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Das FRANNET Franchise 1 x 1: Finden, was zu mir passt (Teil 6)

Teil 6: So erstellen Sie einen soliden Finanzierungsplan
Die Finanzierung Ihrer Franchise-Gründung sollte auf festen Füßen stehen. Dafür müssen Sie nicht nur sehr genau ergründen, wie Sie die Kosten für den Erwerb der Franchise-Lizenz aufbringen, sondern auch, wie Sie Ihre Existenzgründung so lange absichern können, bis diese ausreichend Gewinn abwirft.


Dies ist durch eine sorgfältige Prüfung des Finanzierungsbedarfs möglich. Im Rahmen der vorvertraglichen Aufklärung ist der Franchise-Geber verpflichtet, Ihnen alle Informationen zur Verfügung zu stellen, die Sie brauchen, um einen solides Finanzierungskonzept zu erarbeiten. Dazu zählen korrekte Angaben zu den Umsatz-und Renditeerwartungen, die Offenlegung der Berechnungsgrundlagen, Informationen zur Wettbewerbssituation oder auch Kennzahlen bestehender Franchise-Standorte.


Berücksichtigen Sie alle Kosten
Bei jeder Franchise-Gründung fallen spezifische Startkosten an. Zusätzlich zum Finanzierungsbedarf, der mit jeder Existenzgründung verbunden ist, kommen bei Franchise-Gründungen weitere Kosten hinzu: Die meisten Franchise-Systeme verlangen zunächst eine Eintrittsgebühr. Mit dieser Gebühr erwirbt der neue Franchise-Partner in der Regel die Rechte, den Namen und die Marken des Systems zu nutzen, die dazugehörigen Dienstleistungen oder Waren anzubieten und auf Service-Leistungen der Systemzentrale zurückzugreifen. Meist erhalten die Franchise-Partner auch Gebietsschutz, also die Sicherheit, dass kein weiterer Franchise-Nehmer des Systems in der vereinbarten Region tätig werden kann. Zudem werden oft weitere Systemleistungen wie Einstiegsschulungen oder Hilfen bei der Standortsuche mit der Eintrittsgebühr abgegolten.


Weitere Kosten entstehen durch fortlaufende Franchise-Gebühren, die an den Franchise-Geber gezahlt werden müssen. Diese Gebühren fließen z. B. in begleitende Leistungen der Systemzentrale wie Managementhilfen, Fortbildungen, die Organisation von Partnertreffen oder Marketing-Aktionen, aber auch in die Weiterentwicklung des Systems. Die laufende Franchise-Gebühr liegt bei Handels- und Gastronomie-Systemen in der Regel zwischen fünf und 15 Prozent des Nettoumsatzes, bei Beratungs-, Coaching- und Schulungssystemen bei bis zu 45 Prozent. Die Höhe orientiert sich an der Gewinnmarge, die der Franchise-Nehmer mit dem Franchise-System erzielt, und an der Aufgabenteilung zwischen der Zentrale und den Partnern. Manche Franchise-Systeme berechnen eine zusätzliche Werbegebühr.


Neben den Investitionen für den Aufbau des Betriebes (z. B. Ladenbau, Geschäftsausstattung, Warengrundstock), behördliche Gebühren und den An- bzw. Vorlaufkosten für Miete und Gehälter vor Eröffnung sollten beim Finanzierungsplan stets die Kosten berücksichtigt werden, die bis zum Erreichen der Gewinnschwelle (Break Even) anfallen können. Auch eine zusätzliche Liquiditätsreserve ist erforderlich, um unvorhergesehene Schwierigkeiten überbrücken zu können.


Wie viel kostet eine Franchise-Gründung?
Bei der Bewertung der Gründungskosten sollten Sie sich stets klar machen, dass kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Preis, den Sie für eine Franchise-Lizenz bezahlen, und dem Return on Investment (Kapitalrendite) besteht.  Eine hohe Investition bedeutet nicht automatisch daraus resultierend entsprechend hohe Einkünfte oder den frühen Rückfluss des eingesetzten Kapitals. Faktoren wie Sicherheit, Fähigkeiten des Interessenten, verkaufen zu können, kaufmännische und Managementerfahrung spielen ebenso eine Rolle.

 

Quelle: DFV Franchise-Fakten
Quelle: DFV Franchise-Fakten

 

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07.07.2010 ©opyright FRANNET

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