16.11.2018

12 Burger-Franchise-Systeme im Überblick: Für Gründer, die brutzeln wollen

 

 

Seit Jahren machen Gastronomie-Konzepte, die ihren Gästen exquisite Burger-Kreationen bieten, Fast-Food-Riesen wie McDonald's und Burger King zunehmend Konkurrenz. Viele Burger-Restaurant- und Burger-Imbiss-Konzepte sind dabei als Franchise-Systeme aufgestellt und bieten Existenzgründern die Möglichkeit zum Start in die Selbstständigkeit. Der ganz große Burger-Hype scheint zwar vorbei. Doch diverse Systeme wachsen dennoch weiter und bieten interessante Chancen für Existenzgründer. Ein Überblick.

Wer sich als Franchise- oder Lizenz-Nehmer in der Gastronomie selbstständig machen will, hat viel Auswahl: Allein in der Virtuellen Franchise-Messe werben über 70 Gastronomie-Systeme für ihre Gründungsangebote. Besonders stark im Kommen sind seit einigen Jahren Burger-Konzepte, die auf spezielle Kreationen, hochwertige Zutaten oder auch auf vegetarische Varianten setzen. Die meisten der Burger-Konzepte, die auch Franchise-Lizenzen vergeben, sind bisher an nur wenigen Standorten vertreten. Solange Premium-Burger im Trend liegen, scheint eine Existenzgründung mit einem Burger-Restaurant-Franchisesystem interessant.

Doch die Kosten und Investitionen für eine Gründung in der Gastronomie sind hoch. Ein Erfolg des Unternehmens über mehrere Jahre hinweg ist in der Regel unerlässlich, damit sich die Gründung rechnet. Deshalb sollten potenzielle Franchise-Gründer sich nicht nur von den geschmacklich-qualitativen Vorteilen der Franchise-Angebote überzeugen, sondern auch die Flexibilität und Einzigartigkeit des Konzepts hinterfragen, falls sich der Burger-Trend früher und stärker als gedacht abschwächt. Auch die Systemgröße und die Markenbekanntheit können dann zu Faktoren werden, die den eigenen Franchise-Erfolg absichern

 

 

Bereits rund 65 Restaurants: Hans im Glück

Eines der ersten Franchise-Systeme, die hierzulande auf Premium-Burger setzten, war Hans im Glück. Bereits im Jahr 2010 eröffnete in München das erste Restaurant. Heute zählt Hans im Glück rund 65 Standorte im deutschsprachigen Raum, obwohl das Unternehmen Anfang 2016 einen Rückschlag hinnehmen musste und durch die Trennung von einem Groß-Franchise-Nehmer zwölf Standorte verlor. Hans im Glück-Restaurants bieten ihren Gästen eine große Auswahl an Gourmet-Burgern - auch vegetarische Burger. Zudem sind individuelle Kreationen möglich. Hinzu kommt ein umfangreiches Cocktail-Angebot, das gute Umsätze zu später Stunde sichern soll.

Weitere Informationen für Franchise-Gründer 

 

 

Burgerheart - ein Franchise-Konzept der Enchilada-Gruppe

Mit Burgerheart hat auch die Enchilada-Gruppe Ende 2015 ein Premium-Burger-Konzept in ihr Portfolio aufgenommen. Aktuell gibt es 13 Burgerheart-Restaurants (Stand: 11/2018). Auch Burgerheart setzt auf hohe Qualität, Variantenreichtum, frische Zutaten und vegetarische Burger. Zudem stehen BBQ-Gerichte wie Steaks, Salate und viele Beilagen auf der Speisekarte.

Mehr über das Franchise-Konzept von Burgerheart

 

 

Swing Kitchen - vegan, nicht nur für Veganer

Beim aus Österreich stammenden Gastronomie-System Swing Kitchen können die Gäste neben veganen Burgern auch tierproduktfreie Wraps, Nuggets, Salate, Desserts und Eiscreme genießen. Die Hauptzielgruppe sind dabei nicht nur Menschen, die sich rein vegetarisch oder vegan ernähren. Vielmehr schätzen die meisten Swing Kitchen Kunden einfach die Möglichkeit einer gesund-leckeren Burger-Alternative. Das Gastronomie-Konzept wurde vom ehemaligen Broker und Fondsmanager Charly Schillinger und seiner Frau Irene entwickelt. Das Gründerduo ernährt sich selbst seit vielen Jahren vegan und bietet auch im traditionsreichen Gasthaus Schillinger, in dem Charly Schillingers Vorfahren fast 200 Jahre lang klassische österreichische Gerichte gekocht haben, ausschließlich vegane Gerichte. Aktuell gibt es Swing Kitchen fünfmal in Österreich (Stand: 10/2018). Schon in Kürze wird das Franchise-System aber auch in Deutschland und der Schweiz erste Standorte eröffnen.

Weitere Infos zum Franchise-Angebot von Swing Kitchen

 

 

Burgerista - gleich stark in Deutschland und Österreich

Das Gastronomie-Franchise-System Burgerista wurde im Jahr 2012 in Österreich gegründet. Seit 2015 gibt es Burgerista auch in Deutschland. Inzwischen ist die Burger-Kette in beiden Ländern mit jeweils neun Restaurants vertreten (Stand: 11/2018). Burgerista legt großen Wert auf frische Zutaten. So wird zum Beispiel auch das Hackfleisch täglich frisch in den Stores hergestellt. Auch der Salat, die Tomaten und andere Zutaten werden mehrmals am Tag frisch geschnitten und die Saucen nach hauseigener Rezeptur selbst gemischt. Franchise-Partner von Burgerista müssen mindestens 5.000 Burger gegrillt haben, bevor sie Burger für die Gäste zubereiten dürfen. Dafür absolvieren sie unter anderem ein drei- bis vierwöchiges Training-on-the-Job. Von der Systemzentrale werden sie unter anderem in den Bereich IT, Finanzen, Personal, Marketing, Einkauf und Qualitätssicherung. Erwartet werden zum Beispiel unternehmerisches Denken und Handeln, gute regionale Marktkenntnis und eine „Hands on“-Mentalität.

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Franchise-System Burgerme - Lieferdienst mit Vor-Ort-Verzehr

Burgerme ist zwar primär ein Lieferdienstkonzept, doch an vielen Standorten können die rund 25 Burger-Variationen auch vor Ort genossen werden. Das Angebot reicht von klassischen Ham- und Cheeseburgern bis zu Tex-Mex-, Gorgonzola- oder Veggie-Burgern. Aber auch Fingerfood wie Chicken-Wings und -Nuggets, zahlreiche Salate und Desserts stehen auf der Speisekarte. Eigenen Angaben zufolge gibt es Burgerme aktuell über 50-mal in Deutschland (Stand: 11/2018). Seine Franchise-Partnern unterstützt das 2010 gegründete Unternehmen zum Beispiel mit Analysen des Marktpotenzials, Schulungen sowie bei Finanzierungsfragen und der Einrichtung des eigenen Burgerme-Stores.

Mehr Franchise-Infos zu Burgerme

 

 

Shiso Burger - die asiatische Variante

Das erste Shiso Burger Restaurant wurde im Jahr 2013 in Berlin eröffnet. Shiso Burger setzt auf ein Fusion-Food-Konzept aus Burgern und asiatischer Küche. Verwendet werden unter anderem Fleisch vom Wagyu- oder Angus-Rind, raffinierte Gewürze und asiatische Zutaten. Auch Burger mit Lachs, Garnelen oder Thunfisch können bestellt werden. Bei den vegetarischen Varianten kommen eingelegter Tofu und gegrillte Auberginen oder auch der Portobello-Pilz zum Einsatz. Zudem hat Sisho Burger-Klassiker wie Ham- und Cheeseburger im Angebot. Die Bestellungen werden in einer offenen Küche direkt vor den Augen der Kunden zubereitet. Sisho Burger gibt es derzeit zweimal in Berlin, je einmal in Hamburg, Paris und Malmö. (Stand: 11/2018)

Mehr Franchise-Infos zu Shiso Burger

 

 

Jamy's Burger - Burger für "Connaisseure"

Jamy's Burger wurde 2014 in Frankfurt am Main gegründet. Heute gibt es das Burger-Konzept zweimal in der Mainmetropole und je einmal in Darmstadt und Mannheim (Stand: 11/2018). In kulinarischer Hinsicht setzt Jamy's Burger auf "Klassiker der Burger-Kultur". Dafür verwendet Jamy's Burger unter anderem frisches Angus-Rindfleisch, Hähnchenbrust-Filet und - bei der vegetarischen Burger-Variante - frittierte Portobello-Riesenpilze. Auch Salate, Süßkartoffel-Fries und hausgemachte Limonaden stehen auf der Speisekarte. Auf Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker wird gänzlich verzichtet. Als Franchise-Nehmer sucht das Unternehmen "Individualisten", die ihr Restaurant "mit Leidenschaft und Charisma führen".

Weitere Franchise-Infos

 

 

US-System Bareburger - Elch oder Bison?

Das 2009 in den USA gegründete Gastronomie-System Bareburger verwendet nicht nur Rindfleisch für seine Burger. Auch Wildschwein-, Bison- oder Elch-Patties werden gebraten. Zudem stehen Sandwiches, Salate und diverse Beilagen auf der Speisekarte. Alle Speisen sind "organic" - sprich: bio. Im Frühjahr 2016 eröffnete Bareburger in Frankfurt am Main seinen ersten Standort. Expansionsziel ist nicht die massenhafte Verbreitung des Konzepts. Einzelne weitere Standorte sind aber geplant. Bisher ist es allerdings bei einem Standort in Frankfurt geblieben (Stand: 11/2018).

Informationen zum Bareburger-Konzept

 

 

Ruff's Burger - Anleihen bei der Street Food-Kultur

Im Jahr 2008 begann Ruff's Burger, mit einem Imbisswagen - oder Neudeutsch: Food-Truck - auf dem Schwabinger Wochenmarkt Burger-Spezialitäten zu verkaufen. 2012 eröffnete das Münchner Unternehmen den ersten stationären Burger-Grill. Heute gibt es drei Ruff's Burger Restaurants und vier Imbiss-Stores in und um München. Hinzu kommt ein Standort in einem grenznahen Outlet-Center im französischen Roppenheim. Auf der Speisekarte von Ruff's Burger stehen nicht nur Burger, sondern auch typisch amerikanische BBQ-Spezialitäten, etwa Pulled Pork oder gegrillter Hummer. Mit seinem Gastronomie-Konzept bezieht sich das Münchner Unternehmen auf die New Yorker Street Food-Kultur.

Mehr zum Franchise-Angebot von Ruff's Burger

 

 

Burger House - stark in Süddeutschland

Selbst gebackene Brötchen, leckere Soßen ohne Geschmacksverstärker, Fleisch aus regionaler und kontrollierter Haltung: Darauf setzen das 2012 gegründete Gastronomie-System Burger House. Auch für Vegetarier oder Menschen, die auf Kohlenhydrate verzichten möchten, gibt es spezielle Angebote. Besonders stark - aktuell mit sieben Standorten - ist Burger House in München vertreten. Insgesamt gibt es Burger House aktuell an elf Standorten in Süddeutschland und einmal in Kuwait.(Stand: 11/2018)

Zur Franchise-Website von Burger House

 

 

Burgermarkt - lokale Größe im Ruhrgebiet

Im Jahr 2015 machte Burgermarkt in Hilden sein erstes Restaurant auf. Heute gibt es das Burger-Restaurant sechsmal im und in der Nähe des Ruhrgebiets (Stand: 11/2018). Burgermarkt-Standorte bieten ihren Gästen neben klassischen Varianten wie Ham- und Cheeseburgern verschiedene Gourmet-Versionen wie zum Beispiel Asian-, Italian- oder Mexican-Burger. Auch Bagels, Salate, Desserts, Fritten und Frühstücksangebote stehen auf der Speisekarte. Eigenen Angaben zufolge setzt das Konzept darauf, die „Burger und Bagels aus ausschließlich natürlichen Nahrungsmitteln herzustellen“. Das Konzept wurde inzwischen zudem um einen Lieferservice erweitert.

Franchise-Infos von Burgermarkt

 

 

Burger Nerds - „regionale Frische vom Niederhein“

Ebenfalls im Ruhrgebiet aktiv ist das 2015 gestartete Gastronomie-System Burger Nerds. Inzwischen gibt es hier vier Burger Nerds-Restaurants. Kulinarisch fokussiert das Unternehmen fast ausschließlich auf Burger. Das Angebot reicht von Klassikern bis zu Veggie-Burgern. Das Rindfleisch und die Brötchen bezieht Burger Nerds direkt aus der Region. Seinen Franchise-Nehmern verspricht das System unter anderem eine zentrale Produktion und Belieferung, um die Aufwände vor Ort gering zu halten, zentrales Marketing und Unterstützung beim Existenzgründungsprozess, etwa bei Finanzierungsfragen oder beim Businessplan.

Mehr zum Franchise-Konzept von Burger Nerds

 

 

Gastronomie-Franchise-Konzepte im FranchisePORTAL entdecken

Die Liste der Burger-Franchise-Systeme ist längst nicht vollständig. In der Virtuellen Franchise-Messe präsentieren zudem zahlreiche weitere Gastronomie-Konzepte ihre Angebote für Existenzgründer. Immer gilt aber: Wer sich mit einem Burger-Franchise-System selbstständig machen will, sollte die einzelnen Geschäftskonzepte genauestens prüfen. Denn auf den ersten Blick ist manchmal wenig Unterscheidbarkeit gegeben. Wie bei allen Gründungen in der Gastronomie entscheidet nicht nur der Geschmack der angebotenen Produkte über den Erfolg. Auch das Marken-Design, die Storegestaltung, das Marketing, der Optimierungsgrad der Prozesse, die Preisgestaltung und viele weitere Details sind relevant. Das Gute für alle Franchise-Gründer, die diesen Weg beschreiten wollen: Auch das Durchprobieren gehört dazu, um das richtige System ausfindig zu machen.

Eine Übersicht von Gastronomie-Franchise-Konzepten im FranchisePORTAL finden Sie hier

 

15.11.2018 Copyright FranchisePORTAL
Bilder: Pixabay

 

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