1/27/2019

Hanfbar-Ware beschlagnahmt: Staatsanwaltschaft lässt ersten Franchise-Shop in Bremen durchsuchen

Das Franchisekonzept Hanfbar bietet Cannabis-Produkte, die aufgrund ihres sehr niedrigen THC-Gehalts nicht berauschen, sondern nach Aussage des Franchisegebers eine gesundheitsfördernde Wirkung haben sollen. So soll etwa der Wirkstoff CBD Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern können. Seit 2017 gib es die erste Hanfbar in Braunschweig, weitere Filialen entstanden in Berlin und Köln. In Bremen eröffnete erst Anfang Dezember der erste Franchisepartner seinen Standort. Wie unter anderem das Bremer Magazin "buten und binnen" berichtet, wurde der Standort nun von der Polizei durchsucht; 104 Teemischungen sowie 241 Packungen reine Hanfblüten wurden beschlagnahmt, um den THC-Gehalt zu prüfen.

Hintergrund der Durchsuchung ist das deutsche Betäubungsmittelgesetz, nach dem Besitz und Handel mit Cannabis-Pflanzen oder Pflanzenteilen strafbar sind, einzige Ausnahme ist der medizinische Gebrauch. Allerdings falllen Hanfprodukte mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,2 Prozent nicht unter das Gesetz, sofern "der Verkehr ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen". Bereits im ersten Geschäft in Braunschweig hatte es mehrere Durchsuchungen und Beschlagnahmungen gegeben, die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen es Verdachts, dass einige Produkte einen höheren THC-Gehalt hätten. Der Franchisegeber  bestreitet dies. In Bremen geht die Staatsanwaltschaft dem Bericht zufolge davon aus, dass die Kunden der Hanfbar die Produkte nicht zu gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken nutzen - womit sie nicht legal wären.

Der Bremer Franchise-Nehmer Bastian Jonas sieht seine Existenz durch die Maßnahmen der Staatsanwaltschaft bedroht. Schon jetzt kämen deutlich weniger Kunden. Zudem sei unklar, ob die Betreiber die beschlagnahmte Ware zurückerhalten. Ein abgeschlossenes Verfahren, in dem geklärt ist, ob der Verkauf der Hanfbar-Produkte legal ist, gibt es bisher auch in Braunschweig nicht.  Wird das Konzept als Handel mit Betäubungsmitteln eingestuft, könnten die Betreiber zu Geld- oder sogar mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden. (red.)

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Nachrichten-Redaktion
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