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4/24/2018

Die Corporate Identity steht bei einer Messe im Fokus

Im Franchise-Glossar gibt es bereits umfangreiche Definitionen zum Look and Feel eines Unternehmens: zur Corporate Identity. Dabei zeigt sich bereits: Die Corporate Identity eines Unternehmens umfasst weit mehr als „nur“ ein einheitliches Erscheinungsbild, das Corporate Design. Natürlich müssen Franchise-Geber und Franchise-Nehmer ein einheitliches Corporate Design verwenden. Corporate Identity beschreibt den kompletten Außenauftritt des Unternehmens, aber auch seinen Verhaltenskodex Dritten gegenüber, die Grundlinien der Unternehmenskommunikation und die Grundzüge der Unternehmensphilosophie. In der Unternehmenspraxis gibt es einen Ort bzw. einen Anlass, zu dem das Corporate Identity präsentiert wird wie selten an anderer Stelle. Die Rede ist von einer Messe. Wer sich als Unternehmen auf einer Fachmesse präsentiert, steht dort im besten Fall mit einer rundherum stimmigen Corporate Identity. Wie das im Detail funktionieren kann, zeigt dieser Beitrag.

 

Abbildung 1: Die Gestaltung des Messestands ist nur ein Teil der Vorbereitungen. Neben der Konzeption geht es vor allem darum, die stimmige Corporate Identity in allen Facetten vorzustellen.

 

 

Das Corporate Design am Messestand

Dass das Corporate Design der Grundbaustein für einen ansprechenden Messestand ist, das weiß jeder Unternehmer. Schwierig wird es dann vor allem in der praktischen Umsetzung, denn: Vor allem die Dimensionen eines großen Messestandes können mitunter eine Herausforderung für den Grafiker sein. Hinzu kommt die planerische Herausforderung, dass nicht nur der Messestand und seine Beschriftung wirken soll, sondern der komplette Auftritt möglichst gut beim Kunden ankommen sollte.

Unterschieden wird – rein architektonisch – in einen Reihenstand, einen Eckstand, einen Kopfstand und einen Blockstand. Der Grundaufbau ist dabei immer ähnlich: Im Rücken des Standpersonals stehen (1) die selbstgestalteten Messestandwände oder (2) eben lediglich weiße Wände des Veranstalters. Professioneller und hochwertiger wirkt ein selbstgestalteter Messestand. Günstiger ist es, Rollups vor eine weiße Veranstalterwand zu stellen.

Wer auf Variante 1 setzt, dem kann die Anschaffung eines flexiblen Messestands empfohlen werden. Faltwand oder Faltdisplay sind dabei die unspektakulärste Variante. Ein kompletter Messestand besteht aus einer Unterkonstruktion, die meist ohne Werkzeug zu verschrauben ist und diversen Bannern und Planen, die – idealerweise möglichst variabel – eingesetzt werden können.

Tipp zur Umsetzung des Corporate Designs am Messestand: Das Grundkonstrukt des Messestands, also das, was in der Praxis die kahle Wand des Ausstellers verdeckt, muss die Unternehmensfarbe, das Logo und den unternehmerischen USP abdecken. Die Kernkompetenz des Unternehmens sollte der Eyecatcher sein. Ist der Messestand groß genug, ist auf Rollups und Bannerdisplays, an Leuchtkästen und auf Kundenstoppern Platz, um das spezielle Messethema aufzugreifen.

 

 

Das Corporate Behaviour am Messestand

Das Corporate Behaviour zeigt sich im Umgang. Gemeint ist dabei der Umgang untereinander sowie Dritten gegenüber. Für diejenigen, die als Standpersonal eingeteilt sind, ist es zwingend erforderlich, das Handbuch zum Corporate Behaviour im Vorfeld noch einmal zu studieren. Vielleicht hilft es auch, sich im Vorfeld zur Messe speziell für eine professionelle und zielführende Franchisenehmer-Akquise ausbilden zu lassen. Wer verinnerlicht hat, wie das Unternehmen sich gegenüber Mitbewerbern, Geschäftspartnern, Lieferanten, Mitarbeitern und Kunden positioniert, strahlt dies auch am Messestand aus. Daneben zählen auch soziales Engagement sowie Initiativen für den Standort zum Corporate Behaviour. Franchisegeber, die beispielsweise Franchisenehmer für sich gewinnen möchten, können auf diese Weise Glaubwürdigkeit und Professionalität ausstrahlen.

Tipps zur Umsetzung des Corporate Behaviour am Messestand: Ein Workshop, ein Seminar oder zumindest eine ausführliche Briefing-Runde für das künftige Standpersonal ist für einen professionellen Messeauftritt das A und O. Wer die Ansprüche an das Corporate Behaviour verinnerlicht hat, kann sich um diese Kernaufgaben des Messestandpersonals kümmern:

 

  1. Fremde Menschen zu kontaktieren, ist eine menschliche und fachliche Herausforderung. Nur wenn spezielle Messetermine vereinbart werden, ist eine Vorbereitung auf das Gespräch möglich. Ansonsten hilft es, sich einen Leitfaden anzulegen, um herauszufinden, ob der Gesprächspartner als Mitbewerber, Geschäftspartner, Lieferant oder Kunde agiert. Soll beispielsweise ein Franchisenehmer akquiriert werden, muss das Gespräch ganz anders aufgebaut werden als ein Gespräch mit einem potentiellen Kunden.
  2. Egal welche Intention der Gesprächspartner hatte, um den Messestand aufzusuchen – eine fundierte Dokumentation des Gesprächs ist in jedem Fall wichtig für die Nachbereitung der Messe. Geschäftspartner und Kunden wünschen sich vielleicht ein Angebot, Lieferanten einen Gesprächstermin im Betrieb und Mitbewerber sollten kritisch beobachtet werden.

 

 

Die Corporate Communication auf der Messe

Die Corporate Communication auf einer Messe ist nicht begrenzt auf den eigentlichen Messestand. Natürlich ist dieser das Aushängeschild des Unternehmens, quasi die Visitenkarte in XXL-Format. Allerdings ist das nur ein Teil der Corporate Communication, die auf einer Messe passiert.

Tipps zur Umsetzung der Corporate Communication auf einer Messe:

 

  • Ausstellerinfos. Bereits im Vorfeld werden Unternehmen, die ausstellen, dazu aufgefordert, Ausstellerinfos zusammenzustellen. Bereits hier beginnt die Corporate Communication. Wording, Logo, Farbgebung und andere Richtlinien der Corporate Identity müssen passen.
  • Einladungen. Wer einen möglichst großen Erfolg aus einem Messeauftritt erhalten möchte, sollte als Unternehmen im Vorfeld gezielt Einladungen verschicken. Ein Newsletter sowie diverse Social Media Kanäle helfen dabei, entweder eine bestimmte Kontaktgruppe (via Newsletter) oder alle Interessierten via Social Media einzuladen.
  • Infomaterial. Das Infomaterial, das Interessenten am Messestand ausgehändigt wird, hält sich in punkto Gestaltung an die Layout-Richtlinien (Corporate Design) und hält immer eine Passage zur Corporate Philosophy des Unternehmens bereit. Firmenkultur und Unternehmensphilosophie werden für Kunden ebenso wie für interessierte Fachkräfte zunehmend häufiger zum Entscheidungskriterium.
  • Standpersonal. Einmal mehr geht es ums Standpersonal und zwar mit Blick auf die Außenwirkung. Ansprechende Standoutfits, die Seriosität ausstrahlen und eine optische Verbindung zur Corporate Identity schaffen, kommen an.

 

 

Fazit

Sind die Vorgaben bezüglich der Corporate Identity erfüllt, stellt sich je nach Unternehmen natürlich auch noch die Frage, welche Messe die richtige Plattform für das jeweilige Unternehmen darstellt. Spezielle Franchisemessen bringen Franchise-Geber, Franchise-Nehmer sowie Franchise-Interessierte zusammen. Zukünftige Existenzgründer, die an einer Franchise interessiert sind, bekommen hier die nötigen Infos, während Franchise-Geber die nötigen Kontakte knüpfen können, wenn Sie auf der Suche nach Franchise-Nehmern sind.

 

Abbildung 1: pixabay.com © zuolong (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © ermakovasve (CC0 Public Domain)

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