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Qualität im Franchising – der Network Governance Kodex
Neue Medien - Strategie oder Versuch und Irrtum?
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Gebühren im Franchising – immer wieder ein spannendes Thema (Teil 1)
Wieviel Systemvorgaben brauchen erfolgreiche Franchise-Systeme?
Trust Marketing - das aktuell bedeutendste Marktbedürfnis
Zeitdiebe stoppen – Effizienz und Lebensqualität steigern
Greenfranchising- wie man sein Franchise-System zukunftssicher macht!
Die 9 Spielregeln für Fairplay Franchising
Was ist Franchising wirklich? Eine Stellungsklärung
Macht sinnliche Kommunikation Sinn?
Die Mär vom ultimativen Franchise-Handbuch
(Prof. Veronika Bellone - Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH)
Dynamik steht für Kraft und Schwung. Als
dynamisch wird etwas angesehen, wenn es voll innerer Kraft ist und eine
Entwicklung aufweist. Eine Bedingung für erfolgreiche Franchise-Systeme, aber
natürlich auch eine ständige Herausforderung.
(Prof.
Veronika Bellone, Geschäftsführerin Bellone Franchise Consulting GmbH)
Voraussetzungen für eine dynamische Entwicklung
Zu
den zwingenden Voraussetzungen gehört, dass in regelmässigen Abständen der
Status Quo bestimmt wird. Und das nicht nur, um zu ermitteln,
ob quantitative Ziele erreicht wurden. Die Ermittlung qualitativer Ergebnisse
geben in der Regel erst die Hinweise auf das Erreichen oder Nichterreichen von
Planzahlen.
Für die eigene Situationsanalyse hat Bellone Franchise Consulting ein Franchise-Denkwerkzeug entwickelt, das sehr prägnant die wichtigsten Analyseschritte durchgeht: Das Franchise-Oktogramm mit den „Acht Wahrheiten“ im Franchising.
Das Franchise-Oktogramm mit den „Acht Wahrheiten“
Das
Franchise-Oktogramm eignet sich für den Konzeptaufbau eines Franchise-Systems
und –wie erwähnt – zum regelmässigen Check, um die eigene Franchise-Power zu
ermitteln.
Die erste Wahrheit „Franchising eignet sich für gesunde
Unternehmen“ befasst sich mit der
Unternehmens-Diagnose. Dabei spielt nicht nur der Blick auf die
eigenen Stärken und Schwächen des Unternehmens eine Rolle, sondern ebenso,
inwieweit sich Chancen und Risiken aus dem Marktumfeld ergeben.
So fliessen neue Erkenntnisse über Veränderungen im Konsumentenverhalten und
eine Konkurrenzbetrachtung der Branche wie des Franchise-Marktes ebenso ein, wie
die Auswertung der Effizienz der zentralen Infrastruktur und des
Partnermarketings.
Die zweite Wahrheit „Franchising ist eine strategische
Entscheidung“ dient der Untersuchung, ob sich die Vision, die einmal
bei der Entwicklung des Konzept bestanden hat, realisiert und, ob
Wachstumsziele erreicht wurden. Sind die Schritte zur Abdeckung
des heimischen Marktes und zur grenzüberschreitenden Expansion
noch immer realistisch oder haben sich wichtige Parameter geändert? Ändert sich
dadurch auch die gesamte Zeitplanung und damit entprechend die
Wirtschaftlichkeitsberechnung?
Die dritte Wahrheit „Franchising braucht
Vorsprungsmerkmale“ nimmt sich der so wichtigen Frage der
Differenzierung von anderen Wettbewerbern an.
Wettbewerbsvorteile sind nicht in Stein gemeisselt. Gerade wenn man sich mit
einem sehr innovativen Leistungsangebot am Markt platziert hat, dann gibt es
schnell Nachahmer. Es geht nicht darum, sich ständig neu zu erfinden, aber es
geht um größtmögliche Marktkenntnis, wie sich Vorteile im
Leistungsangebot längerfristig halten können. Dafür muss stetig eruiert werden,
was Kunden und Kundinnen auch als echte Mehrwerte empfinden. Das muss nicht ein
einzigartiges Produkt sein. Aber es kann ein einzigartiger Service um das
Produkt herum sein, der gerade in der Synergiewirkung des Partnerverbundes
herausragend ist.
Die vierte Wahrheit „Franchising braucht Persönlichkeit“
behandelt das noch sehr schwach behandelte Thema der
Markenpersönlichkeit von Franchise-Systemen. Welche Werte und
Grundhaltungen stehen eigentlich hinter dem Konzeptangebot? Welche Bedürfnisse
werden bei den Verbrauchern/Verbraucherinnen und Franchise-Partnern/Partnerinnen
angesprochen? Wenn Sie beispielsweise mit Ihrem Konzept ein hohes Mass an
Sicherheit kommunizieren wollen, dann funktioniert das optimal nur, wenn das
Marketingkonzept auch entsprechend harmonisch darauf abgestimmt ist. Die
Kommunikation und die Bilder zum Angebot - ob Leistungs- oder
Franchise-Angebot – müssen diesen Wert verdeutlichen. Einige innovative
Franchise-Geber/innen gehen über die fünf Sinne, um Marken erlebbar zu machen,
weil damit die Identifikation und Wiedererkennung verstärkt werden kann.
Die fünfte Wahrheit „Franchising heißt Interaktion, Innovation
und Reflexion“ prüft die Struktur des
Partnermarketings. Das umfasst alle Bausteine und Maßnahmen, welche die
Integration der Franchise-Partner in das System sichern. Angefangen von den
Start-up-Leistungen über die Gebührenkalkulation bis hin zum laufenden Support
gilt es zu ermitteln, ob die zentralen Leistungen wirklich
dienlich sind. Kommen die Partner/innen auf die sprichwörtliche
Überholspur, sind Stolpersteine, die den Start behindern, aus dem Weg geräumt?
Können sie sich in angemessener Frist auf das konzentrieren, was letztendlich
den Unternehmenserfolg für sie selbst und das System ausmacht? Vielleicht müssen
neue Hilfeleistungen kreiert werden aus den ersten Erfahrungen, um die Dynamik
zu erhöhen.
Die sechste Wahrheit „Denken in Konsequenzen“ oder auch
Greenfranchising (1) ist ein Thema, das sich schwerpunktmäßig mit
der Nachhaltigkeit des Systems auseinandersetzt. Bereits der
regelmäßige Check des Franchise-Systems gehört zum nachhaltigen Wirken des
Franchise-Gebers, der –Geberin, denn damit werden die Grundlagen für den
ökonomischen, betriebswirtschaftlichen Erfolg untersucht. Beim Denken in
Konsequenzen geht es aber um mehr. Nachhaltigkeit baut auch auf sozialer
und ökologischer Verantwortung auf. Ist das Existenzgründungspaket für
die Franchise-Partnerschaft in ökonomischer und persönlicher Sicht
diesbezüglich attraktiv? Dabei ist zu beachten, dass sich gerade bei der
jüngeren Generation Materielles und Glück entkoppelt haben. Es muss Spass
machen, erfüllend sein, empfehlenswert sein, bei diesem oder jenem System
mitzumachen. Man möchte bei neuen Entwicklungen dabei sein! Hier ist sehr viel
Platz für ein Überdenken des Konzeptes in Richtung dynamischen und proaktivem
Vorangehens.
Die siebte Wahrheit „Franchising ist eine
Kulturleistung“ durchleuchtet die Rollen der Franchise-Partner/innen im
In- und Ausland. Haben sich Eintrittsbarrieren in geografischen Gebieten
ergeben, die aufgrund Ihrer Werte- und/oder Branchenkultur entstanden sind?
Versteht man das Besondere Ihrer kulturellen Leistung als
Franchise-Geber/in? Immerhin haben Sie ein Leistungsangebot entwickelt,
das evtl. die Branche modernisiert hat oder sogar den Markt an
Franchise-Angeboten revolutioniert hat. Die Frage ist nur, sind Sie in zu großen
Schritten vorgegangen, versteht man Sie oder haben Sie Verbraucher/innen und
Partner/innen überfordert? Dynamisches Vorgehen kann manchmal auch über das Ziel
hinausschiessen!
Die achte Wahrheit „Franchising bedeutet stetige Effizienzverbesserung“. Etwas, das meist ebenfalls zu kurz kommt, aber für die Franchise-Entwicklung sehr wichtig ist. Inwieweit lernt die Franchise-Organisation aus Fehlern? Wie werden Impulse, neue Lösungen, Schwächen überhaupt geortet? Das macht abschließend den System-Check rund und vermehrte Franchise-Power entwickeln.
Mehr Franchise-Denkwerkzeuge, Hilfestellungen und viele Beispiele sehen Sie in unserem „Praxisbuch Franchising“ (www.mi-wirtschaftsbuch.de), das mit dem integrierten Workbook Dynamik in den Franchise-Aufbau und in den System-Check bringt.
(1) Die Greenfranchise-Initiative wurde 2008 von Bellone Franchise
Consulting für den deutschsprachigen Raum adaptiert.
Bild: FOREST RUN
© Bernardo Ertl | Dreamstime.com
Zur Person
Prof. Veronika Bellone, gebürtige
Berlinerin, ist seit 1986 im Franchise-Business tätig, ehemals als
Franchisemanagerin bei der Cosy-Wasch-Autowaschanlagen GmbH in Berlin und seit
1991 als selbstständige Franchiseberaterin in der Schweiz. Sie hat u.a. die
Schweizer Post, Mövenpick, Fleurop, Warner Bros. und die Berliner Bäder Betriebe
beraten. Zudem ist sie Professorin an der Hochschule für Wirtschaft
Nordwestschweiz im Fachbereich Marketing. 2009 startet sie mit der Bellone
FRANCHISE CONSULTING GmbH, mit einem relevant erweiterten Leistungsspektrum für
den gesamten deutschsprachigen Raum, neu durch. In Zusammenarbeit mit dem Brand
Consultant Thomas Matla, einem Spezialisten für den Aufbau nationaler und
internationaler Marken, bietet Bellone FRANCHISE CONSULTING Beratungen,
Coachings und Workshops rund um das Thema Franchising – von der Trend Analyse,
über die Markenpositionierung, bis zur Implementierung von Franchise Systemen im
Markt.
office@bellone-franchise.com;
www.bellone-franchise.com; Bellone FRANCHISE
CONSULTING GmbH, Poststrasse 24/ Postfach 1355, CH-6300 Zug, Tel. 0041 41 712 22
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