02.09.2015

Fünf Punkte für ein starkes Brand Marketing im Shop

Die Digitalisierung von Geschäftskonzepten stellt für die Wirtschaft die größte Herausforderung dar. Dennoch spielen stationäre Geschäfte weiterhin eine bedeutende wirtschaftliche Rolle im Produkt- und Leistungsvertrieb. Darum sollte gerade der physische POS, mit all seinen Touchpoints, aus Marken- und Marketing-Sicht optimal gestaltet werden. Auf welche fünf Punkte dabei zu achten ist, zeigt der folgende Beitrag.

  1. Erzeugen Sie eine Wohlfühlatmosphäre: Lassen Sie eine faszinierende, einnehmende und sympathische Atmosphäre, als Ausdruck Ihrer Marken-Werte und Marken-Dimensionen, vor Ort lebendig, erlebbar und mit allen Sinnen erfahrbar werden. Differenzierend anders und nur Ihrer Marke zuzuordnen. Sprechen Sie mit Ihrer Ladenausstattung emotional genau die Bedürfnisdimensionen Ihrer Kunden an, nach denen diese sich sehnen.
  2. Zeigen Sie Kompetenz: Präsentieren Sie Ihre Kernprodukte und Kernleistungen klar, eindeutig und nachvollziehbar. Machen Sie diese in Ihrem Geschäft zu Signature Products, zu identifizierbaren Kompetenzträgern Ihrer Marke. Aktualität, Qualität und Wertigkeit können dabei durch Design und Technologie veranschaulicht werden.
  3. Achten Sie auf die Wegführung: Versetzen Sie sich in die Rolle Ihrer Kunden, die mit Ihrer Marke eine gemeinsame Zeit verbringen. Wie schnell und unkonzentriert treffen sie in Ihrem Geschäft ein? Wie kann durch eine intelligente Wegführung deren Geschwindigkeit gedrosselt und gleichzeitig Ihre Mark erlebbar werden? Wie können Sie deren Aufmerksamkeit gewinnen, Interesse wecken und Sehnsüchte ansprechen? Wo sollte idealerweise die Kasse stehen, um den (neurologisch) schmerzlichen Bezahlvorgang so erträglich, wie möglich, zu gestalten? So spielen im Lebensmitteleinzelhandel die Bereiche „Backwaren“ sowie „Obst und Gemüse“ beispielsweise eine entscheidende Bremser- und Kompetenz-Signalisierungs-Rolle im Eingangsbereich, während die Kassen den Abschluss des Einkaufs-Ausfluges bilden. So folgt das gesamte Einkaufserlebnis einer klaren Markeninszenierung, mit der überraschend frischen Marken-Begrüßung, unterschiedlichen Marken-Höhepunkten und einem wertschätzenden Markenabschluss.
  4. Planen Sie Beratungs- und Verkaufsbereiche ein: Eine kompetente und wertschätzende Beratung braucht adäquate Freiräume, in denen Ihre Markenwerte erlebbar werden. Wo können Ihre Verkäufer/innen Kunden in Ruhe und mit einem notwendigen Sicherheitsgefühl beraten? Mitten im Verkaufsgewühl ist für gehobene Produkte und Leistungen nicht unbedingt der richtige Platz. Lernen Sie von Banken, die für gehobene Privatkunden und Firmenkunden eigene Beratungsbereiche reserviert haben, abgetrennt von „schnelldrehenden“ Volumenkunden.
  5. Verbinden Sie Einkaufserlebnis und digitale Welt: Ihr physisches Marken-Einkaufserlebnis bildet ein deutliches Gegengewicht zur virtuellen Welt des Internets und zieht so Kunden positiv an. Damit diese während des Einkaufens nicht an Internet-Mangelerscheinungen leiden, sollten Sie digitale Verstärker in Ihre physische Waren-Welt integrieren. Ein Beispiel gefällig? Wenn es zu Ihrer Marke passt, holen Sie sich doch per Live-Cam einen kalifornischen Strand auf Ihre Flat-Screens im Ladengeschäft. Oder eine belebte Straßenkreuzung in Shanghai oder Tokio. Lassen Sie per Internet-Radio einen authentischen Sound in Echtzeit erklingen, ein lokales Radioprogramm aus Rio de Janeiro, London oder Kopenhagen. Je nach dem, was zu Ihrer Marke passt. Versetzen Sie so Ihre Kunden gedanklich und gefühlsmäßig an einen anderen Ort und in eine andere Stimmung. Oder ermöglichen Sie Ihren Kunden vor Ort einen sozialen Austausch über Ihre Produkte per Facebook, Twitter und Co. Diese fühlen sich beim Einkauf weniger allein und können, sozial verbunden, auch in Ihrem Geschäft Zeit mit ihren Freunden verbringen. Gleichzeitig erweiterten sie Ihren potenziellen Kundenkreis. Die Welt steckt voller Möglichkeiten. Machen Sie etwas draus.

02.09.15 © Thomas Matla, Brand & Franchise Consultant
Bellone Franchise Consulting GmbH

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