2/19/2019

Mehr Fokus, langsameres Wachstum: Franchisegeber Vapiano reagiert auf schlechte Ergebnisse

Das Gastronomiekonzept Vapiano bietet seinen Gästen frisch zubereitete mediterrane Gerichte wie Pizza und Pasta. Bestellt wird direkt bei den Köchen, abgerechnet wird mit einem Chipkartensystem beim Verlassen des Restaurants. Seit 2002 ist die Restaurantkette sowohl mit Eigenbetrieben als auch mit Franchise-Partnern schnell gewachsen. Vor allem, um das internationale Wachstum weiter voranzutreiben, ging das Unternehmen 2017 an die Börse. Nun kündigt Vapiano einen Strategiewechsel an - Hintergrund sind vor allem die schlechten Prognosen zum Jahresabschluss 2018.

Demnach erwartet das Gastronomiesystem auf Basis der noch nicht bestätigten Zahlen einen Umsatz von rund 370 Millonen Euro, was einem organischen Wachstum von minus einem Prozent entspricht, Die Ende November kommunizierte Prognose für das Geschäftsjahr 2018 wurde damt nicht erreicht. Vapiano führt dies auf eine nicht zufriedenstellende operative Entwicklung des vierten Quartals 2018 sowie die schwache Entwicklung einiger neu eröffneter Restaurants zurück. Insgesamt werde das Nettoergebnis wird deutlich unter dem des Vorjahres liegen.

Um dem zu begegnen, führe der Vapiano-Vorstand einerseits Gespräche mit den finanzierenden Banken, zum anderen plane es eine strategische Neuausrichtung: "Nach einem operativ sehr enttäuschenden Geschäftsjahr 2018 werden wir das Jahr 2019 nutzen, um einen strategischen Übergang zu schaffen und die Komplexität unseres Geschäftsmodells deutlich zu reduzieren. Unsere vorrangige Priorität ist es, die Profitabilität des Unternehmens zu steigern", so Cornelius Everke, CEO von Vapiano. Die Kette wolle zum einen langsamer wachsen und dabei vor allem auf die Auswahl attraktiver Standorte achten, die nach intern definierten Renditekriterien ausgewählt werden sollen. Zum anderen sollen die Abläufe in den Restaurant vereinfacht werden, unter anderem, um die Wartezeiten deutlich zu reduzieren. Auch die Ausweitung der Take away- und Home delivery-Services sollle geprüft und, wenn nötig, angepasst werden. Insgesamt solle die Effizienz der gesamten Organisation steigen, Komplexität reduziert werden und eine Rückbesinnung auf den Kern des Konzepts und damit auch auf die "Vapiano-Klassiker" auf der Speisekarte stattfinden. (red.)

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Nachrichten-Redaktion
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