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Der Businessplan – ein erfolgreicher Weg in die Selbstständigkeit

Schon die Zahl von 401.456 Existenzgründungen im Jahr 2011 zeigt, wie hoch die Motivation in Deutschland ist, sich selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen zu gründen. Nicht jeder schafft es auch. Ein Großteil der Existenzgründungen scheitert. Gründe dafür können fehlendes Eigenkapital, fehlendes Marketing, zu wenig Know-how, eine schlechte Planung oder keine entsprechende Unterstützung aus dem direkten Umfeld sein. Ebenfalls einer der Gründe, der für ein Scheitern verantwortlich sein kann, ist ein wenig durchdachter Businessplan. Meist wird dieser lediglich als Mittel angesehen, um die benötigte Summe bei der Bank, dem Kreditinstitut und auch den Zuschuss der Arbeitsagentur zu erhalten. Doch ein Businessplan sollte kurz, mittel- und langfristige Ziele formulieren, die bestenfalls auch erzielt werden sollten. In einem solchen Businessplan müssen sich die zukünftigen Existenzgründer nicht nur mit der Finanzierung, sondern auch dem Marketing, dem Markt und auch der Akquise beschäftigen. Bereits bei der Erstellung des Businessplans müssen zukünftige Existenzgründer beweisen, dass diese Entscheidungen treffen und Wesentliches priorisieren können. Nachfolgend die wichtigsten Infos zur Erstellung eines solchen Businessplans. Weitere Informationen zur Existenzgründung und dem Berufsalltag als Selbstständiger finden Interessierte unter blog.meine-firma-und-ich.de .


Wie sieht ein solcher Businessplan aus?
Der Umfang eines solchen Businessplans beträgt in der Regel 20 bis 30 Seiten – das ist von der jeweiligen Geschäftsidee abhängig. Im Vorhinein bedarf es zur Erstellung einiger Recherche. Die Fakten zur Gründung als auch Risiken und Chancen müssen verständlich dargestellt werden. Verständlich bedeutet dabei, dass auch jeder, der sich nicht mit der Materie auskennt, diese verstehen kann. Zwei Bestandteile weist ein fertiger Businessplan letztendlich auf – einen Textteil und einen Teil, der sich mit den Finanzen beschäftigt. Die drei Jahre nach der Gründung müssen in einem solchen Businessplan geplant werden. Dabei legt jede Bank Wert auf andere Aspekte. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man daher im Voraus wissen, was in den Businessplan gehört, um das Geld in jedem Fall zu erhalten. Bevor der Businessplan jedoch an die Bank oder das Kreditinstitut geht, muss dieser von einem Fachmann geprüft werden. Ein Unternehmensberater oder ein Existenzgründerberater ist dazu berechtigt.


Auf die ersten Seiten kommt es an
Der erste Eindruck zählt – das ist auch bei einem Businessplan nicht anders als im gesamten Leben. Daher sollte schon das Deckblatt des Businessplans einiges her machen. Man kann dieses sozusagen als Visitenkarte des Gründers bezeichnen. Darauf sollten daher Kontaktdaten, das Datum, die Idee zur Gründung und ein bereits erstelltes Firmenlogo zu sehen sein. Die Gründungsidee muss darauf knapp und aussagekräftig in einem Satz formuliert werden. Als zweite Seite sollte ein solcher Businessplan ein Inhaltsverzeichnis beinhalten, das die Suche nach ganz bestimmten Kapiteln des Plans erleichtert.


Das Executive Summary
Dieses Executive Summary ist eine komprimierte Zusammenfassung des gesamten Businessplans. Statt diese ans Ende zu stellen, ist diese Zusammenfassung bei einem Businessplan aber der Anfang des Textteils. Maximal eine Seite darf diese sein. Gefällt schon diese demjenigen nicht, der den Kredit bewilligen muss, kann es durchaus vorkommen, dass der Rest des Textteils erst gar nicht angesehen wird. Die beste Vorgehensweise ist aber, diese Zusammenfassung erst zum Schluss zu schreiben. Auf diese Weise wird garantiert auch jeder Bestandteil des Businessplans zu berücksichtigen.


Die Idee und der Existenzgründer
Eine Marktlücke zu finden, ist wohl die erfolgreichste Möglichkeit, ein neues und in Zukunft erfolgreiches Unternehmen zu gründen. Es sollte immer die Frage im Raum stehen: Hat meine Geschäftsidee einen Nutzen für die Kunden? Doch auch, wenn eine gute Idee vorhanden ist, bedeutet das nicht im gleichen Atemzug, dass das Unternehmen ein Erfolg sein wird. Auch die Persönlichkeit oder Persönlichkeiten, die hinter der Idee und dem zukünftigen Unternehmen stehen, müssen diesem gewachsen sein. Der Wille und die nötige Stärke müssen gegeben sein. Auch darauf achten Kreditinstitute. Ein Bestandteil des Businessplans ist daher auch, woher das Wissen zu der Geschäftsidee kommt, welche berufliche Erfahrung es in diesem Bereich bereits gibt und warum gerade diese Geschäftsidee die richtige ist. Bestehen Schwächen bei demjenigen der sich eine eigene Existenz aufbauen möchte, sollten diese offen dargelegt werden. Schwächen sind nichts schlimmes, sie sollten nur nicht verheimlicht werden.

Unternehmensorganisation, Branche, Zielgruppe
Ein weiteres Kapitel eines Businessplans ist das zur Unternehmensorganisation. In diesem wird festgehalten, welche Rechtsform ein Unternehmen haben wird, wie die Tätigkeiten aufgeteilt werden sollen und ob bereits Festangestellte in den Plan mit einbezogen sind. Auch, an welchem Standort sich das Unternehmen befinden wird, steht in diesem Kapitel. Der Firmensitz sollte gut erreichbar sein – das ist ebenfalls einer der Kriterien, ob die Finanzierung bewilligt wird. In Bezug auf die Branche müssen die Konkurrenten bewertet werden. Außerdem ist die Entwicklung der jeweiligen Branche von Bedeutung. Wie groß wird die Zielgruppe des Unternehmens sein und wer wird zu dieser Zielgruppe gehören? Zu diesem Bereich zählt außerdem die Art und Weise, wie Kunden in Zukunft akquiriert werden sollen.
 

Der Finanzteil
Letztendlich ausschlaggebend für den Erfolg eines Businessplans ist der finanzielle Teil. Darin ist festgehalten, wie viel Geld der Existenzgründer investieren muss, welches Kapital dazu benötigt wird, woher das benötigte Geld kommen soll und welche Rendite dabei herumkommen soll. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Angabe darüber, wann der Kreditgeber das Geld wieder zurückgezahlt bekommt. Zeitlich müssen die folgenden drei Jahre abgedeckt sein, wobei jeder einzelne Monat aufgelistet sein muss. Bestandteil der Rechnungen im Finanzteil müssen auch die Lebenshaltungskosten sein. Zusätzlich muss ein Gewinn verzeichnet sein. Das Unternehmen soll sich schließlich lohnen. Auch ein Investitionsplan, also Angaben darüber, was beispielsweise die Büroeinrichtung also einmalige Anschaffungen betrifft, ist Bestandteil des Finanzteils. Zu Beginn wird es meist ziemlich teuer. Doch sind die ersten Anschaffungen getätigt, können auch die ersten Gewinne eingefahren werden. Weitere Bestandteile dieses Finanzteils sind der Finanzierungsplan, also Angaben dazu, woher denn das benötigte Geld kommt, eine Rentabilitätsvorschau, also, welche Gewinne gemacht werden sollten und ein Liquiditätsplan, der darüber Auskunft gibt, ob der Existenzgründer auch immer genügend Geld zur Verfügung hat.


Der letzte Teil: Die Anlagen
Zahlreiche Unterlagen sammeln sich während der Recherche für den Businessplan an. Doch im Text- und Finanzteil stören diese lediglich. Deshalb werden wichtige Dokumente, die zwar im Text- und Finanzteil keinen Platz gefunden haben, in die Anlage gepackt. Diese dient ähnlich wie bei einer Bewerbung als zusätzliche Information!

Bildquelle 1: pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0)
Bildquelle 2: flickr.com © Calita Kabir (CC BY-SA 2.0)

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