finden, ist nicht nur schwierig, sondern oft auch kostspielig. Diese Kosten können mit einer Risikolebensversicherung zugunsten des Partners aufgefangen werden.


Die verbundene Risikolebensversicherung
Eine besondere Form ist die verbundene Risikolebensversicherung. Sie bietet sich bei Geschäftspartnern oder auch bei solchen privaten Partnerschaften an, bei denen jeder Verdiener ist. Bei der verbundenen Risikolebensversicherung sind beide Partner Versicherungsnehmer und sichern sich gegenseitig ab. Die Versicherung tritt ein, sobald ein Partner stirbt. Die Beiträge sind niedriger, als wenn jeder Versicherungsnehmer eine separate Risikolebensversicherung abschließen würde.


Testen und Vergleichen
Risikolebensversicherungen werden heute häufig online abgeschlossen. Die meisten Versicherer bieten diese Möglichkeit an. Vergleichsportale und Tests geben dabei eine gute Auswahl-Orientierung. Beim Vergleich sollten Franchisenehmer nicht nur auf die Beiträge achten. Es kommt auch auf die Leistung an. Hier gibt es durchaus Unterschiede. Ein genauerer Blick auf den Leistungsumfang lohnt sich.


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