Vertragsanfechtung im Franchise-Glossar

Herr Martin Niklas ist Rechtsanwalt und hat sich auch auf Rechtsfragen im Zusammenhang mit Franchising spezialisiert. In diesem Video geht er auf das Thema der Vertragsanfechtung ein.

Er betont, dass nach deutschem Recht generell ein Vertrag für beide Seiten Gültigkeit haben muss. Es gibt jedoch Ausnahmen, zum Beispiel wenn sich einer der beiden Vertragspartner getäuscht hat. Dann kann man einen Vertrag anfechten.

Im Franchising spielt vor allem die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung eine Rolle. Dann wurde ein Vertragspartner über wesentliche Details getäuscht, die ihn dann zur Vertragsunterzeichnung bewegt haben. Sollte dem vor Gericht stattgegeben werden, dann wird der Fall so behandelt, als wäre der Vertrag nie abgeschlossen worden. Alle bis dahin erbrachten Vertragsleistungen müssen rückabgewickelt werden und der Franchisenehmer kann evtl. noch Schadenersatzansprüche geltend machen. Umso wichtiger ist es für Franchise-Geber, ihren vorvertraglichen Aufklärungspflichten gewissenhaft nachzukommen, so Niklas in diesem Video.

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