12/28/2018

Erste Franchise-Anfragen: Anbauprojekt in Sachsen-Anhalt bietet Gemüse und virtuelles Gärtnern

Einen Garten ökologisch bewirtschaften und frisches Gemüse ernten, ohne sich die Hände schmutzig zu machen – das geht im sogenannten IP-Garten. Die IP-Gärtner – rund 100 aktuell nach Unternehmensaussage – sind online mit Harke und Gießkanne unterwegs. Die Kunden steuern ihren Gemüsegarten via PC oder Smartphone und bewässern beispielsweise per Mausklick. Das Gemüse wird dann in einer Erntekiste an die derzeit ausschließlich Berliner Kunden geliefert. Wie die Zeitung "Volksstimme" berichtet, gibt es mittlerweile erste Franchise-Anfragen.

Für 395 Euro im Jahr haben die Kunden des Unternehmens eine reale Parzelle mit 16 Quadratmetern in der Altmark in Sachsen-Anhalt quasi gepachtet. Vor Ort kooperiert das Unternehmen mit Bio-Landwirten vom Landhof Lindenberg, die vier Gärtner für 30 Stunden pro Woche angestellt haben. Sie bewirtschaften die Parzellen auf einem Hektar Land. Für die Dienstleistung zahlt jeder IP-Gärtner etwa 35 bis 40 Euro pro Jahr zusätzlich.

In Berlin steuern acht Mitarbeiter von IP-Garten die Geschicke. Sie sorgen für die Öffentlichkeitsarbeit, das Marketing, für Technik und Verwaltung. Laut Geschäftsführer Boris Thiemig könnte das Prinzip des IP-Gartens auf viele landwirtschaftliche Bereiche ausgeweitet werden. In der Zukunft solle das virtuelle Gärtnern auch auf andere Regionen ausgeweitetet werden, sagte er in einem Interview mit der "Volksstimme". Noch sei es dafür zu früh, doch es gebe bereits Anfragen potenzieller Franchise-Nehmer.

Die Geschäftsführer Boris Thiemig und Martin Kruszka, der auch der Ideengeber ist, haben 2016 das Unternehmen IP-Garten gegründet. 2017 folgte die Testphase, die ersten 36 Kunden nutzten das Angebot – damals noch auf dem Privatgrundstück von Martin Kruszka im Havelland bei Warnau. 2018 gewann die Firma Kooperationslandwirte; zudem wurde der erste Stall für IP-Hühner testweise in Betrieb genommen.

Die Gesellschaft wird von mehreren Investoren finanziert und schreibt dem Bericht zufolge noch keine schwarzen Zahlen. Bis zum Break Even mit rund 2.200 Kunden dauere es noch mindestens zwei Jahre. Bis auch in anderen Regionen IP-Gärten aufgebaut werden können, will das Unternehmen seiner Website zufolge ab der Saison 2019 auch bundesweit IP-Gärtner mit ihrem Gemüse per DHL-Versand beliefern. (red.)

Autor:

Nachrichten-Redaktion
Nachrichten-Redaktion
FranchisePORTAL GmbH
Finden Sie Ihr passendes Franchise-System mit unserer Komfortsuche!
Angebote suchen
Informieren
Gründen!
Jetzt mein System finden

Glossar