

Greenfranchising- wie man sein Franchise-System zukunftssicher macht!
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Macht sinnliche Kommunikation Sinn?
Die Mär vom ultimativen Franchise-Handbuch
Qualitätsstandards im Franchising: Bevormundung oder Existenzsicherung?
Internetvertrieb im Rahmen des Franchisesystems
Franchising für einen perfekten Start in fremden Märkten
Franchise-Kommunikation mit System
Professionelles Personalmanagement für Franchise-Systeme
Wie bleibt ein Franchise-System dynamisch?
Das Franchise-Handbuch: standardisieren, dokumentieren, erfolgreich multiplizieren
Controlling: Kontrolle versus Steuerung im Franchising
(Prof. Veronika Bellone - Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH)
Kultur leistet weltweit einen erheblichen Beitrag zur Bildung von Werten, zur Schaffung von Identität und Orientierung, zur Entwicklung von Innovationen, zur Verbindung von Tradition und Moderne und zu vielem mehr.
Ein Kulturwandel wird ausgelöst durch Anpassung an veränderte
Umweltbedingungen, grundlegende neue Erfindungen und durch den Einfluss fremder
Kulturen.
Metatrend
Informationszeitalter
Das Informationszeitalter, das
grundlegende Innovationen in der Informationstechnologie und Kommunikation
gebracht hat, prägt unsere Kultur nachhaltig. Die Digitalisierung der Welt
verändert(e) nicht nur unsere Kommunikationskultur, sondern auch unser Werte-
und Wahrnehmungsverständnis.
Per Mausklick können wir nicht nur zahlreiche Informationen zu
verschiedensten Themenbereichen finden, sondern unsere Erfahrungen und
Erkenntnisse in diversen Chats und Blogs mitteilen, die für andere User
überzeugender sind, als so mancher Hochglanzprospekt geschweige denn nicht
reflektierte und gelebte Markenversprechen von Unternehmen.
Im Marketing gilt die Maxime, den Kunden mit seinen Wünschen und
Bedürfnissen ins Zentrum zu rücken. Die ketzerische Frage lautet
allerdings, wo er sich als potenzieller Käufer von Produkten und
Dienstleistungen denn ansonsten befinden sollte. Permission Marketing geht noch
einen Schritt weiter und will Fremde zu Freunden und Freunde zu
lebenslangen Konsumenten machen, indem der Dialog mit den Kunden gesucht wird.
Währenddessen vielfach darüber gegrübelt wird, wie dieser Dialog aufgebaut
werden kann, haben sich die (potenziellen) Kunden längst untereinander gefunden
und betreiben höchst erfolgreiches Beziehungsmarketing. Leider oftmals ohne „den
Wirt“.
„Auf den Keks gehen“
So auch eine persönliche Erfahrung von mir mit
einem Anbieter von Keksen und anderen süssen Leckereien. Meine freundliche
Anfrage als bekennender Fan einer Spezialität aus diesem Hause, deren Rezeptur
mir unvorteilhaft verändert schien, platzierte ich im angegebenen
Kontaktformular auf deren Website. Es folgte eine standardisierte
Bestätigungsmail. Die „individualisierte“ Antwort in Folge war ernüchternd und
hatte mit dem Markenversprechen, mit der Familientradition des Unternehmens und
der daraus folgenden Erwartungshaltung nichts zu tun. Ebenfalls mit einer
standardisierten Floskel beginnend: „Lob und Kritik von unseren Konsumentinnen
und Konsumenten schätzen wir immer sehr, denn es hilft uns, ihre Bedürfnisse
besser zu kennen und unsere Produkte stetig zu verbessern“, folgte die
Aufforderung, die Kontrollnummern der Verpackungen einzusenden. (Wer bewahrt die
Verpackungen von Keksen auf?). Das könnte dann 2-3 Wochen dauern, bis man sich
dazu äussern könnte. Das Ganze kam zudem aus dem Direktionssekretariat – damit
auch betreffend Absender die Distanz gehalten wird. Oder gibt es gar keinen
Verantwortlichen, der sich der Konsumentenfragen, Ideen und Impulse annimmt?
Schade. Das Gesamtbild dieser Unternehmung hat gelitten. Das Vertrauen in deren
Gallionsfigur des Unternehmensleiters, der unter anderem für die Produkte wirbt,
ebenfalls.
Interessant ist, dass bei der Stichwortsuche zu eben dieser Spezialität
im Internet neben persönlichen Erfahrungen Einzelner, über Testberichte bis hin
zu Bewertungen der Ingredienzien alles geboten wurde, um sich schlau zu machen.
Das kleine Beispiel zeigt, dass es wohl noch ein weiter Weg sein wird,
bis Marketing- und Markenversprechen tatsächlich eingelöst werden. Bis auch
realisiert wird, dass alle Verhaltensweisen sowie das Gebaren
Unternehmensverantwortlicher wie der Mitarbeitenden und (Franchise-)Partner zur
Unternehmenskultur zählen und Konsumenten dies bewusst wie unbewusst mit den
Maximen des (Franchise-)Unternehmens vergleichen, um daraus auf deren
Authentizität zu schliessen.
Mit 40'000 Tweets pro Minute, einer halben Mio. Facebook-Einträge und
vier Mio. Suchanfragen bei Google sind (potenzielle) Kunden heute schon vernetzt
und das Tempo verdoppelt sich alle eineinhalb Jahre.(1) In Echtzeit werden
damit von Verbrauchern Datenmengen produziert, die der Orientierung und der
Vertrauensbildung dienen. Viele gut gemeinte Werbe- und Verkaufsbotschaften
können damit schwer konkurrieren.
Hinhören und
Teilhaben
Dabei ist es gar nicht so schwer, sich mit den
Konsumenten zu verbinden – Kanäle, um sich auszutauschen gibt es genug.
Hinhören, Hilfe anbieten, wenn es die Situation erfordert, aber auch danken,
wenn man wichtige Inputs bekommen hat oder sich der Kunde allenfalls selbst
beholfen hat. Die einfachsten zwischenmenschlichen Regeln, die im Internet in
den Communities und Blogs so zahlreich unter den Usern stattfinden.
Für Franchise-Unternehmen multipliziert sich der
digitale und persönliche Austausch mit Kunden mit jedem Franchise-Partner um ein
Vielfaches. Vor allem gibt das Zusammentragen von Erfahrungen mit Kunden diverse
Inputs für Anpassungen und Innovationen, was letztendlich den Erfolg am Markt
sichern kann.
(1):
GDI-Impuls Nr. 2-2010 „Social Data Revolution“, Andreas Weigend, Adrian Chan.
GDI Institut Rüschlikon/Zürich
Zur Person
Prof. Veronika Bellone, gebürtige
Berlinerin, ist seit 1986 im Franchise-Business tätig, ehemals als
Franchisemanagerin bei der Cosy-Wasch-Autowaschanlagen GmbH in Berlin und seit
1991 als selbstständige Franchiseberaterin in der Schweiz. Sie hat u.a. die
Schweizer Post, Mövenpick, Fleurop, Warner Bros. und die Berliner Bäder Betriebe
beraten. Zudem ist sie Professorin an der Hochschule für Wirtschaft
Nordwestschweiz im Fachbereich Marketing. 2009 startet sie mit der Bellone
FRANCHISE CONSULTING GmbH, mit einem relevant erweiterten Leistungsspektrum für
den gesamten deutschsprachigen Raum, neu durch. In Zusammenarbeit mit dem Brand
Consultant Thomas Matla, einem Spezialisten für den Aufbau nationaler und
internationaler Marken, bietet Bellone FRANCHISE CONSULTING Beratungen,
Coachings und Workshops rund um das Thema Franchising – von der Trend Analyse,
über die Markenpositionierung, bis zur Implementierung von Franchise Systemen im
Markt.
office@bellone-franchise.com;
www.bellone-franchise.com; Bellone FRANCHISE
CONSULTING GmbH, Poststrasse 24/ Postfach 1355, CH-6300 Zug, Tel. 0041 41 712 22
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