12/17/2018

Franchise Klima Index: Deutscher Franchiseverband sieht positive Entwicklung

Wachstum vor allem durch bestehende Franchisepartner, die neue Standorte eröffnen: Diesen Trend zeigt der sogenannte Franchise Klima Index (FKI) des Deutschen Franchiseverbands. Er beruht auf einer Erhebung unter den mehr als 350 Mitgliedern des Verbandes. Mitte Dezember wurde er zum zweiten Mal veröffentlicht, die erste Erhebung gab es im Sommer dieses Jahres. Dabei zeigt sich laut Verband eine positive Entwicklung: Lag die Einschätzung des "Geschäftsklimas" im Juni 2018 mit einem Wert von 140 Prozent bereits hoch, verbesserte es sich in der zweiten Hälfte des Jahres noch einmal um drei Prozentpunkte auf 143 Prozent.

Neben dem allgemeinen Geschäftsklima soll der FKI auch weitere Entwicklungstendenzen abbilden. So liegt der Wachstumsindex in der Rubrik Franchisepartner bei den befragten Verbandsmitgliedern bei 22 Prozent - ein Plus von 17 Prozentpunkten gegenüber der ersten Erhebung vor einem halben Jahr. Auch die Anzahl der Betriebe ist mit 15 Prozent - plus sieben Prozent - gestiegen. Auch bei der Zahl der Angestellten gibt es  mit zehn Prozent eine Steigerung: Sie wuchs um 9,4 Prozent.

Neue Zielgruppen als Franchise-Nehmer

Der Franchiseverband befragte seine Mitglieder dabei auch nach der Expansionsart. 74 Prozent gaben an, mit bestehenden Franchisepartnern zu wachsen. 55 Prozent setzen auf Unternehmensgründer, und 29 Prozent wachsen über bestehende Unternehmer, also durch die sogenannte Conversion in ein Franchiseunternehmen. Mit eigenen Filialen wachsen zehn Prozent. „Diese Zahlen bestätigen einmal mehr den Trend hin zu neuen Zielgruppen. Und natürlich sprechen sie für die Agilität der Franchisewirtschaft, die sich in ihrem Wachstum vom eher leeren Gründermarkt nicht bremsen lässt“, sagt Verbandsgeschäftsführer Torben Leif Brodersen.

Der Deutsche Franchiseverband vertritt die Interessen der deutschen Franchisewirtschaft im wirtschaftspolitischen Umfeld, national wie international. Er wurde 1978 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Laut Verband gibt es zurzeit etwa 970 Franchise-Systeme in Deutschland. Aktuell sind davon etwa 125 als Vollmitglieder im Deutschen Franchiseverband organisiert, also etwa 13 Prozent aller Systeme in Deutschland. Neben den Vollmitgliedern, die den System-Check für die Aufnahme absolvieren müssen , zählt der DFV eigenen Angaben zufolge weitere 125 assoziierte Mitglieder. Vor gut zwei Jahren waren es jeweils knapp 110 Voll- und assoziierte Mitglieder. Die Aufnahmehürden für eine assoziierte Mitgliedschaft sind vergleichsweise niedrig: Sie müssen einen Pilotbetrieb führen und über den Entwurf eines Franchise-Vertrages verfügen. Die assoziierte Mitgliedschaft richtet sich vor allem an junge und kleine Franchisesysteme in der Startphase. Unter den assoziierten Mitgliedern finden sich sowohl Systeme, die gerade erst mit dem Franchising beginnen, als auch diverse lange existierende und etablierte Franchise-Systeme. Neben den im DFV organisierten Franchise-Systemen können auch Experten und Förderer Mitglied werden, so dass der Verband aktuell von mehr als 350 Mitgliedern spricht. (red.)

Bild: pixa bay
 

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Nachrichten-Redaktion
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