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Franchise-Journal

Interviews aus dem Franchising

Alkomat-Patrouille / Interview mit Wolfgang Lackner

Mit einem Original-Alkomaten den Promillespiegel messen - direkt bei einer Party. Das ist die Grundidee des Franchise-Systems Alkomat-Patrouille. Junge Teams in polizei-ähnlichen Uniformen sind auf Veranstaltungen unterwegs, bei denen Alkohol konsumiert wird, und bieten den Gästen gegen eine Gebühr von 2,50 Euro die Möglichkeit, zu erfahren, ob sie noch fahrtüchtig sind. 61 Partner hat das österreichische Franchise-Unternehmen inzwischen. Im Interview mit dem FranchisePORTAL erläutert Gründer Wolfgang Lackner (im Bild mit Nina Hagen beim Wiener ‚Life Ball’ 2006), wie das System entstand und welche Vorteile es für seine Partner bietet.

 

FranchisePORTAL: Seit gut drei Jahren ist die Alkomat-Patrouille als Franchise-System aktiv, inzwischen sind Sie international tätig und gewinnen immer mehr neue Partner. Was sind die Gründe für diesen Erfolg?

 

Wolfgang Lackner: Als ich im Jahr 2000 die Idee zur Alkomat-Patrouille hatte, fragte ich mich, warum das noch niemand machte. Denn dass das Angebot gut ankommt, auf einer Party in einen echten Alkomaten zu pusten, war offensichtlich. Bei meiner Recherche stellte ich fest, dass es durchaus Versuche gab, die aber meist an den Geräten scheiterten. Denn die handelsüblichen Polizei-Alkomaten sind nicht für den Dauereinsatz auf Parties geeignet, sie haben eine viel zu kurze Lebensdauer. Dazu kommt, dass man sich im Spannungsfeld zwischen Gastronomie und öffentlichen Körperschaften bewegt. Da braucht man einen langen Atem. Den hatte ich, was sicher auch daran liegt, dass ich aus einer Unternehmerfamilie stamme.

 

FranchisePORTAL: Wie haben Sie die technischen Probleme gelöst?

 

Wolfgang Lackner: Ich habe bei der Firma Dräger eine exklusive Entwicklungsarbeit in Auftrag gegeben, um deren auch von der deutschen Polizei verwendeten gewöhnlichen Hand-Alkomaten in ein zuverlässiges, robustes Gerät zu verwandeln, das für alle Arten von Festen geeignet ist. Beim Dauereinsatz muss man jetzt etwa nach dreieinhalb Jahren den Sensor austauschen, ansonsten sind unsere Alkomaten kaum kaputt zu bekommen. Nach unseren ersten Erfolgen gab es auch einige, die uns kopieren wollten, aber mit den gewöhnlichen Messgeräten kommen sie nicht weit.


 
FranchisePORTAL: Und wie ist das Franchise-System konzipiert?

 

Wolfgang Lackner: Das Prinzip 'Take little money from many people' gilt nicht nur für die Parties, sondern auch für unsere Zentrale. Wir haben keine hohen Einstiegskosten, und ein großer Vorteil des Systems ist, dass man damit eigentlich nie Konkurs machen kann. Neue Partner kaufen die Alkomaten, können sie aber, falls sie irgendwann einmal damit aufhören wollen, einfach an den Gebietsnachfolger weiterverkaufen. Ansonsten geben wir unseren Franchise-Nehmern außer dem einheitlichen Auftritt nicht sehr viel vor. Wir bieten ihnen unter anderem eine Startschulung, bei denen sie vor allem die geeigneten Akquise-Methoden kennen lernen, und natürlich den Erfahrungsaustausch zwischen den Partnern.

 

FranchisePORTAL: Welche Eigenschaften brauchen Partner der Alkomat-Patrouille?

 

Wolfgang Lackner: Wir suchen klassische Unternehmerpersönlichkeiten, die etwas erreichen wollen. Wichtig sind Initiative, Durchhaltevermögen, der richtige Riecher, Geschick bei der telefonischen Akquise und im Umgang mit Mitarbeitern. Die Herangehensweise unserer Franchise-Nehmer ist unterschiedlich: Es gibt Kleinunternehmer, die mit wenigen Geräten starten und auch selbst auf den Veranstaltungen unterwegs sind, und solche, die größer angelegt starten. Die sind eher als Manager im Backoffice tätig und suchen sich von Anfang an Teamleiter, die sie beispielsweise über Provisionen beteiligen. Manche integrieren die Alkomat-Patrouille auch in ein bestehendes Gewerbe, z. B. eine Promotion-Firma.

 

FranchisePORTAL: Wie sind Ihre Zukunftspläne für das System?

 

Wolfgang Lackner: Wir wollen weltweit expandieren und sind da auf einem guten Weg. Wir haben erste Partner in Frankreich, Master-Franchise-Nehmer für Kroatien und Slowenien und Interessenten für Holland, die Schweiz und die baltischen Staaten. Wir möchten auch gern in den asiatischen Raum expandieren und haben sogar erste Kontakte nach Japan, und Singapur und Australien. Dann kommt der wichtige Umstand zum Tragen, dass die Firma Dräger die Polizeieinheiten von über 50 Ländern der Erde mit den gleichen Geräten ausstattet und daher dort auch bekannt ist. Den deutschsprachigen Raum wollen wir natürlich auch noch besser abdecken. Ich denke, insgesamt lassen sich da etwa 600 Geräte platzieren. Da ich mit dem System in einem neuen Gebiet arbeite, in dem ich nicht auf Vergleichswerte anderer zurückgreifen kann, muss ich immer flexibel reagieren. Eine starre Planung bringt uns in diesem einzigartigen Geschäft weniger voran als eine aufmerksame Marktbeobachtung. Wir erweitern somit ständig das Geschäftsfeld, und der unglaubliche Erfolg bestätigt uns in unserer Auffassung.

 

FranchisePORTAL: Vielen Dank für das Gespräch.

 

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Das Interview ist Teil des Virtuellen Messestands im FranchisePORTAL.

 

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