6/6/2019

Fitness-Franchise-Systeme: Markt bietet Studie zufolge weiterhin gute Gründungschancen

Es gib zahlreiche Franchise-Systeme in Deutschland, die Existenzgründern einen Start in die Selbstständigkeit in der Fitness-Branche ermöglichen. Anderes als in vielen anderen Branchen sind einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte zufolge die Rahmenbedingungen im deutschen Fitnessmarkt weiterhin positiv.

Das Spektrum der Franchise-Systeme, die in der Fitnessbranche aktiv sind, ist groß. Branchenriesen wie die Fitnessstudio-Kette Clever Fit und Easyfitness sind dabei genauso vertreten wie zahlreiche EMS-Systeme, Frauen-Studiokonzepte oder kleinere Fitnessanbieter mit speziellen Trainingsangeboten. Allein unter den Top-10 der mitgliederstärksten Ketten in Deutschland finden sich fünf Franchise-Konzepte. Dazu zählen neben Clever Fit und Easyfitness auch Kieser Training, Injoy und Mrs.Sporty.

Discounter und EMS-Systeme wachsen besonders stark

Die 16. Auflage der Deloitte-Studie „Der deutsche Fitnessmarkt“ verdeutlicht, dass die Branche nicht nur im vergangenen Jahr weiter gewachsen ist, sondern auch in den kommenden Jahren gute Erfolgsaussichten bestehen. So stieg 2018 die Zahl der Mitgliedschaften um 4,5 Prozent auf 11,09 Millionen. Der Gesamtumsatz der Branche wuchs gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf 5,33 Milliarden Euro. Auch die Zahl der der Fitnessanlagen in Deutschland stieg weiter: um 3,9 Prozent auf 9.343. Besonders starkes Wachstum verzeichnen dabei vor allem Discount-Anbieter wie Clever Fit und Easyfitness. Aber auch Mikrostudio-Konzepte mit einer Fläche von weniger als 200 Quadratmetern konnten stark zulegen. Darunter vor allem EMS-Anbieter. Zu den Franchise-Systemen, die auf EMS setzen, zählen zum Beispiel Bodystreet, Fitbox, EMS-Raum, EMS-Lounge, Körperformen oder 25Minutes. Entsprechend groß ist im EMS-Segment allerdings auch die Konkurrenz.

Penetrationsquote erst im Mittelfeld

Als wichtigen Indikator für das weiterhin vorhandene Wachstumspotenzial in der Fitnessbranche nennt die Deloitte-Studie die Penetrationsquote. Denn beim Verhältnis der Fitnessstudio-Mitgliedschaften zur Gesamtbevölkerung rangiert Deutschland mit 13,4 Prozent bisher nur im Mittelfeld. In skandinavischen Ländern liegt sie teils bei über 21 Prozent. Ein Anstieg der Penetrationsquote auf 20 Prozent käme hierzulande einem Mitgliederplus von 5,5 Millionen weiteren Kundinnen und Kunden gleich. „Um dieses Ziel zu erreichen, ist die weitere kontinuierliche Entwicklung des Angebotes wichtig, beispielsweise durch eine noch flächendeckendere Verfügbarkeit von Fitnessanlagen sowie der Entwicklung neuer Angebotsformate – auch für bislang weniger erschlossene Zielgruppen“, sagt Karsten Hollasch Partner und Leiter Consumer Business bei Deloitte.

Franchise-Gründer sollten Transparenz einfordern

Doch auch wenn die Marktchancen in der Fitnessbranche weiterhin gut aussehen, müssen Gründer Franchise-Angebote genau unter die Lupe nehmen, bevor sie in die Selbstständigkeit starten. Dabei sollten insbesondere auch die Entwicklung der Standortzahlen, die Zahl der Schließungen und Inhaberwechsel und die Geschäftsentwicklung nicht nur der besten Standorte in den Blick genommen werden. Franchise-Systeme, die hier nicht mit großer Transparenz überzeugen können, sondern eher mit Versprechungen arbeiten, gilt es nicht selten zu meiden. (red.)

 

Autor:

Nachrichten-Redaktion
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