

Ein Top-Sortiment, servicebetonter Verkauf, fachmännische Beratung und höchste Qualität sind unsere Erfolgsparameter als Marktführer im Tee-Fachhandel.
Gründer des Franchise-Systems Tee Gschwendner gestorben
F & C Award: Hohe Franchise-Nehmer-Zufriedenheit bei TeeGschwendner
Franchise-System TeeGschwendner unterstützt Hilfsprojekt in Südafrika
Franchise-Geber TeeGeschwender erweitert Serviceangebot
Franchise-System TeeGschwendner: Zwei Produkte siegen bei Ökotest
Franchise-Kette TeeGschwendner: Neue Produktlinie für die Gastronomie
TeeGschwendner: Bestes System bei Franchisenehmer Zufriedenheitsanalyse
Franchise-Unternehmen TeeGschwendner besteht DFV-System-Check
TeeGschwendner ist Franchise-Geber des Jahres 2005
TeeGschwendner - Franchisenehmer-Qualifizierung mit IHK Zertifikat
27 Jahre nach der ersten Geschäftseröffnung in Trier und 25 Jahre nach Gründung der TeeGschwendner GmbH behauptet sich TeeGschwendner als Marktführer im Tee-Facheinzelhandel. Was 1978 aus Begeisterung der Familien Albert und Karl Gschwendner zum Tee entstand, ist heute ein im Franchise geführtes Unternehmen mit 118 Standorten bundesweit und einem Gruppenumsatz von über 65 Mio. Euro.
FranchisePORTAL: Herzlichen Glückwunsch zum 25-jährigen Jubiläum Ihres Unternehmens. Ist dies Anlass für eine Feier?
Albert Gschwendner: Danke für die Glückwünsche. Im Hinblick auf unsere Firmenentwicklung ist eine würdige Feier angesagt. Wir haben rd. 500 Gäste aus dem In- und Ausland eingeladen und wir werden während eines Festaktes im Bundeshaus Bonn alle Menschen, die an diesem großartigen Beziehungsgeflecht beteiligt sind entsprechend ehren. Im Mittelpunkt dabei stehen natürlich unsere Franchise-Partner, über die wir in den Markt denken und handeln.
FranchisePORTAL: Wie lautet Ihr Erfolgsrezept? Wie unterscheidet sich TeeGschwendner von Mitbewerbern?
Albert Gschwendner: Ein Rezept zum Erfolg hat es nicht gegeben. Wir haben uns entwickelt. Und in dieser Entwicklung stand immer der Mensch selbst und das Produkt Tee im Vordergrund. Wir sind Vollblut-Franchiser. Unser Credo ist die arbeitsteilige und selbstverantwortliche Zusammenarbeit der Mitarbeiter in unserer Systemzentrale mit unseren Partnern in deren Läden vor Ort. Für uns ist Franchising der Königsweg des Handels. Wir wissen, daß unsere Partner bereit sind für das System und seine Weiterentwicklung zu arbeiten, so wie wir bereit sind, für unsere Partner und deren Erfolg einzutreten. Und wir haben Tee in der Seele. Dieses wunderbare Genußmittel, gesund - modern - vielseitig - spannend, das verbindet uns auf besondere Weise untereinander, auch mit unseren teetrinkenden Kunden. Wir sind ein echtes Kompetenzzentrum für Tee und es gibt keinen Aspekt, den wir nicht abdecken würden.
FranchisePORTAL: Bei welcher Gelegenheit und zu welchem Zeitpunkt kamen Sie mit Franchising in Berührung?
Albert Gschwendner: Wir haben Mitte der 70er Jahre diese Branche neu begründet. Anfangs belächelt, stellte sich ein gewisser Erfolg ein. Unsere ersten von meiner Frau und mir und von meinem Bruder und seiner Frau geführten Läden wurden stark beachtet. Häufig wurden wir auch angesprochen von Interessierten, die sich nach dem "how to do" erkundigten. Da war es folgerichtig, daß schon 1978 der erste Lizenznehmervertrag für Süddeutschland geschlossen werden konnte. Wir machten in der Folge Franchising ohne das Wort überhaupt zu kennen. Über "trial and error" Erfahrungen haben wir dann ab 1982 systematisch mit Franchising begonnen.
FranchisePORTAL: Verändern sich die persönlichen Beziehungen innerhalb eines Franchise-Systems mit dem Wachstum?
Albert Gschwendner: Natürlich verändern sich persönliche Beziehungen. Wir sind ein sehr stabiles System. Die Fluktuation von Partnern, auch von Mitarbeitern ist äußerst gering. Bei unseren regelmäßigen Treffen mit den Partnern verfallen wir schon einmal nostalgischen Betrachtungen. Und natürlich waren ich persönlich und auch andere Mitarbeiter früher "näher dran". Aber dem dynamischen Wandel kann sich niemand entziehen. Das wissen auch unsere Partner und sie begreifen mit uns den durch Wachstum eintretenden Wandel und die sich daraus ergebenden Veränderungen als Chance für sich und das System.
FranchisePORTAL: Wie beziehen Sie Ihre Franchise-Partner in Ihre erfolgreichen E-Commerce-Aktivitäten ein?
Albert Gschwendner: Uns war von vornherein klar, daß hier ein klassischer Absatzkanalkonflikt entstehen kann. So haben wir zunächst unsere Partner gefragt, wer an einer E-Commerce Arbeitsgruppe interessiert ist. Die sechs Interessierten haben dann alle Bedingungen und Voraussetzungen für den eigenen Auftritt und die entsprechenden Regeln für die Teilnehmer formuliert. Mit Teilnehmern waren die Mitglieder dieses Arbeitskreises gemeint, denn die waren sich einig, daß sie möglichst prompt ans Netz gehen wollten. 6 Monate später hatten wir unseren 1. Web-Shop und der bestellende Surfer wurde auf der letzten Seite mit der Frage konfrontiert, "wo bzw. bei welchem unserer sechs Versender wollen Sie Ihre Bestellung plazieren?" Das war ungewöhnlich. Aber aus kleinsten Anfängen entwickelte sich ein gewisser Umsatz und schließlich wollten auch andere Partner etwas vom Kuchen haben. Dies hatten wir weitsichtig voraus gesehen. Unseren Pionieren war klar, daß wir den richtigen Zeitpunkt abwarten wollten, um den E-Commerce Auftritt und den Web-Shop insgesamt professionell zu gestalten und damit zu zentralisieren. Unser neuer Auftritt im Netz besteht jetzt seit Oktober 2001. Wir sind stolz auf unsere Präsentation, weil wir hier genau so perfekt organisiert sind, wie im Franchising auch. E-Commerce und lokaler Handel zusammen bilden unser Image und ergänzen sich. Jeder unserer Partner weiß auch, daß wir immer über das Franchise-System in den Handel denken. Das E-Commerce wird niemals eine Gefährdung für unseren lokalen Handel sein - auch würden wir eine solche nicht entstehen lassen. Und der zu erwartende Konflikt mit unseren Partnern bleibt vollkommen aus. Auch deshalb, weil wir einen transparenten, prüfbaren Web-Shop führen mit G+V Rechnung und weil die Erträge in den gemeinsamen Werbepool einfließen. Der Werbe- und Marketingpool kommt wieder allen gleichermaßen zu Gute.
FranchisePORTAL: Auf welche Weise beteiligen Sie Ihre Franchise-Partner an der Weiterentwicklung des Systems?
Albert Gschwendner: Wir denken über unsere Partner in den Handel und unsere Partner denken im Idealfall über unser System und seine Grundsätze und Richtlinien in das eigene Fachgeschäft. Wie jedes Franchise-System hat TeeGschwendner auch Beiräte. Unsere Beiräte für Franchising, Kreativität, Einkauf und Dekoration sind sehr aktiv. Wir nehmen die Beiräte nicht nur wichtig - sie sind es wirklich. Das sind keine Feigenblatt-Aktionen, sondern wirkliche, unternehmerische Arbeit, die dort geleistet wird. Unsere Geschäftsführer sind jeweils mit einem Beirat aktiv. Ich bin mit dem Franchise-Beirat seit seiner Gründung 1989 im Austausch und bespreche dort alle internen unternehmerischen Fragen und Entscheidungen. Unsere Partner bieten ein enormes Potential. Gemeinsam arbeiten wir am Ideal unserer Geschäftskonzeption.
FranchisePORTAL: Warum haben Sie die Namensänderung von 'Der Teeladen' zu 'TeeGschwendner' auf sich genommen?
Albert Gschwendner: "Der Teeladen" traf den Nagel auf den Kopf. Allerdings wurde diese eher generische Begrifflichkeit verwechselt mit vielen Anbietern von Tee. Die GfK hat 1999 bei einer von uns in Auftrag gegebenen ungestützten repräsentativen Umfrage eine Bekanntheit von knapp 50 % im gesamten Bundesgebiet ermittelt. Gleichzeitig wurden wir mit einer großen Anzahl von Reklamationen überschüttet. Reklamationen von Tee, der in der Stiftung Warentest als "nicht empfehlenswert" eingestuft wurde und der nicht aus unserem Unternehmen stammte. Da war Handlungsbedarf angesagt. Wir hatten Millionen investiert in ein modernes eigenes Labor, in Qualitätssicherungssysteme usw. und wurden jetzt ganz einfach gleichgesetzt mit irgend welchen Anbietern, deren Sorgfaltspflicht nicht erkennbar war! Ein echter Super-GAU! "TeeGschwendner" entwickelt sich zu einer Ladenmarke. Das hätte unter "Der Teeladen" nicht funktioniert. Es war also eine gute und im übrigen nicht von mir oder meinem Bruder, sondern von unseren Beiräten gewünschte Entscheidung.
FranchisePORTAL: Weshalb verändern Sie parallel das Erscheinungsbild der TeeGschwendner-Geschäfte?
Albert Gschwendner: Mit unserem Markenrelaunch einher geht in der Tat ein völlig überarbeitetes Geschäftskonzept. Wir haben unseren losen Tee jetzt in sehr ästhetischen Dosen untergebracht. Offen angebotener, frischer Tee aus allen Anbaugebieten ist unser Superstar. Diesen haben wir betont und gleichzeitig wird ein hochwertiges Sortiment vorgepackter Teesorten, ein Sortiment von Beuteln für die Tasse (RatzFatz) und für die Kanne (MasterBag), ein Sortiment mit aryuvedischen Tees im Schwimmbag usw. angeboten. Wir betonen unsere Kernkompetenz Tee, straffen das Zubehör und bieten alles in heller, moderner und freundlicher Form an. Einfach beantwortet: Wir wollen den dauerhaften Erfolg für unsere Partner, damit auch wir Erfolg haben.
FranchisePORTAL: Sehen Sie bei bundesweit 118 Standorten von TeeGschwendner noch Raum für Expansion?
Albert Gschwendner: Es gibt noch Raum. Allerdings ist bei 135 Geschäften unter TeeGschwendner das Ende der Fahnenstange erreicht. Wichtiger als das quantitative Wachstum ist für uns allerdings das qualitative Wachstum. Wir wollen in jedem Standort lokaler Marktführer sein. In 70 % der Städte haben wir das schon erreicht. Die verbleibenden 30 % werden noch gepuscht. Das macht uns noch einige Jahre ordentlich Arbeit.
FranchisePORTAL: Eine vielleicht indiskrete Frage: Gibt es unter Ihren Partnern auch überzeugte Kaffeetrinker?
Albert Gschwendner: Nein.
FranchisePORTAL: Herr Gschwendner, wir danken Ihnen
für das interessante Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel
Erfolg!
©opyright FranchisePORTAL
Das Interview ist Teil des Virtuellen Messestands im FranchisePORTAL.