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Die E-Bilanz: Pflicht ab 2014

Nachdem Internet und E-Mails nicht mehr aus dem Geschäftsalltag wegzudenken sind, folgt auch die Finanzverwaltung dem Trend zum papierlosen Büro. Seit dem Wirtschaftsjahr 2013 müssen bilanzierende Unternehmen ihre Bilanz inklusive Gewinn- und Verlustrechnung elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Dabei hat diese Übermittlung nach der amtlich vorgeschriebenen Taxonomie zu erfolgen, die sich erheblich von der Gliederung des bisherigen handelsrechtlichen Abschlusses unterscheidet.


Die E-Bilanz – wer muss sich damit auseinandersetzen?
Auf diese Frage gibt es eine grundlegende Antwort: Bilanzierende Unternehmen. Diese müssen auf elektronischem Weg deren Bilanzdaten ans Finanzamt weiterleiten. Neben Land- und Forstwirten müssen dies auch Freiberufler auf diese Weise erledigen. Zusätzlich müssen Gewerbetreibende und Kaufleute ihre Bilanzierung elektronisch dem Finanzamt zukommen lassen. Der Abschluss des Jahres 2013 war noch freiwillig elektronisch, konnte also sowohl elektronisch als auch auf Papier eingereicht werden. Ab dem 31.12.2012 gilt jedoch ausschließlich die elektronische Variante.


Obwohl die E-Bilanz viele Vorteile mit sich bringt, sehen einige Experten hohe Bürokratiekosten auf die Unternehmen zukommen. Dabei beziehen sich die Hauptkritikpunkte auf die detailliertere Taxonomie-Gliederung und die kurzen Umstellungsfristen. Ebenso wird der Zwang zur Anpassung der Buchungssysteme und des betrieblichen Rechnungswesens kritisiert.


Wer sich noch nicht mit dem Thema E-Bilanz auseinandergesetzt hat, sollte einen oder zwei Mitarbeiter damit beauftragen, sich mit diesem auseinanderzusetzen. Des Weiteren ist es empfehlenswert, sich mit dem Anbieter der Buchhaltungssoftware in Verbindung zu setzen, um zu klären, ob die vorhandene Software E-bilanzfähig ist. Ebenso kann es sinnvoll sein, sich mit dem Steuerberater abzusprechen und zu klären, worauf bei den Buchungen geachtet werden muss.


Ausnahmen der E-Bilanz-Pflicht
Beim zuständigen Finanzamt können Ausnahmen entsprechend beantragt werden, jedoch lässt der Gesetzgeber diesbezüglich nicht viel Spielraum. Nur dann, wenn die Umstellung auf die E-Bilanz eine „unbillige Härte“ (hohe finanzielle Aufwendungen oder fehlende Mitarbeiterkapazitäten) darstellt, wird ein Härtefallantrag vom Finanzamt genehmigt. Alsdann kann das Unternehmen die Bilanz weiterhin in Papierform abgeben.


Amtlich vorgeschriebene Datensätze
Das Finanzamt hat genau festgesetzt, welche Unterlagen an dieses übergeben werden müssen. Nachfolgend eine Auflistung aller nötigen Unterlagen:

  • Rechtsform des Unternehmens
  • Sitz des Unternehmens
  • Steuernummer des Unternehmens
  • Wirtschaftsjahr
  • Anzahl der Geschäftsführer
  • Anzahl der Gesellschafter

Die E-Bilanz muss inhaltlich der allgemeinen Gesetzgebung genügen. Dies bedeutet, dass sich die Digitalform in Bezug auf die Optik nicht von der „alten“ Bilanzierung unterscheiden muss. Jedoch müssen einige Mindeststandards bei der Taxonomie eingehalten werden. Dabei halten sich die meisten Software-Lösungen bereits an diese Mindeststandards. Bei Unsicherheiten sollte hier gegebenenfalls noch mal Rücksprache mit dem Softwarehersteller geführt werden.


Die Bilanz muss mit dem Standard XBRL (eXtensible Business Reporting Language) übermittelt werden. Dabei ist dies ein weltweit anerkannter Datenübertragungsstandard, welcher den meisten Unternehmen keine großen Probleme bereitet.

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