01.03.2014

Gastronomie-Franchise-System Vapiano testet neuen Restaurant-Typus

Bisher hatte das 2002 gegründete Gastronomie-System Vapiano seine Restaurants vor allem in Innenstädten eröffnet. Knapp 60 davon gibt es derzeit in Deutschland, weltweit sind es rund 140. Jetzt berichten verschiedene Medien über den Bau eines neuen Pilotstandorts in einer verkehrsreichen Randlage.

Bei dem neuen Restaurant inmitten des Städtedreiecks Nürnberg-Fürth-Erlangen handelt es sich um einen so genannten Freestander, also um ein frei stehendes Gebäude, das eigens für Vapiano errichtet wird. Die Pläne für das zweigeschossige Restaurant stammen wie schon das bisherige Gestaltungskonzept vom Architekturbüro Matteo Thun. Auch eine Außenterrasse, einen Spielplatz und einen Parkplatz wird der neue Standort bieten. Das Vapiano-Restaurant ist Teil des Stadt- und Immobilienentwicklungsprojekts CitiLife der Kochinvest Unternehmensgruppe aus Nürnberg.

Später auch Franchise-Standorte

Mit dem neuen Restaurant-Typus will Vapiano testen, ob das Gastronomie-Konzept auch an verkehrsorientierten Standorten funktioniert. Bei Erfolg sind auch weitere Franchise-Standorte geplant. Der Bau des Freestanders soll noch im Frühjahr 2014 beginnen, die Eröffnung ist für das Jahresende angesetzt. Anders als in anderen Medien behauptet, handelt es sich allerdings nicht um den weltweit ersten Vapiano-Freestander: Bereits im Jahr 2009 eröffnete in Zagreb (Kroatien) ein Vapiano-Freestander - den Standort scheint es aber nicht mehr zu geben, da Vapiano ihn nicht auf der Unternehmenswebsite listet.

Vapiano bezeichnet sich selbst als "Fresh Casual Dining"-Konzept und setzt u. a. auf mediterrane Speisen, anspruchsvolles Design und die entspannte Atmosphäre setzt. Alle Speisen werden frisch hergestellt und direkt vor den Augen der Gäste in der Showküche zubereitet. Das Angebot umfasst zum Beispiel Pasta, Pizza, Salate und Dolci bzw. Desserts. Die Bestellungen werden auf eine spezielle Chipkarte gebucht, bezahlt wird an einer Kasse beim Verlassen des Restaurants. Aktuell kooperiert Vapiano mit der TV-Köchin Cornelia Poletto.

Die Vapiano-Gründer: Drei gehen setzen heute auf andere Franchise-Systeme

Vapiano wurde von Gregor Gerlach, Friedemann Findeis, Klaus Rader und Kent Hahne gegründet. Gregor Gerlach war in früheren Jahren bei McKinsey tätig und ist der Sohn des Bau- und Immobilienunternehmers Theo Gerlach, der unter anderem für die Gerlach Wohnbaubau AG und die Hotelkette Seaside Hotels verantwortlich zeichnet. Friedemann Findeis, Klaus Rader und Kent Hahne hatten anfangs bei McDonald's System-Gastronomie-Erfahrung gesammelt. 2011 verkauften die drei ihre Vapiano-Anteile. Im selben Jahr wurde Mayfair, die Investmentgesellschaft der Tchibo-Erben Günter Herz und Daniela Herz-Schnoeckl.

Friedemann Findeis und Klaus Rader sind inzwischen mit dem auf italienische Küche ausgerichteten Franchise-System L’Osteria auf Erfolgkurs: Aktuell listet das Unternehmen neun Standorteröffnungen für 2014 auf seiner Website. Aktuell gibt es L'Osteria rund 25-mal in Deutschland und Österreich. Kent Hahne setzt inzwischen mit dem Gastronomie-Franchise-System Gin Yuu auf asiatische Küche. Er ist zudem CEO der Aperion Restaurant and Retail Management AG in München. (apw)

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Nachrichten-Redaktion
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