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(Birgit Mauroner - BEITRAINING® International)
Für ein Franchisesystem stellt das Wissensmanagement
eine besondere Herausforderung dar. Jeder Franchisenehmer sammelt in
seinem lokalen Markt wertvolle Informationen und Erfahrungen. Zu den Stärken von
Franchising gehört es, dass die lokal gewonnenen Erkenntnisse zur Schaffung von
Wettbewerbsvorteilen und Synergieeffekten genutzt werden. Andererseits sind
Franchisenehmer selbstständige Unternehmer und keine weisungsgebundenen
Mitarbeiter. Wissensmanagement in Franchisesystemen braucht daher gut
funktionierende Kommunikationsstrukturen.
Wissensmanagement ist die gezielte Einflussnahme auf die Wissensbasis einer Organisation. Sie umfasst alle Informationen und Fähigkeiten, die der einzelne Franchisepartner und Mitarbeiter zur Lösung seiner Aufgaben hat oder haben sollte.
Zu den Aufgaben der Systemzentrale eines Franchisesystems gehört auch das
Wissensmanagement. Das vorhandene Wissen muß gesammelt, kategorisiert und – zum
Wohle aller - wieder an das gesamte System zurückgegeben werden.
Reporting und Benchmarking
Um Wissen zu sammeln, benötigt die Zentrale
ein gut funktionierendes Reporting-System. Dieses ermöglicht Betriebsvergleiche
und ein Benchmarking. Mit Hilfe von Betriebsvergleichen können die
Franchisepartner bezüglich ihrer Kosten- und Leistungsebene verglichen und
bewertet werden. Die aus allen Franchiseeinheiten gesammelten Daten bilden eine
Basis, an der sich jeder einzelne Franchisepartner messen kann. So werden die
Stärken und Schwächen des einzelnen Franchisebetriebs deutlich und
Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Franchisenehmer-Treffen
und Arbeitsgruppen
Ein weiterer zentraler
Bestandteil des Wissensmanagements sind regelmäßige Treffen und Conventions der
Franchisenehmer auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Diese
Treffen dienen zum einen dem Erfahrungsaustausch, zum anderen der Weitergabe von
Informationen. Auch Arbeitsgruppen, in denen Franchisepartner Expertenwissen
einbringen, haben sich in vielen Franchisesystemen bewährt. Die
Franchisezentrale hat die Aufgabe, die Treffen zu organisieren und die Bildung
von Arbeitsgruppen anzustoßen.
IT-Vernetzung
Eine IT-Vernetzung in Form eines Extranets mit
Dokumenten und Diskussionsforen ist ein weiterer unverzichtbarer Baustein zum
Thema Wissensmanagement. Auch ein gemeinsames CRM-System (CRM = Customer
Relationship Management) ist wichtig für den Austausch von Kundendaten. Aufgabe
der Systemzentrale ist es, geeignete technische Plattformen zur Verfügung zu
stellen, die Franchisepartner in die Technik einzuweisen und sie zu motivieren
sie intensiv zu nutzen.
Newsletter
Ein regelmäßiger System-Newsletter ist ein weiteres
zentrales Instrument, um Neuerungen anzukündigen, Wissen weiterzugeben und auf
neue Beiträge im Extranet hinzuweisen. Manche Systeme bieten dazu einen
wöchentlichen Newsletter dazu an, andere nutzen zweiwöchentliche oder
monatlichen Newsletter.
Eine Frage der
Einstellung
Letztendlich ist es entscheidend, die
richtige Einstellung zu vermitteln. Franchisenehmer sein bedeutet, selbstständig
zu sein, mit dem Vorteil, nicht allein auf sich selbst gestellt zu sein. Der
Vorteil, auf das Wissen eines Netzwerks zurückgreifen zu können, beinhaltet
daher auch die Verpflichtung, seine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse auch
anderen zur Verfügung zu stellen. Jedem Franchisepartner muss bewusst sein, dass
sein persönlicher Beitrag wertvoll ist, um das gesamte System voran zu bringen.
Fazit
Legt die Systemzentrale Wert auf ein funktionierendes
Wissensmanagement, so entstehen in einem Franchisesystem Wissensvorsprünge, die
für das Gesamtsystems einen wesentlichen Erfolgsfaktor darstellen und die Stärke
von Franchising ausmachen.
Kontakt:
Birgit Mauroner
Manager
Marketing und PR
BEITRAINING® International
http://www.bei-training.de/