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6/4/2004

Chatprotokoll: Auslandsexpansion, Systemanpassung und Rekrutierung

SYNCON International Franchise Consultants

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Liebe Chat - Teilnehmer, an diesem verregneten Freitag freue ich mich auf zahlreiche Fragen von Ihnen.Ihre Franchiseberaterin der SYNCON Gruppe, Waltraud Martius

Leser:Guten Morgen Frau Martius, können Sie mir bitte sagen, wo ich Marktinformationen zu den osteuropäischen Beitrittsländern erhalte? Die Anfrage bei den Franchise-Verbänden brachte keine verwendbaren Ergebnisse.

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Generell sind schon die Verbände die richtigen Ansprechpartner, haben Sie die aktuelle Liste?? Finden sie unter www.franchise.at unter interessante links. SIe bekommen gute Informationen von Ungarn und Tschechien, diese Verbände sind schon sehr gut aufgestellt. Weitere gute Informationen bekommen sie auch über die IHKS bzw. WK in den entsprechenden Ländern.

Leser:Guten Morgen! In Warschau findet in zwei Wochen eine Franchise-Messe statt. Wissen Sie zufällig, wieviele Aussteller und Besucher dort erwartet werden ?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Die konkreten Zahlen kenne ich nicht, erfahrungsgemäss sind in den ersten Jahren immer sehr wenig Aussteller aber in der Relation dazu sehr viele Besucher, obwohl natürlich das Thema der Selbstständigkeit noch kein grosses ist in den neuen EU - Ländern. Haben Sie schon beim polnoschen Franchiseverband nachgesehen??? und nachgefragt, Links siehe Antwort oberhalb.

Leser:Guten Morgen Frau Waltraud Martius, ich habe eine Frage zum Thema: Gebühren des Franchise-Nehmers: Es gibt ja die drei bekannten Gebühren Eintrittsgebühr (Einmalig), Werbegebühr (laufend) und Lizenzgebühren (laufend). Ist es möglich anstatt der laufenden Lizenzgebühren einen Aufschlag auf die von der Systemzentrale gelieferten Waren zu nehmen. Ich habe gelesen, dass dies durchaus möglich ist, in welcher Höhe bewegt sich das in der Regel dieser Aufschlag (in % vom Wareneinkaufswert)? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:J das ist möglich. Sollte jedoch transpaerent sein, da sonst immer der Vergleich mit den EK preisen vergleichbarer Preise erfolgt. Ich empfehle nach wie vor eine laufende Franchisegebühr vom VK - Netto Umsatz, da diese % - Zahl dann auch dem Systemvergleich mit anderen Systemen stand hält und sie nicht immer erklären müssen, dass in ihrem VK - Preisen auch die Leistungen der Zentrale einkalkuliert sind. Und was bekanntlich nichts kostet ist nichts wert. Die Höhe legen sie wiederum ausgehend von der % - Zahl fest die sie vom Netto - VK Umsatz verlangen würden, wahrscheinlich zwischen 2 und 4 %???? (abhängig von ihrem System - da müsste ich noch mehr wissen dazu) und entsprechend der Kalkulation zurückgerechnet auf EK. Ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt. sonst bitte um weitere Fragen.

Leser:hallo an alle, welches der neuen eu-länder sollten deutsche franchisegeber mit priorität angehen

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:das hängt von ihrer Branche ab in der Sie tätig sind, denn in erster Linie müssen sie sich fragen, was der neue makrt schon bereit ist aufzunehmen und was dort an Marktbedürfnissen vorhanden ist, denn die Märkte sind eben unterschiedlich entwickelt. Sehr gut ist zb. Slovenien, da sind viele schon erfolgreich tätig. Und natürlich Ungarn und Tschechien, aber da gibt es eben auch shon mehr Wettbewerb. In welcher Branche sind Sie????

Leser:Danke für die Antwort. Zypern soll mit dem EU-Beitritt für Unternehmensgründungen aufgrund der niedrigen Steuern hochinteressant sein. Ist Ihnen der dortige Franchise-Markt bekannt?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Ja, Zypern ist ein guter Standort, es gibt bereits vereinzelt Franchisesysteme, die dort outlets haben, zb. Segafredo. Das Franchising an sich ist aber sehr jung und noch nicht sehr bekannt. Meiner Meinung nach gibt es ja auch noch keine Franchiseverband. Aber mit viel Pionoergeist können sie dort sicherlich erfolgreich sein. Aber immer voraussgesetzt natürlich ihr Produkt bzw. ihre Dienstleistung hat einen Martkt in Zypern.

Leser:Wie ist die Akzeptanz deutscher Franchisesysteme in den osteuropäischen Ländern? Gibt es Resentiments seitens potentieller Partner aufgrund der jüngeren Geschichte? Mit welchen Marktforschungsinstituten in Polen, Tschechien und Ungarn gibt es bereits positive Erfahrungen?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Ich denke nicht, dass es noch grosse +Bedenken gibt, vorallendingen ist Franchising auch in den neuen EU Ländern ein Generationenthema und aus Gesprächen bei diversen Veranstaltungen in diesen Ländern kann ich ihnen mitteilen, dass diese Generation die Vergangenheit endlich ruhen lassen möchten. Es gibt in Österreich ein Markforschungsinstitut, dass in auch in den neuen Ländern helfen kann, die richtigen MAFO - Institute anzusprechen. Es ist dies die MARKET, Herr Dr. Beutelmayer, sie finden den Kontakt auf der www.syncon.de unter den Netzwerkpartnern, den Spezialisten.

Leser:im rahmen einer seminararbeit untersuche ich das bankenfranchising in deutschland ... obwohl ja 2000 die diskussion aufkam, die citibank würde franchising einführen, hat man bis heute nichts mehr davon gehört! woher kommt das ,immerhin ist die sache doch mittlerweile rechtlich abgesichert, oder?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Die rechtliche ABsicherung ist gegeben, einem Bankenfranchising würde nichts im Wege stehen, wie weit das Konzept der Citybank ist vermag ich nicht zu beantworten. Aber erfahrungsgemäss brauchen Franchisesysteme ein bis zwei Jahre bis diese am Markt sichtbar werden, denn zunächst muss ja das Konzept und die Franchiseleistungen entwickelt werden.

Leser:Guten Tag, welche Vorgehensweise empfehlen Sie bei der Suche nach Franchise-Nehmern in den Beitrittsländern?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Zunächst mal ist es sinvoll einen Gebietsentwicklungsplan für das jeweilige Land zu erstellen. Denn ist ist ein Unterschied ob Sie nur einige outlets oder viele errichten wollen, ob Ware geliefert werden muss oder sie "nur" ein Dienstleistungfranchising sind. Abhängig davon können sie dann die richtige Strategie entscheiden, es gibt 5 Arten der Auslandsexpansion. 1. Direktes Franchising 2. eigene Niederlassung 3. Joint Venture 4. Master 5. Area Developer Sie finden dazu einen detaillierten Vertrag auf www.syncon.de unter Archiv unter Vorträge: "Auslandsexpansion". Und wenn sie das ANforderungsprofil dann klar definiert haben und die Zielgruppen ihrer zukünftigen Partner festghelegt sind dann sind die besten Wege derzeit die in diesen Ländern stattfinden Veranstaltungen und Anzeigen in den passenden Medien. und die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Kammern und Franchisesverbänden und Franchiseberatern.

Leser:hallo, wir würden gern ein franchiseprojekt aus der arbeitslosigkeit heraus starten, wie man sich denken kann, fehlt uns das notwendige startkapital von rund 50.000 €. aus welchen öffentlichen töpfen wäre es möglich, etwas zu bekommen ? ist es möglich zu zweit 50.000 € aufzutreiben ?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Da sprechen Sie am besten mit Ihrem Franchisegeber, der sicherlich ein "Finanzierungspaket" für sie bereit hält. Ob sie zu zweit ein System betreiben können, hängt auch vom jeweiligen System ab. Generell gibt es gute Förderungsmöglichkeit, die aber von Alter, Branche und..... abhängen. Haben Sie denn schon ein konkretes Projekt im Auge???

Leser:Gibt es in Osteuropa bereits Erfahrungen mit Masterfranchising oder ist aufgrund der räumlichen Nähe der direkte Markteintritt vorzuziehen?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Das hängt davon ab, was für Sie räumliche Nähe ist, wieviel sie an Partnern errichten wollen, ob sie der Sprache mächtig sind usw. Generell gilt, dass je wichtiger das Land für sie ist und je mehr Partner sie etablieren möchten, umso sinnvoller ist die Errichtung einer eigenen Niederlassung oder Joint venture, ein 100 % Masterpartner ist zwar am anfang sehr verlockend, auf dauer aber oft problematisch (Henne / Ei). Sie auch Antwort zuvor zu den Arten der Auslandsexpansion.

Leser:in anderen Eu ländern, z.b. belgien wird das banken-franchising auch mit erfolg betrieben, ein konzept der citibank liegt also bereits vor. wissen sie, wie die lage in amerika ist. wie weit ist man dort mit dem banken-franchising? kennen sie jmd. der mir diese fragen beantworten kann, sofern sie es nicht können? DANKE!

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Ich habe derzeit keine aktuellen Informationen über die USA, am besten fragen sie direkt bei der IFA (USA Franchiseverband) nach. den link finden sie auf www.franchise.at

Leser:erlebnisgastronomie: essen-spiele-musik! mit welchen markteintrittsbarrieren und anderen schwierigkeiten ist in osteuropa zu rechnen?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Gastronomie ist sicherlich ein gutes Thema und da würde ich auch mit Direktfranchising beginnen, ihre Partner müüsen dann ihre Sprache sprechen oder beide gut englisch. Die jeweiligen Beschränkungen, die es eventuell gibt in Bezug auf ihre Branche, erhalten sie bei den Kammern.

Leser:Könnten Sie einige deutsche oder österreichische Franchisesysteme nennen, die in Osteuropa bereits erfolgreich tätig sind?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Portas, Obi, Jones, Palmers

Leser:antwort auf die finanzierungsfrage, wir haben ein sunpoint- studio im auge, wir kennen es, weil wir selbst dort als pauschalkräfte arbeiten. zahlt das AA eigentlich die förderung auch in einer summe aus für die ICH AG z.B. ? haben wir bei der IBB eine chance an geld zu kommen ?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Sonnenstudios sind nicht gerade die Zukunftsbranche in den Augen der Banken, es ist also wichtig, dass sie perfekt Unterlagen vorbereiten, ihr Franchisegeber ihnen perfekte wirtschaftliche Daten (umsatz-, kosten - und erfolgsplanung, investitionsplanung....) auch die der Pilotbetriebe und die Controllingdaten der anderen Franchisenehmer zur Verfügung stellt. DIe Details zu den AUszahlungsmodalitäten hängt von ihrer Person ab und können Sie direkt mit einer Bank besprechen. Und die können auch die Fördervarianten ausfindig machen, da es eben von der Branche und ihrer persönlichen Situation abhängt.

Leser:Wie sind die Prozesse in der Systemzentrale auf die Auslandsexpansion anzupassen?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Wie oben bereits beantwortet hängt auch dies ehr stark von der Art ab, wie sie ins Ausland gehen. Etablieren sie einen Master, so liegt die Betreuung der Partner und vorab das Finden der Partner auf der Seite des Masters. Dann übergen Sie ihr Know how und es ist Aufgabe des Masters das System auf den jeweiligen Auslandsmarkt anzupassen. Betreiben Sie direktes Franchising so ist ihre Systemzentrale auf die Erbringung der Servieleistungen für das jeweilige Land auszubauen. Konkret können die Prozesse also erst definiert werden, wenn die Strategie der Expansion fixiert ist.

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Vielen Dank für Ihre Antwort, ich habe noch einige weiterführende Fragen:

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:welche???

Leser:Können Sie in den neuen EU-Ländern den Kontakt zu Beratern und Anwälten vermitteln, die sich bereits auf Franchising spezialisiert haben?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Nicht in allen Ländern, aber in einigen haben sich bereits Berater und Anwälte etabliert. Welche Länder würden Sie den interessieren??

Leser:Wir erwägen einen Aufbau unseres Systems in Ungarn, benötigen dafür aber eine Rekrutierungsagentur. An wen kann ich mich wenden?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:An uns, wenn Sie mir über waltraud.martius@syncon.de oder at eine mail senden mit details zu ihrem system und was sie erwarten, dann sende ich ihnen die entsprechendnen Kontakte. Und der ungarische Franchiseverband kann ihnen auch eine Liste der Berater zusenden. Link zu allen Verbänden weltweit unter www.franchise.at

Leser:A: Ja das ist möglich. Sollte jedoch transparent sein, da sonst immer der Vergleich mit den EK preisen vergleichbarer Preise erfolgt. F: Sie meinen den Vergleich der EK Preis vergleibarer Produkte, seitens des Franchise Nehmers, die außerhalb des Systems erworben werden können?? - Muss ich als Franchise Geber die Zahlen der Systemzentrale transparent machen und an die Franchchise Nehmer kommunizieren. Sprich: Muss der Franchise Nehmer die EK Preise der Zentrale kennen + muss er den % Warenaufschlag kennen, oder reicht es aus hier nur den VK bzw. den EK der Franchise Nehmer zu kommunizieren? - Ist die Herausforderung der Zentrale nicht, über eine hohes Einkaufvolumen möglichst geringe EK Preise zu bekommen, diese dann über eine Gebühr (% Aufschlag auf Waren) an seine Franchise Nehmer weiterzugeben und damit immer noch günstiger zu sein als der Wettbewerb. Sprich: der Franchise Nehmer profitiert genauso wie die Systemzentrale. In diesem Fall würde die Systemzentrale neben der klassischen Rolle des Franchise Gebers auch als „Grosshändler“ auftreten, der die Waren an seine Franchise Geber vertreibt. Ist das prinzipiell möglich, oder wiederspricht das völlig dem Franchise Gedanken? A: Ich empfehle nach wie vor eine laufende Franchisegebühr vom VK - Netto Umsatz, F: beziehen sich laufende Gebühren nicht in der Regel auf den Bruttoumsatz?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Zu Frage 1: Ja ich meine die vergleichbaren EK preise ausserhalb ihres Systems, denn ich gehe davon aus, dass sie kein einzigartiges Produkt habenb, denn wer hat das heutzutage schon???? zu Frage 2: Transparenz ist rechtlich nicht notwendig, aber im Sinne einer fairen Partnerschaft oft sehr sinnvoll. Frage dazu: Haben Sie schon geklärt. ob sie mit ihren Produkten eine Bezugsbindung verlangen können???? zu Frage 3. ja natürlich ist der gemeinsame Einkauf eine wesentliche Leistung des Franchisegebers und die Partner sollten im System EK preise erhalten, die sie alleine nicht erreichen können, das ist Synergie. Und damit sie alle ihre weiteren Leistungen in ihrem Franchisepaket erbringen können, soll der FN eine VK - umsatzabhängige Gebühr bezahlen, sonst sind sie vielleicht auch zus ehr auf eine "Einkaufsvereinung" beschränkt. zu Frage 4: SIe können natürlich GH werden, aber es sollte nicht ihr Hauptaugenmerk sein, sondern der Verkauf, das Marketing usw. steht im Franchising im Vordergrund und wie gesagt das Thema der Bezugsbindung, auf das ich gerne später noch eingehe, wenn sie Fragen dazu haben. zu Frage 5: Franchisegebühren beziehen sich immer auf Netto, dh. VK umsatz ohne Mwst.

Leser:Auf Ihre Frage: Welches Land. Speziell Berater und Anwälte in Polen!

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:In Polen gibt es einen sehr guten Verband. Da können sie Infos einholen bei Frau Anna Charzynska und die Kontaktdaten bekommen Sie über ww.franchise.at.

Leser:Welche Branchen in den neuen EU-Ländern bieten ausländischen Franchisegebern besondere Chancen?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Das ist sicherlich von Land zu Land unterschiedlich, aber folgt man den Erfahrungen in den Ländern wie Ungarn, Tschechien oder Slovenien, dan ist das zunächst die Gastronomie und der textile Einzelhandel. Aber auch DIenstleistungen wie Sprachen, Vertriebstraining, Computertraining sind gefragte Bereiche.

Leser:Sind zusätzliche oder andere Betreuungsleistungen für die Franchisenehmer in den neuen EU-Ländern erforderlich?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Ja möglicherweise mehr Unterstützung am Start in Bezug auf die Unternehmensgründung und die wirtschaftliche Führung des Betriebes und sicherlich auch in Bezug auf Kundenorientierung.

Leser:Können Sie etwas näher auf das Thema Bezugsbindung eingehen? Was ist zu beachten, unter welchen Vorraussetzungen ist das möglich, wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen etc…?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Eine Bezugsbindung ist nur möglich, wenn ihre Produkte ausschliesslich von Ihnen zu beziehen sind, dh. Ihre Markenprodukte sind. Da Sie aber von GH sprechen habe ich die Vermutung, dass sie Waren in den Geschäften der Partner verkaufen werden, die der Partner nicht nur bei Ihnen bezeihen könnte, sondern auch woanders, z,b, bei einem anderen GH??? oder??? Dann können Sie ein rechtliche Bezugsbindung nicht im Vertrag aussprechen, sondern sind auf die freiwillige Bezugsbindung aufgrund der guten EK - Preise angewiesen. In meinem Buch. Franchising - die Königsklasse der Vertriebssystem (finden sie im syncon shop unter www.syncon.de) ist ein Kapitel diesem Thema gewidmet. Aber seien sie jetzt nicht unglücklich, das geht vielen Franchisesystemen so und das ist gut lösbar. Aber dann spricht natürlich auch diese Situation dafür, dass sie die Franchisegebühr vom VK - Umsatz nehmen.

Leser:Suche ich in Polen besser erst den geeigneten Partner und dann den passenden Standort oder doch umgekehrt? Kann ich die die Standortsuche dem künftigen Partner anvertrauen? Welche sprachlichen und kaufmännischen Kenntnisse kann ich inzwischen im ehemals sozialistischen Ostblock erwarten?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Es ist immer zuerst besser den Partner zu finden, da der Partner sie dann mit der Standortsuche auch unterstützen kann. Die jüngeren Generationen sprechen fast alle englisch und viele der älteren Generation in den ländern die an Deutschland/Österreich angrenzend sind noch deutsch. Aber ich denke es hängt vom Anforderungsprofil ab und der Zielgrupüpe, die sie ansprechen werden. In Bezug auf kaufmännische Fähigkeiten würde ich mir nicht zu viel erwarten, da ist sicherlich eine fundierte Schulung notwendig.

Leser:Was halten Sie von der Integration der Franchise-Thematik in große Handelsmessen? Geht es dort nicht unter?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Immer mehr Messen machen einen eigenen Bereich für Kooperations, - Lizenz - und Franchisesysteme. Jedenfalls sollte auf der Messe ihr Stand entsprechend gekennzeichnet sein und vielleicht sprechen sie auch mit der Messeleitung über die Möglichekti eines eigenen Bereiches und eigener Bewerbung und PR. Und es gibt auch eigene Franchisemessen, wo nur Franchisesysteme ausstellen oder eben entsprechende Franchiseveranstaltungen auf denen sie sich präsentieren können. z.B. Franhcisepark auf der Gewinnmesse in Wien in Österreich, oder die start oder newcome in Deutschland.

Leser:Verfolgen die Verbände weiterhin eine strenge Unterscheidung zwischen Franchising und Licensing oder wird man demnächst beide Vertriebsvarianten unter dem Franchise-Begriff subsumieren?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Nein es gibt nach wie vor eine strenge Trennung, da Franchising europa - und weltweit "rechtlich" definiert ist und es auch so bleiben soll.

Leser:Mit welchem Franchisesystem kann ich als Tschechin in mein Land zurückgehen und eine neue Existenz aufbauen?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Mit einem System das Produkte oder Dienstleistungen bietet, die in ihrem Land benötigt werden.

Leser:Wir gehen im Selektionsprozess der FN-Gewinnung von einer Abschlussquote von nur 1 Prozent aus. Ist das normale oder welche Maßnahmen empfehlen Sie?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Das ist leider normal, vorallendingen am Beginn eines Systems. Wir kennen die Quote 100 anfragen zu 10 Gesprächen und zu einem Vertragsabschluss. Trotzdem sollten sie einen Rekrutierungsmix einsetzen, dh. Kleinanzeigen, Presseberichte, eine perfekte Rekrutierungswebsite (siehe dazu shop unter www.syncon.de oder at), die FN börse der Franchiseverbände, Go franchise usw.

Leser:Ist die Abschlussquote bei der FN-Gewinnung in den neuen EU-Ländern höher oder niedriger als bei uns?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Dau gibt es noch keine Erfahrungen ausser in Ungarn, da ist sie annähernd gleich.

Leser:Inwieweit ist im Rahmen des Controlling und Bechmarking ein internationaler Vergleich zwischen Franchisenehmern sinnvoll?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Sie sollten ihr Controlling auf jeden fall so aufgebaut haben, dass es Einzelauswertungen zulässt und Gesamtvergleiche der Partner, jedoch auch nach Gruppen , d.h zb. die im Inland oder Ausland oder im 1, Jahr oder im 2. Jahr oder Stadt, Land.....

Leser:Hat die Marke in den ehemals kommunistischen Staaten die gleiche Bedeutung wie im Westen?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Ja ganz sicher, denn gerade das interessiert ja die menschen in diesen Ländern, schnell an diese Marken ("aus dem Westen" ranzukommen, Und es werden sich auch viele einheimische Marken etablieren und einheimische System entstehen, so wie bereits in Ungarn oder Tschechein oder Slovenien.

Leser:Ist mit einer bestehenden europäischen Marke automatisch der Schutz in den neuen EU-Ländern gewährleistet? Wie werden Kollisionen mit Markenrechten aus den Beitrittsländern gelöst?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Generell ja, aber es gibt Sonderregelungen je nach Ländern. Da dies ein juristische Frage ist, darf ich Sie bitten diese an einen Rechtsanwalt zu stellen, die Liste der Anwälte finden sie auch auf den websites des deutschen und österreichischen Franchiseverbandes. Oder ich leite die Frage gerne für sie an Dr. Flohr oder Dr. Petsche weiter. Das sind 2 der Franchiserechtsanwälte in D und Ö.

Leser:Es handelt sich um eigene Markenprodukte zum Teil aus eigener Herstellung, z.T. von anderen Herstellern zugekaufte aber entsprechenden mit der eigenen Marke gebranded. Ist eine Bezugsbindung für die Zugekauften Produkte aber entsprechend gebrandedten Produkte unter diesen Umständen dann auch möglich?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Ja, dann ist es kein Proplem. Und dann könnten sie auch wie z.b. Wolford oder Palmers ihre Franchisegebühr im Produkt einkalkuliert haben.

Leser:Vielen Dank, Sie haben mir sehr geholfen. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Fein, dass ich Ihnen helfen konnte, bei weiteren Fragen schicken Sie mir einfach eine mail an: waltraud.martius@syncon. de oder at. Wünsche Ihnen auch ein schönes Wochenende.

Leser:Rechnen Sie aufgrund des europäischen Einigungsprozesses mit einer beschleunigten Internationalisierung des Franchising?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Noch nicht in den nächsten 2 Jahren, denn es gibt in diesen Ländern intern noch viel zu tun, aber mittelfristig sicherlich.

Leser:Wird Österreich seine Rolle als Brückenkopf nach Osteuropa beibehalten? Wie würde dies gegebenenfalls im Franchising aussehen?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:In Österreich denkt man das schon, einige Franchisesysteme haben auch ihre Ost - und Zentraleuropa - Zentrale in Wien, Z.B. Mc. Donalds. Aufgrund der grossen Erweiterung könnten diese Zentralen aber auch sicherlich in anderen Ländern sitzen.

Leser:In einem früheren Chat sprachen Sie von der notwendigen Qualifizierung der Serviceleistungen einer Systemzentrale. Wo sehen Sie den größten Entwicklungsbedarf?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:In der professionellen Unterstützung mit marktgerechten Marketing - und Sales - Konzepten und Instrumenten, die dem FN dazu verhelfen innerhalb kürzester Zeit in seiner Region Platzhirsch zu werden. In professionellen Controlling - und Benchmarking - Instrumenten. In einem perfekten Extranet für die System - Kommunikation. In Rekturierungs - Instrumenten, wie z.b. Rekrutierungswebsite.

Leser:Sollten für die Auslandsexpansion gezielt ausländische Mitarbeiter in die Systemzentralen integriert werden? Wie ist die richtige Vorgehensweise?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Wenn Sie Direkt - Franchising betreiben wollen, ist das sicherlich eine sehr gute Möglichkeit die Kommunikation perfekt zu gestalten.

Leser:Gibt es im Rahmen der Verbandsaktivitäten irgendwelche formellen oder informellen Zusammentreffen international tätiger Franchisegeber?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Ja es gibt einmal im Jahr das Internationale Franchisesymposium in einem Land Europas. Details dazu erhalten Sie beim Europäischen Franchiseverband. link auf ww.franchise.at. und auf allen Veranstaltungen die in den jeweiligen Ländern stattfinden, wie z.B. nächste Woche in Berlin.

Leser:Verschlafen europäische Franchisegeber aufgrund der Öffnung osteuropäischer Märkte möglicherweise das viel größere asiatische Marktpotential? Herr Kirst machte im DFV-Newsletter auf die rasante Entwicklung der Franchise-Wirtschaft in China aufmerksam.

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Ja das könnte schon passieren, aber was sollen denn die armen FG noch alles tun??????? Und Asien ist gross, da ist in ein einigen Jahren auch noch Platz, aber Herr Kirst hat natürlich recht, da ist ein grosser Markt.

Leser:Im Rahmen dieses Chats war von den baltischen Ländern noch nicht die Rede. Eignen sich diese Länder nicht hervorragend als weiteres Sprungbrett nach Russland?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Das ist sicherlich eine gute Möglichkeit, wenn gleich ich den Eindruck unlängst bei einer Veranstaltung in Estland hatte, dass hier intern noch viel zu tun ist und die marktrelevanten Bereiche langsam angegangen werden, aber das Sprungbrett ist sicherlich gegeben.

Leser:Auf welche Weise finden wir Partner in den EU-Beitrittsländern, nachdem dort nur wenige für Franchising geeignete Internetportale und Magazine zu finden sind?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Das hängt von ihrer Branche, ihrem Anforderungsprofil an ihre Partner ab, auf jede fall wird auch das franchiseportal schon intensiv genützt und Herr Kessler gibt ihnen gerne Auskunft über die internationalen Möglichkeiten und ihre eigene Rekrutierungswebsite kann in den Ländern beworben werden (z.b. PR oder Kleinanzeigen die für die Zielgruppe relvanten Medien), die Site muss dann natürlich international sein.

Leser:Welche Unterstützung bieten Handelskammern und Wirtschaftsförderungsinstitute in den osteuropäischen Staaten?

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, von Handelsdelegationen, dh. gemeinsamen Reisen in diese Länder, Marktforschung oder Unterstützung dabei, bis hin zur Unterstützung von Beratungsleistungen. Am besten klären Sie das direkt bei ihrer zuständigen Kammer.

Waltraud MartiusFrau Waltraud Martius:Liebe Chatteilnehmer, ich hoffe, ich konnte alle Ihre Fragen zu ihrer Zufriedenheit beantworten. Schicken Sie mir einfach eine mail. Herzlichst und ein schönes Wochenende, ihre Waltraud Martius SYNCON International Franchise Consultants

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