13.07.2018

Im TV: Galileo will die angesagtesten US-Fast-Food-Ketten testen - und bleibt weit hinter dem eigenen Anspruch zurück

Das Pro7-Magazin Galileo hat am 8. Juli 2018 über „Die angesagtesten Franchise-Restaurants aus den USA im Test“ berichtet. In der rund 27-minütigen Sendung nimmt Reporter Jumbo Schreiner drei Fast-Food-Ketten oberflächlich, aber unterhaltsam unter die Lupe und will so die Frage beantworten, ob die Konzepte auch in Deutschland Marktchancen hätten.

Bei den vorgestellten US-Franchise-Systemen handelt es sich um Tony Luke's, Sweetcatch Poke und Ben’s Chili Bowl. Tony Luke's setzt vor allem auf „Philly Style Sandwiches“ - eine besondere Art gefüllter Baguette-Sandwiches mit viel Fleisch und Käse. Das 1992 gegründete Franchise-Unternehmen bringt es aktuell auf knapp 20 Standorte. Der einzige Auslandsstandort befindet sich in Bahrain.

Franchise-System Sweetcatch Poke aus New York

Sweetcatch Poke wurde vor erst zwei Jahren in New York gegründet und bietet seinen Gästen hawaiianisch inspirierte Gerichte mit rohem Fish. Dazu zählen sushi-ähnliche Rolls und Poke Bowls. Bei letzteren handelt es sich um ein Traditionsgericht aus Hawaii, das meist aus einer Basis aus Reis besteht, die mit frischen Zutaten wie Fisch, Salat, Gemüse und Toppings erweitert und mit Soßen verfeinert wird. Bisher zählt das Franchise-System Sweetcatch Poke zwei Stores in New York. Vier weitere sind angekündigt.

Ben's Chili Bowl: Chili mit Promi-Faktor

Ben's Chili Bowl schließlich ist bereits in vielen Reiseführern zu finden. Das Unternehmen wurde 1958 in Washington D.C. gegründet, ist bis heute aber auf nur acht Standorte vor allem in der US-Hauptstadt gewachsen. Berühmt ist das Fast-Food-Konzept vor allem für sein Chili con Carne, das auch schon viel Prominenz angelockt hat. Auch Vertreter des Weißen Hauses sollen zu den Kunden zählen. Ob und wie Ben's Chili Bowl als Franchise-System expandiert, geht aus der Unternehmenswebsite nicht hervor.

Unterhaltung ja, seriöser Test nein

Dass es sich bei den drei Fast-Food-Ketten um die „angesagtesten Franchise-Restaurants aus den USA“ handeln soll, darf angezweifelt werden. Dafür ist die Auswahl zu beliebig und der Blick der Redaktion zu unscharf. Der reißerische Titel der Pro7-Sendung sollte also nicht allzu ernst genommen werden. Noch fragwürdiger ist das Urteil, ob diese Konzepte in Deutschland Chancen hätten. Die Sendung beantwortet die Frage durchgängig mit ja.

Der Hintergrund: In der Regel sind bei der Auslandsexpansion von Gastronomie-Franchise-Systemen Anpassungen an den jeweiligen Markt erforderlich - nicht nur bei den Rezepten, sondern auch in allen anderen zentralen Bereichen. Zudem ist der Markt speziell in Deutschland hart umkämpft. Attraktive, gut frequentierte Standorte sind Mangelware. Selbst große Konzepte aus dem Ausland haben Schwierigkeiten. Ein Beispiel dafür lieferte der US-Lieferdienst Domino’s Pizza, der nur durch den Aufkauf deutscher Systeme reüssieren konnte. Mit Sweetcatch Poke verweist Galileo aber tatsächlich auf einen aktuellen Gastronomie-Trend, der auch in Deutschland Verbreitungschancen haben dürfte: Auf hawaiianische Poke Bowls setzten hierzulande zum Beispiel bereits die Franchise-Systeme Ma´Loa Poké BowlAloha Poke und Poké You. Die Galileo-Sendung steht aktuell noch online zu Verfügung . (red.)

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Nachrichten-Redaktion
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