6/23/2017

Ist das die Zukunft der System-Gastronomie? Roboter schafft 400 Burger - pro Stunde

In der Gastronomie ist der Bereich Personal einer der größten Kostenfaktoren. Doch nicht nur die Kosten setzen Gastronomie-Systeme zunehmend unter Druck. Es herrscht auch akuter Personalmangel. Wenn es nach dem US-Unternehmen Momentum Machines geht, könnten diese Probleme in manchen Gastronomie-Segmenten bald der Vergangenheit angehören. Erst vor Kurzem hat Momentum Machines einen Roboter vorgestellt, der innerhalb einer Stunde bis zu 400 Burger frisch zubereitet.

Momentum Machines wurde bereits 2009 von (Fast-)Food-Liebhabern und Ingenieuren in San Francisco gegründet. Beim ersten Projekt haben sich die kalifornischen Tüftler auf eine Maschine konzentriert, die Gourmet-Burger vollautomatisch produziert. Und der Begriff "Gourmet-Burger" ist dabei durchaus ernst gemeint: Denn der Roboter bereitet die Burger tatsächlich komplett frisch und in verschiedenen Varianten zu. Er toastet die Brötchen, grillt die Patties, schneidet Tomaten, Gurken und Zwiebeln, würzt, fügt Saucen hinzu und setzt die Burger am Ende auch noch zusammen. Einem Bericht des Onlineportals Geek.com zufolge kostet selbst eine so komplexe Maschine, die bis zu 400 Burger pro Stunde nach Kundenwunsch herstellen kann, gerade einmal rund 30.000 US-Dollar. Auch wenn die Löhne in der Systemgastronomie nicht gerade hoch sind, dürfte sich der Burger-Roboter doch schnell bezahlt machen. Das Momentum Machines mit seinen Konzepten auf einem zukunftweisenden Weg ist, glauben auch Investoren. Eben erst hat das Unternehmen 18 Millionen Dollar für das weitere Wachstum bekommen.

Automatisierung ist indes in der Systemgastronomie nichts Neues: Ob McDonald's, Burger King oder Vapiano - alle großen Systeme arbeiten fortlaufend an der Optimierung der Prozesse - bei der Zubereitung, beim Bestell- und Bezahl-Vorgang, beim Service. So bietet McDonald's zum Beispiel in seinen "Restaurants der Zukunft" Bestellmöglichkeiten über Terminals und Apps. Vapiano setzt seit Langem auf Chipkarten und Pager, die den Selbst-Service etwas kaschieren bzw. angenehmer machen sollen. Allerdings scheinen diese Rationalisierungskonzept nicht immer gut beim Kunden anzukommen: Bis vor Kurzem setzte zum Beispiel das Gastronomie-Konzept Ginyuu ähnlich wie Vapiano auf ein Chipkartensystem. Inzwischen wurden aber alle Restaurants auf Full-Service umgestellt, da "der Trend immer mehr in Richtung individueller Service am Tisch" gehe. Hinter Ginyuu steht übrigens der erfahrene Systemgastronom Kent Hahne, der auch an der Entwicklung des Gastronomie-Systems Vapiano beteiligt war. Wie Kunden auf von Robotern gekochte Gerichte reagieren, bleibt abzuwarten - zumal Geschmack nicht nur im Mund, sondern auch im Kopf entsteht. Klar ist, dass die Maschinen, die der Burger-Herstellung Herr sind, sich künftig auch leicht um Pizza, Pasta und andere Standards der Systemgastronomie kümmern können. (red.)

Bild: Shutterstock / Durch Family Business

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Nachrichten-Redaktion
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