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Aktienanlagen in der Corona-Krise: Was Unternehmer jetzt beachten sollten

Der Staat schließt massenweise Unternehmen, überall stehen die Bänder still und der private Konsum bricht zusammen – was wie aus einer surrealen Hollywood-Dystopie entlehnt scheint, rückt plötzlich ins Blickfeld vieler Menschen. Mit der Corona-Pandemie zeigt die Natur, dass es keine katastrophalen Stürme braucht. Ein mikroskopisch kleines Virus ist in der Lage, die globalisierte Wirtschaft lahmzulegen. 

In der Folge sind die Aktienkurse in die Tiefe gerauscht. Viele Unternehmer fragen sich, wie es weitergeht. Sind die Kurse schon am Tiefpunkt? Ist dies der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg oder sollten Unternehmen noch abwarten, um ihr Finanzergebnis zu verbessern? 

Kursverluste in der Corona-Krise: Das Ausmaß

Die Corona-Krise hat zuerst in China zu einem Stillstand der Produktion geführt. Von hier aus schickte das Virus bereits Schockwellen rund um den Globus, als in Europa und den USA nur vereinzelt Infektionen offiziell bestätigt wurden. Ende Februar, als in Deutschland die Infektionszahlen noch unter der Marke von 100 Infizierten lagen, sank der DAX innerhalb von nur einer Woche mehr als 1.000 Zähler ab. 

Noch dramatischer war die Entwicklung in der ersten Märzhälfte. Innerhalb von gerade einmal zwei Wochen gab der deutsche Leitindex etwa 4.000 Punkte ab. Wie niederschmetternd die Entwicklung für Anleger war, illustrieren zwei Zahlen: 

  • DAX am 27. Februar 2020 - 12.367,46 
  • DAX am 18. März 2020 - 8.441,71. 

Zwischen diesen beiden Handelstagen liegt eine Entwicklung, die viele Börsianer ratlos zurückgelassen hat. 

In Prozent beziffert das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt den Einschnitt mit knapp einem Viertel. So stark haben die Börsenkurse innerhalb weniger Wochen nachgegeben. Und nicht nur der DAX als deutscher Leitindex hat Boden verloren. Der Trend ist fast überall sichtbar. Verglichen mit dem Stand zum Jahreswechsel zeigen sich: 

  • Dow Jones 
  • Nikkei 
  • Hang Seng 

tiefrot. Die Kurskorrekturen sind fast überall zweistellig. Berichten zufolge hat der Corona-Crash mehrere Billionen US-Dollar an Wert vernichtet. Aber: Inzwischen scheinen die Märkte ihre Tiefststände verdaut zu haben. Für viele Indizes ist es in den letzten Tagen sogar wieder – mitunter auch zaghaft – nach oben gegangen. Deutlich wird dieser Trend wieder am DAX. Innerhalb einer Woche hat der Index um mehr als acht Prozent zugelegt. 

Ist jetzt der richtige Moment für den Einstieg?

Kaufe billig und verkaufe teuer – klingt einfach, ist in der Praxis wirkungsvoll und fällt gerade in der Corona-Krise auf äußerst fruchtbaren Boden. Wer an den Börsen jetzt einsteigen will, hat aktuell sehr gute Chancen. Die Wertpapiere vieler Unternehmen sind derzeit so günstig wie schon lange nicht mehr. Und damit lässt sich zumindest schon der erste Aspekt – der günstige Einstieg in den Aktienmarkt – realisieren. 

Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob das Ganze nicht vielleicht doch einen Haken hat. Wo lohnt sich der Einstieg aktuell besonders? Unternehmer, die Kapital renditeorientiert anlegen wollen, sollten in jedem Fall die Dividenden beobachten. Gerade im April und Mai stehen einige Aktionärsversammlungen an, auf denen es um die Dividendenzahlung geht. Hier lässt sich mit einer cleveren Strategie der eine oder andere Euro ins Depot retten. 

Was in diesem Zusammenhang allerdings sehr wichtig ist: Eine kluge Auswahl der Papiere. Nicht alle Unternehmen, welche in den letzten Jahren hohe Dividenden gezahlt haben, werden auch in nächster Zeit Kapital an die Aktionäre ausschütten. Diese Erkenntnis trifft besonders auf die Autobranche zu, die von der Krise besonders stark gebeutelt wird. Ähnlich geht es: 

  • Luxusgüterherstellern 
  • Hotelkonzernen 
  • Luftfahrtunternehmen. 

Branchen, die in der aktuellen Krise extrem leiden – und deren Geschäft mitunter auf null zurückgefahren ist. 

Auf der anderen Seite gibt es immer noch Unternehmen, an denen die Krise bisher fast ohne Auswirkungen vorbeigeht. Gerade viele Online-Händler erfreuen sich aktuell eines Nachfragebooms. Blind kaufen wäre aber in jedem Fall ein Fehler. 

Als Anleger Geduld haben

Aktuell schauen nicht nur Einsteiger gebannt auf die Märkte. Wer als Unternehmer in den letzten Jahren an den Börsen investiert hat, dürfte in den letzten Wochen unruhige Nächte erlebt haben. Analysten geben derzeit den Tipp, eher Ruhe zu bewahren – und sich in Geduld zu üben. Die Kurse sind abgestürzt und es droht eine Rezession für die erste Jahreshälfte. 

Aber: An den Börsen wird sich früher oder später wieder eine Gegenbewegung bemerkbar machen. Weitsichtige Experten rechnen damit, dass die Kurse wieder anziehen werden. Wann die Korrektur nach oben kommt und wie schnell die dramatischen Verluste der Corona-Krise wieder aufgeholt sind, wird natürlich kein Experte im Detail voraussehen können. 

Welche Aktien haben aktuell Potenzial?

Gibt es Aktien, die gerade besonders interessant erscheinen – und für die in nächster Zeit wieder mit einem Kursanstieg zu rechnen ist? In der Krise performen beispielsweise die Aktien von Pharmaunternehmen recht gut. Hier lohnt sich beispielsweise der Blick auf Firmen, welche in den letzten Wochen Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs gemeldet haben. Oder welche Arzneimittel herstellen, bei denen eine eventuelle Wirkung gegen das Coronavirus vermutet wird. 

Dazu gehören beispielsweise Gilead Sciences oder Bayer. Aber auch größere Autovermieter können mit ins Portfolio wandern. Auf lange Sicht ist gerade bei den weltgrößten Konzernen wie Xiaomi nicht damit zu rechnen, dass sie in der Krise untergehen. Es dürfte turbulent werden, nach dem Ende der Krise kann es aber auch sehr schnell wieder nach oben gehen. 

Fazit: Corona-Krise als Chance begreifen

In den Wochen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben die Börsen massive Kursverluste verzeichnet. Ein Kursrutsch von circa 25 Prozent – für die jüngste Wirtschaftsgeschichte eine beispiellose Entwicklung. Also als Unternehmer die Finger von Wertpapieren lassen? Das kann man auch anders sehen: Es zeichnet sich ab, dass die Kurskorrekturen nach unten den Einstieg lohnenswert machen – wenn auf die richtigen Aktien gesetzt wird. Übereilte und unüberlegte Investitionen sollten Unternehmer jedoch vermeiden.


Bildquelle: Markus Spiske / Unsplash.com

Bildquelle: Robert Anasch / Unsplash.com


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