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Agiles Arbeiten: Mit dem geschäftlichen Umfeld wachsen

In der modernen Arbeitswelt sind starre Hierarchien, feste Projektabläufe und langfristig fixe Planungen ein immer größeres Hindernis für unternehmerisches Weiterkommen. Heutzutage ist es erforderlich, sich stetig an veränderte Umstände auf dem Markt, neue Kundenwünsche und die Bedarfe von Mitarbeitern anzupassen. Agiles Arbeiten kann hier der Schlüssel zum Erfolg sein. Wir zeigen, wann dies der Fall ist.

Agilität im unternehmerischen Kontext

Agilität steht für die Fähigkeit eines Unternehmens, schnell und unbürokratisch auf marktverändernde Umstände reagieren zu können. Arbeitsmethoden und Prozesse sind agil gestaltet, sodass die stetige Anpassung an den Markt nicht zu Wettbewerbsnachteilen führt. Im Gegenteil: Durch größtmögliche Agilität sind Unternehmer imstande, vor ihren weniger agilen Mitbewerbern zu handeln. 

Wachstum, Volatilität und Unübersichtlichkeit des Marktes führen dazu, dass Unternehmer schnell reagieren müssen. Das ist zum Beispiel bei Kundenwünschen der Fall: Durch einen neuen Trend sind Softwareentwickler nicht selten von heute auf morgen mit völlig neuen Aufträgen konfrontiert. Können sie nicht zeitnah reagieren, gehen ihnen Kunden verloren. 

Starre Hierarchien und feste Prozesse – die Hindernisse von agilem Arbeiten

Agiles Arbeiten steht im Wesentlichen dafür, spontan handeln und sich flexibel anpassen zu können. Die Agilität eines Unternehmens wird daher durch bestimmte Abläufe und Prozesse eingeschränkt, die mit Blick auf die Zukunft vermieden werden sollten. Dazu gehören: 

  • Feste Hierarchien: Besonders große Unternehmen und Konzerne können durch starre hierarchische Abläufe schlecht auf spontane Veränderungen reagieren. Denn: Bis eine Entscheidung über alle Instanzen getroffen werden kann, vergeht deutlich zu viel Zeit. 
  • Starre Prozessabläufe: Gibt es für Prozesse einen festen Ablauf, der sich nicht ohne viel (Zeit-) Aufwand verändern lässt, bremst er das Unternehmen aus. Besonders problematisch ist dieser Punkt in Industriebetrieben und bei der Zusammenarbeit mit wenig anpassungsfähigen externen Firmen.
  • Unflexible Mitarbeiter: Auch „festgefahrene“ Kolleginnen und Kollegen können ein Hindernis für agiles Arbeiten sein. Maximale Agilität können Unternehmer daher nur gewährleisten, wenn jeder Mitarbeiter mit den damit verbundenen Abläufen einverstanden ist. 

Tipp: Für agile Teams sind die Zusammenarbeit der einzelnen Mitarbeiter und die Bindung an das Unternehmen von grundlegender Bedeutung. Schon mit ausgewählten Werbegeschenken sorgen Unternehmer für eine Identifikation ihrer Kolleginnen und Kollegen mit der Firma und geben Kunden gleichzeitig einen Anreiz für die Zusammenarbeit. Die für verschiedenste Stellen wichtigen Werbemitteltrends 2020 können Sie der folgenden Infografik entnehmen.

Agilität in der Praxis: Voraussetzungen und Eckpfeiler

Vor der Einführung agilen Arbeitens sollten Unternehmer evaluieren, ob es in ihrem Fall eine adäquate Möglichkeit der Flexibilisierung ist. Denn – und das ist die wichtigste Grundlage der Planung: Stellt sich agiles Arbeiten von Beginn an als wenig sinnvoll oder nicht umsetzbar heraus, sind die Strategien für das Unternehmen nicht geeignet. Entscheiden sich Unternehmer hingegen für die wohl flexibelste Gestaltung von Prozessen, sind die folgenden sechs Eckpfeiler von immenser Bedeutung. 

1. Passender Spirit aller Teammitglieder

Ein agiles Team muss aus Mitarbeitern bestehen, die Freude an der Mitgestaltung von Prozessen, Veränderung und steigender Verantwortung haben. Agiles Arbeiten setzt unter anderem auf die Abflachung von Hierarchien, wozu die Kollegen bereit sein müssen. Wer sich durch die Agilität unter Druck gesetzt fühlt und nicht hinter den Zielen des Teams steht, muss früher oder später ausscheiden. 

2. Feste Ziele und Leitgedanken

Alle Mitglieder eines agilen Teams müssen ein gemeinsames Ziel vor Augen haben und sich mit ihm identifizieren können. Wenn nicht jeder Mitarbeiter weiß, auf was er hinarbeitet, versinkt die Arbeit des Teams früher oder später im Chaos. Das Modell der Agilität gewährt viel Freiheit und Gestaltungsspielraum, überlässt Ziele und Aufgaben aber nicht dem Zufall. Stattdessen weiß jeder, was er im Team zu tun hat. 

3. Agiles Arbeiten in Abschnitten

Die regelmäßige Begutachtung der Arbeit einzelner Teams steht beim agilen Arbeiten im Mittelpunkt. Ein Projekt wird daher nicht als „eine Aufgabe“ betrachtet, sondern in mehrere Arbeitsabschnitte unterteilt, für die wiederum die einzelnen Teams zuständig sind. Die Schritte werden regelmäßig in Feedback-Runden analysiert. Dabei müssen alle Beteiligten eingebunden werden: 

  • Der Kunde nimmt Stellung zur bisherigen Leistung und bringt Verbesserungs- oder Veränderungswünsche ein. 
  • Der einzelne Mitarbeiter geht auf seine Kollegen und den Kunden ein. 
  • Teamleiter und Vorgesetzte tragen das Feedback zusammen und geben es an ihre Teams weiter. 

Agile Arbeit ist ein empirischer, sich durch regelmäßiges Feedback weiterentwickelnder Prozess. Der Austausch zwischen den einzelnen Teams und deren Zusammenarbeit ist unverzichtbar, da die Kollegen sonst Gefahr laufen, aneinander vorbei zu arbeiten. Besprechungen oder Meetings müssen in modernen Unternehmen dabei allerdings nicht zwingend immer zu festen Terminen in Besprechungsräumen erfolgen. Digitale Kanäle ermöglichen es, deutlich schneller zu agieren. 

4. Der Kunde steht bei agilen Arbeitsmethoden im Fokus

Durch die Projektabschnitte haben agil arbeitende Unternehmen bereits in frühen Stadien der Projektentwicklung die Möglichkeit, den Kunden einzubeziehen und die bisherigen Arbeitsergebnisse (etwa Prototypen) zu präsentieren. Kundenwünsche stehen immer im Fokus, sollten genauestens analysiert und schnellstmöglich umgesetzt werden. Die agile Arbeit ist immer kundenorientiert, dieser wird in jede wichtige Entscheidung einbezogen. 

5. Die Teams entscheiden selbst

Wir vergleichen das agile Arbeitskonzept mit einer Straße und ihren Leitplanken: Die Teams handeln grundsätzlich autonom und treffen alle relevanten Entscheidungen selbst, die Projektziele bilden dabei aber die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Mit dieser Entscheidungsfreiheit geht eine steigende Verantwortung jedes Teammitglieds einher. Wichtig sind vor allem folgende Punkte: 

  • Alle nötigen Ressourcen müssen im Team vorhanden sein. Offene Fragen, vor allem fachlicher Natur, sollten ohne externe Hilfe geklärt werden. 
  • Eine Größe von fünf bis acht Personen gilt für agiles Arbeiten als ideal. Mit weniger Mitgliedern fehlt es möglicherweise an Ressourcen, zu viele Mitarbeiter sorgen hingegen für Meinungsverschiedenheiten. 

6. Jeder leistet beim agilen Arbeiten seinen Beitrag

Für eine agile Arbeitsweise ist es elementar, dass jeder einen messbaren Wertbeitrag leistet. Das bedeutet im Kern: 

  • Feste Aufgabenbereiche für jedes Team und jeden Mitarbeiter. 
  • Wertfreie, nicht notwendige Tätigkeiten werden unterlassen. 
  • Konsequente Priorisierung von Aufgaben. 

Beim agilen Arbeiten geht es darum, smarter zu arbeiten. Es ist daher unverzichtbar, dass Mitarbeiter weder zu viel noch zu wenig arbeiten und sich exakt auf ihre Aufgaben konzentrieren. Das erfordert die Disziplin jedes einzelnen Kollegen. 

Fazit: Agiles Arbeiten – mit Flexibilität und Verantwortung zum Erfolg

Agiles Arbeiten erfordert eine detaillierte Aufgabenverteilung, fachliche Kompetenz und die enge Vernetzung zwischen Kunde, Unternehmen und den Teams selbst. Eigenverantwortung, flache Hierarchien und ein klares Ziel vor Augen sind weitere Voraussetzungen für Agilität im Betrieb. Stehen die wichtigsten Eckpfeiler, steht der Einführung agiler Arbeitsmethoden nichts mehr im Wege. Unternehmer werden bei konsequenter Umsetzung schnell feststellen, dass sich eine Vielzahl positiver Auswirkungen für den eigenen Betrieb ergeben.


Bildquelle: pixabay.com / jmexclusives

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