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Franchise-Journal

Interviews aus dem Franchising

Rentas / Interview mit Stefan Trippler

Wer im Baumarkt einkauft, benötigt häufig auch Werkzeug, Beratung und andere Dienstleistungen - und will oft keine teuren Geräte kaufen, die vielleicht nur einmal zum Einsatz kommen. Das Franchise-System Rentas, das seine Filialen in Baumärkten betreibt, vermietet Werkzeug, bestellt Ersatzteile und bietet Reparaturen sowie einen Schärfservice. Im Interview erläutert der Handelsfachwirt und Einzelhandelskaufmann Stefan Trippler, seit Anfang 2007 geschäftsführender Gesellschafter von Rentas, das System und seine Expansionspläne.


 
FranchisePORTAL: Rentas ist einer von verschiedenen Service-Anbietern, die Heimwerker mit Werkzeug und anderem unterstützen. Was ist das Besondere an dem System?


 
Stefan Trippler: Aus Kundensicht ist zum einen das umfangreiche Sortiment interessant, zum anderen, dass bei uns die Beratung im Mittelpunkt steht. Da die Franchise-Nehmer letztlich von der Zufriedenheit der Kunden leben, nehmen sie sie ernst und unterstützen sie mit dem nötigen Herzblut. Für die Baumärkte, die ja unsere Partner sind, ist unser Alleinstellungsmerkmal, dass sie bei einer Kooperation mit Rentas wirklich nichts mehr mit dem Vermietgeschäft zu tun haben. Sie erhalten eine Miete für die genutzte Fläche und die Kunden bekommen den Service, den sie wünschen. Zudem wird das Baumarktpersonal entlastet, das ja noch viele andere Aufgaben hat. Wir sprechen hier vom 3-Gewinner-Modell: Baumärkte, Kunden und nicht zuletzt unsere Franchise-Nehmer gewinnen bei unserem System.

 

FranchisePORTAL: Wie hat sich Rentas entwickelt?

 

Stefan Trippler: Das System gibt es schon seit 1982, damals noch unter dem Namen Werkzeug-Partner. Ursprünglich betrieb der heutige Gesellschafter Klaus Otto ein Ladengeschäft mit Werkzeugverleih, das sich aber nur sehr schleppend entwickelte. Erst als er ein zweites in einem Baumarkt eröffnete, funktionierte die Idee, und der neue Standort entwickelte sich in einem Jahr so wie der andere in vier Jahren. Ende der 90er-Jahre begann die Expansion per Franchising. Inzwischen sind wir an 35 Standorten vertreten und arbeiten eng mit den Baumarktketten Hellweg und toom zusammen, haben aber auch Filialen bei Marktkauf und Praktiker. Ende vergangenen Jahres bin ich hier mit zwei weiteren Mitarbeitern eingestiegen und nun wollen wir die Expansion weiter voranbringen. Dabei akquirieren wir Standorte und brauchen dann natürlich auch immer Franchise-Nehmer, mit denen wir diese besetzen können.

 

FranchisePORTAL: Wen suchen Sie denn als Franchise-Partner?

 

Stefan Trippler: Es gibt zwei Richtungen, aus denen unsere Partner kommen. Die einen sind technisch vorgebildet, sind zum Beispiel Kfz-Mechaniker oder haben im Landmaschinenbereich gearbeitet. Die anderen haben einen kaufmännischen Hintergrund und Erfahrung in der Kundenberatung. Wir können beiden in unserer mindestens vierwöchigen Ausbildung das jeweils notwendige Wissen vermitteln. Oft interessieren sich auch Handwerker für Rentas, die schon im Kundendienst gearbeitet haben, beispielsweise Waschmaschinentechniker. Wer technisch versiert ist und gut im Umgang mit Kunden, ist für die Arbeit geeignet. Zum Einstieg braucht es natürlich auch Geld: Als Gesamtinvestition sind etwa 100.000 Euro nötig, 7.500 Euro davon entfallen auf die Einstiegsgebühr.

 

FranchisePORTAL: Wie sieht die Einarbeitung neuer Partner aus?

 

Stefan Trippler: Am Anfang steht eine vierwöchige standardisierte Schulung in unserer Zentrale, in der wir eine eigene Rentas-Station betreiben. Da geht es um Themen wie Verkauf, Technik, rechtliche Frage, Sicherheit und ähnliches. Dann schauen wir individuell, wo die neuen Franchise-Nehmer noch Unterstützung brauchen und schulen sie entsprechend.

 

FranchisePORTAL: Welche Entwicklung streben Sie für Rentas an?

 

Stefan Trippler: In diesem Jahr wollen wir zehn neue Standorte eröffnen, 2008 dann 15 neue. Es geht uns um eine langsame Steigerung, aber auch darum, den Markt zunehmend auf uns aufmerksam zu machen. Generell sind solche Angebote in Baumärkte in Deutschland noch in den Kinderschuhen, obwohl der Trend zum Selbermachen anhält. Holland und England zum Beispiel sind da schon viel weiter. Es gibt auf alle Fälle bei uns noch ausreichend Potenzial.

 

FranchisePORTAL: Vielen Dank für das Gespräch.

 

©copyright FranchisePORTAL (vs)

Das Interview ist Teil des Virtuellen Messestands im FranchisePORTAL.

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