12.06.2018

Wir liefern: Zwölf Lieferdienst-Franchise-Systeme für Pizza, Burger & Co. im Überblick

 

 

In der Lieferdienst-Branche konkurrieren zahlreiche Franchise-Systeme um die Gunst der Kunden. Zunehmend erweitern auch andere Gastronomie-Konzepte, die ihre Gäste bisher nur vor Ort versorgten, ihr Angebot um Liefer-Services. Der Hintergrund: Der Delivery- bzw. Außer-Haus-Markt boomt seit Jahren und soll auch in den kommenden Jahren weiter kräftig wachsen. Heute stellen wir Ihnen zwölf Delivery-Systeme vor, die Franchise-Gründern in Deutschland den Start in die Selbstständigkeit ermöglichen.

Pizza ist zwar noch immer der Inbegriff des Angebots vieler Lieferdienste. Aber längst stehen auch andere Speisen auf den Bestellkarten von Delivery-Konzepten. Das Angebot reicht von Pasta über Salate bis zu Fingerfood und Burgern. So wie heute zunehmend Fast Food- und Restaurant-Ketten ins Liefergeschäft drängen, bieten auch immer mehr Lieferservice-Franchise-Systeme Räumlichkeiten für den Vor-Ort-Verzehr. Zusätzliche Dynamik im Lieferdienst-Markt haben in den vergangenen Jahren Internetplattformen wie Lieferando, Foodora, Deliveroo oder Lieferheld gebracht, die praktisch jedem Gastronomiebetrieb eine Lieferoption eröffnen.

 

 

Weiterhin starkes Wachstum im Lieferdienst-Geschäft

Der Delivery-Markt wird sich laut Internetworld.de auch in den kommenden Jahren weiterhin stark entwickeln: Die Umsätze sollen sich in Deutschland im Bereich „Essens-Lieferung“ schon 2018 auf rund 3,6 Milliarden Euro belaufen. Das sind etwa 1,6 Milliarden mehr als noch vor zwei Jahren. Bis 2022 sollen es etwa 6,8 Milliarden Euro sein. Das wäre ein jährliches Plus in Höhe von rund 17,5 Prozent. Viel Potenzial also für Existenzgründer, die sich mit einem Lieferservice-Franchise-System selbstständig machen möchten. Vorsicht ist dennoch geboten: Denn am Lieferservicemarkt lassen sich aktuell nicht nur heftiger Wettbewerb und immer neue Akteure feststellen, sondern auch Konzentrationsprozesse, die zu großer Marktmacht einzelner Player führen. Prominentestes Beispiel lieferte in den vergangenen Jahren der Lieferdienst Domino’s, der zwar aus eigener Kraft in Deutschland nicht richtig Fuß fassen konnte, durch die Aufkäufe der Franchise-Systeme Joey’s Pizza und Hallo Pizza inzwischen aber zum Pizza-Lieferdienst-Marktführer aufgestiegen ist.

 

 

Viel Konkurrenz erfordert besonders genaues Hinsehen

Franchise-Gründer, die darüber nachdenken, sich mit einem Pizza-Lieferservice oder einem anderen Delivery-Konzept selbstständig zu machen, sollten sehr genau prüfen, wie das jeweilige Franchise-System im Vergleich zur Konkurrenz aufgestellt ist. Dazu gehört unter anderem der Blick aufs kulinarische Angebot, auf die zumindest lokale Markenbekanntheit, die Effizienz der Prozesse, die Marketing-Kompetenz, die Innovationskraft und die Wettbewerbssituation am geplanten Standort. Auch wenn große Lieferdienst-Ketten in der Regel mit hoher Markenbekanntheit und enormen Werbebudgets punkten können, sind kleinere Systeme einen genaueren Blick wert: Sie können zum Beispiel regional bereits viel Renommee haben oder sich mit ihrem Angebot – sei es auch nur in geschmacklicher oder qualitativer Hinsicht – von der Konkurrenz abheben. Zudem kann ein Blick auf Kundenbewertungen im Internet helfen, das jeweilige Konzept einzuschätzen.

 

 

Lieferdienst-System Mundfein Pizzawerkstatt

Mundfein Pizzawerkstatt wurde vor rund zehn Jahren gegründet. Heute zählt der Lieferservice 33 Pizzawerkstätten – vor allem im Norden Deutschlands (Stand: 6/2018). Bei Mundfein wird der Pizza-Hefeteig vor Ort zubereitet. Auch die Nudelgerichte, Salate, Soßen und Dips werden in jeder Pizzawerkstatt selbst hergestellt bzw. frisch zubereitet. Zugunsten der Qualität verzichtet das Unternehmen auf industrielle Vorproduktion und TK-Teig. Zur Entwicklung neuer Genüsse betriebt das Unternehmen zudem eine eigene Versuchsküche.

Weitere Informationen für Franchise-Gründer 

 

 

Franchise-System Mama Pizza

Seit 1991 gibt es Mama Pizza in München. Aktuell gibt es über 20 Standorte in Bayern (Stand: 6/2018), knapp die Hälfte davon befindet sich in der Landeshauptstadt. Auf der Speisekarte stehen längst nicht mehr nur Pizzas, sondern auch Salate, Burger, Fingerfood und Desserts. Im Unterschied zu den meisten anderen Franchise-Systemen verlangt Mama Pizza keine prozentual am Umsatz oder Gewinn orientierten Franchise-Gebühren. Alle Franchise-Nehmer zahlen dieselbe dreistellige Pauschale als Monatsbeitrag.

Mehr über das Franchise-Konzept von Mama Pizza

 

 

Selbstständig mit dem Liefer-Service World of Pizza (WOP)

World of Pizza (WOP) feiert 2018 sein 20-jähriges Bestehen. Das Unternehmen ist zurzeit mit insgesamt 13 Standorten in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen aktiv (Stand: 6/2018). Auch die WOP-Speisekarte hat mehr als zahlreiche Pizza-Variationen zu bieten. Bestellt werden können unter anderem auch Spare Ribs, Pasta, Burger, Salate und Dessert. Word of Pizza bietet Existenzgründern ganz unterschiedliche Wege zum eigenen Lieferdienst: Wer nicht direkt als selbstständiger Franchise-Partner starten kann oder will, kann auch als Azubi oder Mitarbeiter einsteigen und sich nach und nach zum Franchise-Partner entwickeln. Das Unternehmen unterstützt diesen Prozess aktiv. Es stehen zudem mehrere Shop-Konzepte zur Verfügung: vom einfachen Lieferdienst bis hin zum kombinierten Restaurantstandort.

Weitere Infos zum Franchise-Angebot von World of Pizza

 

 

 

Lieferdienst-Franchise-System Burgerme

Der Name legt es nahe: Im Mittelpunkt des kulinarischen Angebots dieses Franchise-Konzepts stehen Burger fast jeder Art – die rund 25 Variationen reichen von klassischen Ham- und Cheeseburgern bis zu Tex-Mex-, Gorgonzola- oder Veggie-Burgern. Aber auch Fingerfood wie Chicken-Wings und -Nuggets, zahlreiche Salate und Desserts stehen zur Auswahl. 2010 gegründet, gibt es Burgerme heute rund 40-mal in ganz Deutschland (Stand: 6/2018). Die meisten Stores liefern nicht nur, sondern bieten auch die Möglichkeit zur Abholung und zum Verzehr vor Ort. Seinen Franchise-Nehmern verspricht Burgerme neben umfassender Betreuung zum Beispiel auch Analysen des Marktpotenzials, Schulungen sowie Unterstützung bei Finanzierungsfragen und der Einrichtung des eigenen Burgerme-Stores.

Mehr Franchise-Infos zu Burgerme

 

 

Das Delivery-System Spare Rib Express

Auf Schälrippchen spezialisiert ist das aus den Niederlanden stammende Lieferdienst-System Spare Rib Express. Aber auch andere Fleisch- und Fischgerichte, Burger, Beilagen und Salate stehen auf der Speisekarte. 1992 gegründet, gibt es heute knapp 50 Standorte in den Niederlanden (Stand: 6/2018). Der erste deutsche Standort machte Mitte 2016 in Nürnberg auf. Anfang 2018 folgte in Saarbrücken ein zweiter Store. Seine Franchise-Nehmer unterstützt Spare Rib Express unter anderem in Sachen Standortsuche, Finanzierung und Schulung sowie in den Bereichen Marketing, IT, Finanzen und Produktion. Die Lieferung ist bei Spare Rib Express übrigens kostenfrei bzw. eingepreist.

Weitere Franchise-Infos

 

 

Selbstständig mit dem Lieferservice Call a Pizza

Gegründet wurde Call a Pizza im Jahr 1985 in München. Ein Jahr später machte sich der erste Franchise-Partner mit dem Delivery-Konzept selbstständig. 2014 feierte das Unternehmen, das heute seinen Hauptsitz in Berlin hat, die Eröffnung des 100. Standorts. Aktuell zählt das Franchise-Unternehmen etwa 105 Standorte (Stand: 6/2018). Neben Pizza bietet auch dieses Lieferdienst-Konzept seinen Kunden unter anderem Pasta-Gerichte, Burger, Salate und Fingerfood. Zudem zählen vegane und vegetarische Speisen zum Angebot.

Informationen zum Franchise-Konzept

 

 

Franchise-System Smiley’s Pizza

Auch Smiley’s Pizza zählt zu den Pionieren der Lieferdienst-Branche in Deutschland. Heute ist das 1988 gegründete Unternehmen gemeinsam mit seinen Franchise-Partnern an rund 60 Standorten aktiv (Stand: 6/2018). Selbstverständlich bietet Smiley's Pizza seinen Kunden ebenfalls mehr als zahlreiche Pizza-Variationen. Auch Pasta-, Chicken- und Auflauf-Gerichte, Croques und Wraps, Salate und Desserts zählen zum Angebot.

Zur Franchise-Website von Smiley’s Pizza

 

 

Franchise-Unternehmen Pizza Max

Mit gut 35 Standorten ist das 1990 gegründete Franchise-System Pizza Max zurzeit aktiv - vor allem in Hamburg (elfmal) und Berlin (über 20-mal), aber auch in Städten wie Lübeck, Kiel, Potsdam und Magdeburg (Stand: 6/2018). In der Hauptstadt feierte Pizza Max erst vor Kurzem eine Neueröffnung. Und auch Pizza Max bietet mehr als gebackene Fladen mit Belag, unter anderem Burger, Pasta und Salate.

Zur Franchise-Website von Pizza Max

 

 

Flying Pizza Franchising

Flying Pizza startete 1987 in Bremerhaven mit der Auslieferung von Pizzas. Heute zeigt das Franchise-System an rund 50 Standorten Präsenz (Stand: 6/2018). Das Angebot reicht vom Fladenrund über Pasta und Baguettes bis zu Rollos, Gratins und Salaten.

Zur Franchise-Website von Flying Pizza

 

 

Delivery-System Uno Pizza

Mit sechs Stores in Leipzig, fünf in Halle, drei in Magdeburg und einem in Merseburg ist Uno Pizza ausschließlich in Ostdeutschland vertreten (Stand: 6/2018). 1992 gegründet, arbeitet Uno Pizza seit rund fünf Jahren auch mit Franchise-Nehmern zusammen. Beim Angebot fokussiert Uno Pizza noch etwas mehr auf Pizza als mancher Konkurrent. Aber auch Gratins, Snacks wie Chicken Wings oder Kartoffelecken und Salate können geordert werden.

Zur Franchise-Website von Uno Pizza

 

 

Pizza-Franchise-System Stückwerk Pizzakultur

Auf 26 Standorte bringt es das 2007 gegründete Franchise-System Stückwerk (Stand: 6/2018). Das Unternehmen setzt bewusst auf die Kombination von Lieferdienst, Selbstabholung und den Verzehr in modernem Ambiente vor Ort. Stückwerk-Gründer Dietmar Fassbach war nach eigenen Angaben rund 20 Jahre in leitender Funktion bei einem der größten Pizza-Home-Delivery Anbieter Deutschlands tätig. Neben Pizza bietet Stückwerk seinen Kunden auch Pasta, Currys, Pfannengerichte und Salate.

Franchise-Informationen von Stückwerk Pizzakultur

 

 

Internationales Delivery-System Domino's Pizza

Zur Marktführerschaft gekauft hat sich inzwischen das aus den USA stammende Lieferdienst-Konzept Domino's Pizza: erst mit der Übernahme des damaligen Markführers Joey’s Pizza mit über 200 Stores im Jahr 2016, dann mit dem Kauf der Hallo Pizza GmbH im vergangenen Jahr mit weiteren 170 Standorten. Aus eigener Kraft hatte das Unternehmen trotz mehrerer Versuche nie so recht in Deutschland Fuß fassen können. Hinter der Domino's Pizza Deutschland GmbH steht ein Joint Venture der australischen Domino's Pizza Enterprises und der Domino's Pizza Group plc aus Großbritannien. Bis 2020 will das Unternehmen hierzulande auf 400 Standorte wachsen. Als längerfristiges Ziel spricht der internationale Delivery-Riese von 1.000 Standorten bundesweit.

Zur Franchise-Website von Domino's Pizza

 

 

 

Lieferdienst-Franchise-Konzepte im FranchisePORTAL entdecken

Neben diesen Delivery-Systemen gibt es noch weitere Franchise-Konzepte, die eine Existenzgründung in dieser Branche ermöglichen. Mit der Einkaufstour von Domino's Pizza und der dahinter stehenden Finanzkraft ist der Verdrängungswettbewerb im Bereich klassischer Pizza-Lieferdienste deutlich größer geworden. Weitere Konzentrationsprozesse sind nicht unwahrscheinlich. Kleinere Systeme, die sich hier behaupten wollen, werden noch mehr als bisher Profil zeigen müssen. Denn auf den ersten Blick ist bei vielen Delivery-Systemen nur wenige Unterscheidbarkeit gegeben. Wer eine Existenzgründung mit einen Delivery-Konzept plant, sollte daher bei der Auswahl des Franchise-Systems besonders genau hinsehen und insbesondere auch auf nicht ohne Weiteres kopierbare Alleinstellungsmerkmale achten.

Eine Übersicht von Delivery- bzw. Lieferservice-Franchise-Konzepten im FranchisePORTAL finden Sie hier.

 

 

11.6.2018 Copyright FranchisePORTAL

Bilder: Pixabay

 

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