3/20/2018

Franchise-System Fressnapf: Weniger Umsatz als geplant und verhaltenes Standortwachstum

Fressnapf wurde 1990 von Inhaber Torsten Toeller in Erkelenz (NRW) gegründet. 1992 begann das Unternehmen, als Franchise-System zu expandieren. Mit Erfolg: Heute ist Fressnapf mit rund 1.460 Märkten in Europa präsent. Vor Kurzem hat der Marktführer seine Zahlen für 2017 vorgelegt.

Mit 1,98 Milliarden Euro verzeichnete Fressnapf wie schon in den Vorjahren auch 2017 wieder einen neuen Rekordumsatz. Flächenbereinigt lag das Plus der Fressnapf-Gruppe bei etwa dreieinhalb Prozent. Der Löwenanteil davon wurde in Deutschland generiert: Hier setzte das Unternehmen 1,25 Milliarden Euro um. Dies entspricht einem Plus von fünf Prozent auf bestehender Fläche und von sechs Prozent insgesamt. Das ursprünglich für 2017 anvisierte Ziel von mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz will Fressnapf nun in diesem Jahr erreichen.

2018 soll 150 neue Märkte bringen

Im Hinblick auf die Standortzahlen fällt das Wachstum weniger deutlich aus. 2017 feierte das Unternehmen 104 Neueröffnungen, denen 23 Standortabgänge gegenüber standen. Netto lag das Plus damit bei 81 Standorten, sieben davon wurden in Deutschland eröffnet. Insgesamt fiel das Standortwachstum damit hierzulande eher verhalten aus: Schon 2015 zählte Fressnapf rund 865 Märkte in Deutschland, heute sind es etwa 20 mehr. Für den Spätsommer 2018 plant Fressnapf die Eröffnung des 1.500 Marktes. Laut Unternehmen „ein Meilenstein der stationären Expansion“ der Fressnapf-Gruppe. Allerdings gab es schon 2015 „mehr als 1.400“ Standorte in Europa. In diesem Jahr will Fressnapf mehr als 150 neue Märkte an den Start bringen. Anfang 2017 hatte Fressnapf angekündigt, dass bis 2021 sogar über 800 neue Standorte in Europa entstehen sollen. Davon plant das Unternehmen mehr als 300 in Frankreich, 150 in Italien, 120 in Polen und über 80 in Deutschland.

Im Visier: Partner anderer Franchise-Systeme

660 der aktuell 886 Fressnapf-Märkte in Deutschland werden von Franchise-Nehmern geführt. Der Rest vom Unternehmen selbst oder im Rahmen von Beteiligungen. Bei der Expansion setzt Fressnapf dabei auch auf Übernahmen bestehender Tierbedarfsmärkte durch den Franchise-System-Wechsel der jeweiligen Partner. „Wir sind stolz, dass wir immer öfter Franchisepartner aus anderen Systemen von der Trag- und Zukunftsfähigkeit Fressnapfs überzeugen und für uns gewinnen“, sagte Fressnapf-CEO Alfred Glander noch vor Kurzem. Inzwischen hat sich Fressnapf allerdings von CEO Alfred Glander getrennt. An der Spitze der Gruppe stehen nun Folkert Schultz und Hans-Jörg Gidlewitz, die Gründer und Inhaber Torsten Toeller unterstützen. 

Fressnapf ist seit 2014 als Holding SE organisiert, eine europäische Rechtsform. Diese Umstrukturierung war ein erster Schritt zum Ausbau von Fressnapf als Cross-Channel-Unternehmen. 2016 verlagerte Fressnapf einen Teil seiner Immobilienverwaltung nach Holland - um Steuern zu sparen. (red.)

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Nachrichten-Redaktion
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