Ingo Anderbrügge: Franchising ist wie Mannschaftssport

Ex-Fußballprofi Ingo Anderbrügge ist Franchiser. Sein Unternehmen hießt Fußballfabrik. Es organisiert Camps mit Training für Fußball, Teamfähigkeit und Sozialkompetenz mit Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen. In seinem ersten Video-Interview für FranchisePORTAL sprach der ehemalige Profikicker über die Herausforderungen beim Schritt vom Fußball zum Unternehmertum. Dieses Mal stellt er dem FranchisePORTAL-Geschäftsführer Steffen Kessler sein Geschäfts- und Partnerschaftsmodell eingehender vor.
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Steffen Kessler möchte vom ehemaligen Bundesligaprofi wissen, wie er zum Franchising kam.
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Bald nach der Gründung der Fußballfabrik in Westfalen erreichten Ingo Anderbrügge Anfragen aus entfernten Regionen. So entstand die Idee, ein bundesweites Netzwerk mit lokalen Franchise-Partnern aufzubauen. Sie sollen die Philosophie der Fußballfabrik mit ihrer Begeisterung für Sport und Jugendarbeit multiplizieren. Hätte es ein solches System bereits früher gegeben, hätte er sich diesem als Franchise-Nehmer angeschlossen, erklärt Ingo Anderbrügge in dem Video-Interview. Denn der Markt ist groß, und gemeinsam kann man viel bewegen – wie ein Team im Mannschaftssport.
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Wen sucht er als Franchisepartner – fragt Steffen Kessler: Sind es Fußballprofis nach ihrer aktiven Laufbahn?
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Ingo Anderbrügge entgegnet, dass er niemanden ausschließen möchte. Ein Ex-Profi kommt aber nur infrage, wenn er das Unternehmertum als seine Zukunft begreift und nicht insgeheim auf ein Angebot z.B. als Profitrainer wartet. Partner könnten auch junge Sportstudenten sein. Oder bereits lizenzierte Amateurtrainer, die in ihrer Region bei Vereinen aktiv waren und bekannt und gut vernetzt sind. Möglich sind auch Werbeagenturen, die im Fußballbereich und bei den Sportvereinen vor Ort tätig sind und mit sportlichen Leitern Camps organisieren möchten. Wichtigste Voraussetzung ist die Begeisterung für die Arbeit mit Kindern.

Wie viele Franchise-Unternehmen, so profitiert auch die Fußballfabrik von der lokalen Vernetzung der Partner. Ihre Kenntnis der Kultur und Gepflogenheiten ermöglicht dem System einen schnelleren Aufbau – resümiert Steffen Kessler. Doch welche Vorteile bietet das System den Partnern und Existenzgründern?
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Ingo Anderbrügge ist überzeugt: Ein Einzelner würde es nicht schaffen, bereits nach wenigen Monaten ein vergleichbares Fußball-Camp auf die Beine zu stellen. In den Schulungen der Fußballfabrik übernimmt er in kürzester Zeit die altersgerechten Trainingsinhalte und Konzepte. Er muss die Programme nicht erst selbst entwickeln.
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Ferner profitiert der Franchise-Partner von den Einkaufsvorteilen einer großen Community und übernimmt das Equipment vom Franchise-Geber. Zudem erhält er ein geschütztes Vertriebsgebiet mit rund 7-800 Sportvereinen. Darin kann er einen Geschäftsbetrieb mit 30, 40 oder mehr Camps pro Jahr aufbauen. Zur notwendigen Datenverwaltung stellt der Franchise-Geber sein eigens entwickeltes IT-System zur Verfügung.
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Den Austausch untereinander, die fortlaufenden Schulungen und die Unterstützung im Netzwerk bezeichnet Ingo Anderbrügge als weitere Vorteile. Für seine Marketingaktivitäten übernimmt der Partner von den Werbemitteln bis hin zum Social-Media-Konzept alles, um schnell seine ersten Veranstaltungen planen zu können. Außerdem hilft der Franchise-Geber seinen Partnern, die klassischen Startfehler eines Gründers zu vermeiden.
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Abschließend möchte Steffen Kessler von Ingo Anderbrügge wissen: Wie kann ein Kandidat prüfen, ob er als Franchise-Nehmer geeignet ist?
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Er sollte sich mit dem Thema ernthaft befassen, so der prominente Gründer. Er darf sich selbst nicht belügen, sollte selbstkritisch sein und sich in der Rolle wiederfinden wollen. „Wenn ich mit Kindern nicht arbeiten möchte, bin ich nicht der Richtige“, erklärt Ingo Anderbrügge. Dazu wirft er Fragen auf, die sich der Gründer in spe stellen sollte: Ist es mein Job für viele Jahre? Mache ich ihn mit Leidenschaft?
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Mit einem Fazit beenden Ingo Anderbrügge und Steffen Kessler das Video-Interview. Zum Schritt in die Selbstständigkeit gehört eine gründliche Vorbereitung – so wie das Training des Sportlers vorm Wettbewerb.