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Franchising für einen perfekten Start in fremden Märkten
Franchise-Kommunikation mit System
Professionelles Personalmanagement für Franchise-Systeme
Wie bleibt ein Franchise-System dynamisch?
Das Franchise-Handbuch: standardisieren, dokumentieren, erfolgreich multiplizieren
Controlling: Kontrolle versus Steuerung im Franchising
(Thomas Matla - Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH)
Stark und erfolgreich sein, das wollen alle. Doch warum verfügt das eine Franchisesystem über eine starke Marke, das andere über einen Markenflop? Wie macht man Marken stark? Gibt es universelle Gewinner-Strategien, -Maßnahmen und –Formeln? Worauf sollte ein Franchisegeber von Beginn an achten und wie kann er eine bestehende Marke optimal fördern und pflegen?
Marken sind wie menschliche Persönlichkeiten
Am
schnellsten und einfachsten lässt sich das Gedanken- und Erfolgsmodel der Marke
verstehen, indem man es mit der menschlichen Persönlichkeit vergleicht. Die
erste „innere Persönlichkeitsprägung“ erfährt jeder Mensch durch seine Gene,
durch das angeborene Erbgut, das seine Potenziale und möglichen Beschränkungen
vorprägt. Die erste „äußere Persönlichkeitsprägung“ erfährt er mit seinem Namen.
Dieser wurde früher stark an die Vorfahren angelehnt, was auf die Weitergabe von
deren Wesens- und Charaktereigenschaften anspielte. Heute sind Namen modischer
geworden. Sie sollen dem Zeitgeist entsprechen und gleichzeitig Entwicklungen
ermöglichen. Durch die Entwicklung, Erziehung und Sozialisation baut der junge
Mensch dann ein eigenes Bewusstsein, eine Wahrnehmung, ein Wissen und ein
Wertesystem über sich selbst und die äußere Welt auf und lernt Verhaltensweisen
zum Umgang mit sich und anderen.
Durch seine genetisch-, erziehungs- und wissensgeprägten Aktivitäten und
Interaktionen, seine Kommunikation und sein Verhalten, seine Art sich zu
pflegen, zu kleiden, mit sich und anderen liebevoll und wertschätzend umzugehen
und zu sprechen, oder eben nicht, wird er als differenzierte Persönlichkeit
wahrgenommen und erlebt. Ist diese Persönlichkeit in sich stimmig und
konsistent, erscheint sie als stark. Stimmt sie mit den Werten, Einstellungen
und Motiven anderer überein, wird sie schnell als sympathisch und anziehend
erlebt, wird zum Freund, Kumpel, Partner oder Lebensbegleiter. Gibt es Brüche,
erscheint die Persönlichkeit geschwächt. Werden Anspruch und Wirklichkeit als
inkonsistent erlebbar, stimmen Reden und Handeln nicht überein, so entstehen
Irritationen, die zur Abwehr, zur Vermeidung, zum Aufbau von Distanz führen.
Topmarken sind konsistente Persönlichkeiten
Hier
kommt sogleich der aus meiner Sicht wichtigste Erfolgsfaktor von Topmarken zum
Vorschein. Erfolgreiche Marken sind konsistente Persönlichkeiten mit höchst
möglicher innerer Selbstähnlichkeit und äußerer Übereinstimmung in allen
Bereichen, die zudem noch gleiche Werte und Einstellungen vertreten, wie ihre
Kunden und Nutzer.
Als Konsument möchte ich eine Marke konsistent, ohne Bruch erleben
können. Ich möchte nicht von ihr irritiert werden. Ich möchte nicht nachdenken
müssen, ob ihre Handlung hier oder ihre Kommunikation dort nun richtig oder
falsch, angemessen oder unangemessen ist. Es sei denn, sie ist genau so
positioniert. Dann möchte ich aber auch bitte schön immer von ihr irritiert und
nicht harmonisiert werden. Ich möchte (m)eine Marke rational und vor allen
Dingen emotional, intuitiv, voll und ganz akzeptieren können, ohne Vorbehalte
und ohne ängstliches Nachfragen. Dafür bekommt sie mein ganzes Vertrauen, meine
Kundenbindung und mein Geld für ihre Angebote.
Wenn eine Marke Produkte oder Leistungen im Portfolio hat, die nicht mit
ihrem formulierten Werteanspruch übereinstimmen, wenn sie Vertriebskanäle nutzt,
die eigentlich für sie nicht vertretbar sind, wenn sie zu Preiszugeständnissen
bereit ist, die unter Image- und Qualitätsgesichtspunkten untragbar sind, wenn
sie Kommunikationskanäle nutzt, die ihr eigentlich schaden, wenn ihre Werbung
der Markenkultur zuwiderläuft, dann setzt sie bewusst oder unbewusst ihr
gesamtes Markenkapital aufs Spiel. Denn all diese Markeninkonsistenzen schwächen
die Marke und saugen ihr den Markenwert aus. Je länger dieser ungesunde Prozess
dauert, je wahrscheinlicher gerät die Marke unter Preisdruck und kollabiert am
ständig gestressten Immunsystem.
Es kommt immer wieder vor, dass Franchiseunternehmen in
Beratungsgesprächen diese Punkte herunterspielen, deren Bedeutung zu minimieren
suchen oder in langen Erklärungen darlegen, warum dennoch das eine oder andere
so getan werden muss. Sie spielen dabei unverantwortlich mit ihren
Markeninvestitionen.
Topmarken sind konsequente Neinsager
Topmarken können
sich absolut abgrenzen und wissen, wann ein Produkt, eine Gestaltung am Point of
Sale, ein Vertriebskanal, eine Preisdiskussion oder eine Kommunikation für sie
schlecht ist. Dann lassen sie diese einfach sein. Ihre Abgrenzung ist dabei die
beste Investition in ihre Marke. Sie erhöht oder sichert ihr Markenkapital.
Topmarken sind konsequente Jasager
Sie bejahen ihre
Positionierung, ihre Markenwerte und Leitgedanken. Diese verfolgen sie
konsequent in allen Bereichen und über alle Kanäle. Und zwar über Jahre,
unabhängig vom aktuellen Management. Topmarken schulen ihre Mitarbeiter und
Partner im Sinne der Marke und halten regelmäßige Marken-Audits und -Reviews ab.
Sie kommunizieren ihre Marke nicht nur im Franchisehandbuch sondern in
vielfältigen On- und Offline-Medien. Und, sie leben ihre Marke - konsequent.
Topmarken sind informationsgetrieben
Die führenden
Marken recherchieren Consumer Insights, wollen wissen und verstehen, was ihre
aktuellen und potentiellen Kunden denken, fühlen und wollen. Und kommunizieren
diese Informationen. Wie zum Beispiel über die stetig anwachsende Zahl der LOHAS
(Lifestyle of Health und Sustainability), die auf die Einhaltung und Vermittlung
ökologischer, kultureller und sozial verträglicher Angebote und Prozesse auch im
Franchising drängt und damit das neue Bewusstsein des Greenfranchising auch in
Deutschland, Österreich und der Schweiz bewirkt.
Marktinformation und -kommunikation, Markenkonsistenz und
Markenkonsequenz sind somit die wichtigsten Erfolgsfaktoren von
Topmarken.
Kontakt:
Thomas Matla
office@bellone-franchise.com. www.bellone-franchise.com
Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH
Poststrasse 24/ Postfach 1355, CH-6300 Zug
Tel. 0041 41 712 22 -11 Fax
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