

Vorteile und Nachteile bei der Übernahme bestehender Franchise-Betriebe
Trotz aller Vorteile, die die Übernahme eines bestehenden Franchise-Betriebs mit sich bringen kann, sollte man natürlich nicht „die Katze im Sack kaufen“. Zunächst sollte man feststellen, warum der Franchise-Betrieb zum Verkauf steht. Die schon genannten gängigen Fälle sind Renteneintritt und ein auslaufender Franchise-Vertrag. Doch auch ein erfolgloser, unzufriedener Franchise-Nehmer kann sich so von seinem Vertrag lösen. In einem solchen Fall ist Vorsicht geboten: Liegt es an der mangelnden Unterstützung des Franchise-Gebers, an der schwachen Motivation des Franchise-Nehmers oder sind vielleicht äußere, nicht zu beeinflussende Zustände der Grund für Misserfolg?
Hierzu sollte man sich selbst ein Bild machen, indem man zunächst sowohl den Franchise-Nehmer als auch den Franchise-Geber befragt. Machen Sie sich ein Bild vom Standort, dem Ruf des Unternehmens vor Ort, den Angestellten und dem Zustand der Betriebsräume und Ausstattung (evt. stehen hier zusätzliche Kosten an). Die Erträge des Unternehmens im Branchenvergleich geben zudem Auskunft über die Profitabilität. Auch bestehende Verträge des Franchise-Betriebs mit Dritten sind für den potentiellen Käufer von besonderem Interesse.
Die Übernahme eines gut laufenden, etablierten Franchise-Betriebs bietet
definitiv viele Vorteile. Trotzdem handelt es sich für den übernehmenden
Franchise-Nehmer um seine Existenzgründung. Das Übernahme-Angebot sollte man
daher ebenso vorsichtig und gewissenhaft prüfen wie bei einer Neugründung.