Einnahmeüberschussrechnung (EÜR) im Franchise-Glossar

Die Einnahmeüberschussrechnung, die auch gerne mit EÜR abgekürzt wird, ist die einfachste Form der Gewinnermittlung, so Reinhard Wingral von der Gobal Franchise AG in diesem Video.

Die rechtliche Grundlage für die Einnahmeüberschussrechnung ist im Einkommenssteuergesetz verankert. Das Prinzip der EÜR ist ein einfaches Zufluss- und Abflussprinzip: Erst wenn eine Rechnung tatsächlich von einem Kunden bezahlt wird, dann wird dies für die Gewinnermittlung und steuerlich relevant. Gleiches gilt für die Kosten: es gibt keine Buchung für Rückstellungen, etc., wie man es aus Bilanzen kennte, so Wingral im Video.

Achtung ist geboten, wenn hohe Gewinne erzielt werden. Denn der Gesetzgeber hat hier Grenzen gesetzt. Der Jahresumsatz darf 500.000 Euro bzw. der Gewinn 50.000 Euro pro Jahr nicht überschreiten. Sollte dies geschehen, kann man diese vereinfachte Form der Abrechnung nicht mehr verwenden.

Auch Kapitalgesellschaften dürfen die Einnahmeüberschussrechnung nicht anwenden. Die EÜR ist ein flexibles und kostengünstiges Instrument zur Gewinnermittlung. Freiberufler können die Gewinn-Grenzen sogar überschreiten und müssen trotzdem nicht bilanzieren, so Wingral in diesem Video-Statement.

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