

In den USA konnten in den siebziger und achtziger Jahren Millionen neuer Arbeitsplätze durch Franchising geschaffen werden. Inzwischen stellt die Franchise-Wirtschaft insgesamt ungefähr 9,7 Millionen Arbeitsplätze zur Verfügung und mehr als 170.000 kommen pro Jahr hinzu.
In der Europäischen Gemeinschaft, wo sich dieses Konzept zunehmender Beliebtheit erfreut, belegen immerhin rund 1,6 Millionen Arbeitsplätze die wachsende volkswirtschaftliche Bedeutung des Franchising.
Die gezielte Koordination unternehmerischer Aktivitäten erhöht bei Beachtung wettbewerbsrechtlicher Grundsätze die Effizienz unseres Wirtschaftssystems. Von jungen Franchisesystemen Unternehmen gehen starke Innovationskräfte aus, die zu einer strukturellen Erneuerung des Marktes beitragen. Im Marktsegment der Schnellrestaurants ist es sogar zu einem intensiven Systemwettbewerb gekommen, der für eine erste größere Marktbereinigung unter Franchisesystemen sorgte.
Die Verbreitung immer neuer Franchisesysteme belebt den Wettbewerb und wirkt
der Konzentrationstendenz in der Wirtschaft entgegen. Es werden kleine
selbstständige Unternehmenseinheiten aufgebaut, die ihrerseits neue
Arbeitsplätze schaffen. Auch bei der Privatisierung staatlicher Aufgaben kann
das Franchising einen wichtigen Beitrag leisten.
Kooperative Unternehmensformen verbessern die Marktchancen kleiner und mittlerer Unternehmen und wirken sich belebend auf das Marktgeschehen aus. Die vertikale Kooperation in Franchisesystemen erlaubt eine sinnvolle Arbeitsteilung, bei der jede Seite ihre Stärken einbringt. Gesamtwirtschaftlich tragen Franchisesysteme wesentlich zur Aufrechterhaltung eines wettbewerbsfähigen Mittelstandes bei.