10/7/2019

Insolvenz von Thomas Cook: Franchise-Partner wollen gemeinsam Lösungen finden

Die Folgen der Zahlungsunfähigkeit des Reiseanbieters Thomas Cook betreffen auch die Franchise-Nehmer des Unternehmens. Die rechtlich unabhängigen Partnerbüros planen daher ein Treffen, um gemeinsam über die Situation zu beraten. Nach einem Bericht des Online-Portals touristik aktuell zielen viele der bisherigen Thomas Cook-Partner darauf, weiterhin einen Verbund zu bilden und sich zum Beispiel gemeinsam einem anderen Reiseveranstalter anzuschließen.

Wie auch das Handelsblatt berichtet, soll der „Runde Tisch“ der betroffenen Reisebüros am 14. Oktober in Duisburg stattfinden. Neben den rund 370 Franchise-Büros der Marke Thomas Cook gehören hierzu auch Partner-Agenturen weiterer Marken des insolventen Unternehmens. Rund 1.000 Reisebüros sind laut Handelsblatt insgesamt betroffen. „Wir arbeiten ununterbrochen an unserer gemeinsamen Zukunft. Viele von uns wollen zusammen in einem Verbund bleiben“, zitiert Touristik aktuell Sabine Kalau von Hofe, Inhaberin des Thomas Cook Reisebüros in Bargteheide.

Dem Handelsblatt zufolge erhielten Franchise-Reisebüros von Thomas Cook bei Buchungen von Reisen des Veranstalters eine zusätzliche Grundprovision. Bei noch nicht angetretenen Reisen bei den Thomas-Cook-Töchtern Öger, Bucher Reisen und Air Marin werden sie diese nun voraussichtlich kaum erhalten. Bei den Marken Neckermann und Thomas Cook hingegen wurden die Provisionen regelmäßig schon nach dem Zahlungseingang ausgezahlt – hier könnten die Erfolgsprämien bei nicht angetretenen Reisen möglicherweise sogar von der Insolvenzverwaltung zurückgefordert werden, so das Handelsblatt. Ein Sprecher der Insolvenzverwalter teilte der Zeitung mit, hierüber sei noch nicht entschieden.

Der Konkurs betrifft jedoch längst nicht nur die Franchise-Partner des Unternehmens. Bei der Befragung einer Stichprobe des Verbands unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR), bei der 483 Reisebüros antworteten, gaben laut Handelsblatt 31 Prozent der Befragten an, die Insolvenz von Thomas Cook habe sie „deutlich getroffen“. Nur 14 Prozent von ihnen sahen sich dadurch nicht beeinträchtigt. (red.)

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Nachrichten-Redaktion
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