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Von Kundenservices und anderen Katastrophen
(Jean Samper - AC-Franchise)
Was ist von einem Franchisegeber zu halten, der bestimmten Franchisenehmern einen Rabatt von 50% auf die Eintrittsgebühr gewährt ?
Dies ist zum einen nicht fair, denn innerhalb eines Franchisesystems müssen sich alle Mitglieder darauf verlassen können, dass sie gerecht behandelt werden und sie die gleichen Rechte und Pflichten haben. Ist es nicht ungerecht, dass einzelne Franchisenehmer weniger bezahlen als die anderen ? Und warum sollten Andere nicht einen Rabatt von 60% oder 75% bzw. das Ganze kostenlos bekommen ? Wie kann man einem Franchisegeber vertrauen, der die Preise jeweils nach Gutdünken festlegt? Wird er nicht das Gleiche bei der Gewinnspanne auf seine Produkte, Dienstleistungen oder Gebühren tun ?
Warum sollte man einen solchen Rabatt auf die Eintrittsgebühr gewähren ? Franchisegeber, die solche Geschenke machen sind für sich selbst und für die Franchisenehmer gefährlich. Wir sehen gleich warum !
Erinnern wir uns, warum eine Eintrittsgebühr bezahlt wird!
Um eine Gegenleistung für die Vorteile zu
erbringen, die der Franchisegeber uns bei Eintritt in das Franchisesystem
gewährt und die in der Regel folgende Punkte umfassen :
Es ist allgemein festzustellen, dass die Franchisegeber zögern, ihre Eintrittsgebühr hoch genug anzusetzen, um ihre wirklichen Kosten beim Eintritt eines neuen Franchisenehmers in das System abzudecken. In der Tat sollte man bei all den oben genannten Vorteilen nicht vergessen, dass die Rekrutierung der Franchisenehmer - ein oft sehr hoher Kostenfaktor - hinzu kommt: Beteiligung an Messen, Anzeigen in Magazinen, Werbung auf Internetseiten sowie die aufgebrachte Zeit für den Verkauf der Lizenz an den künftigen Franchisenehmer, für seine Auswahl und die Entwicklung seines Projektes, etc, etc…
Nach der Erfahrung von Franchise-Experten deckt die Eintrittsgebühr im Duchschnitt nur 65% der tatsächlichen Kosten für die Gewinnung und den Start eines neuen Franchisenehmers ab. Denn der Franchisegeber vergisst im allgemeinen, die von ihm selbst für die Beschäftigung mit seinen Franchisenehmern aufgewendete Zeit zu berücksichtigen. Währenddessen muss er Personal bezahlen, das ihn in seinen Filialen vertritt. Nichts ist kostenlos, alles hat seinen Preis !
Dies ist wichtig, denn wenn ein neuer Franchisenehmer den
Franchisegeber 15.000 EUR kostet und wenn die Eintrittsgebühr nur 10.000 EUR
beträgt, verliert der Franchisegeber bei jedem neuen Franchisenehmer 5.000 EUR.
Er kann den Betrag nur über Lizenzgebühren oder Preisaufschläge auf Produkte
wieder bekommen, die er dem Franchisenehmer verkauft. Aber besonders unangenehm
ist, dass jeder neue Franchisenehmer seine Liquidität um 5.000 EUR schwächt.
Was passiert, wenn der Franchisegeber die Eintrittsgebühr für bestimmte Franchisenehmer um 50% senkt ?
Fazit
Als Schlussfolgerung ist festzuhalten, dass es meist ungerecht und sehr gefährlich ist, bestimmten Franchisenehmern größere Rabatte einzuräumen. Dies führt häufig zu heftigen finanziellen Problemen und zerstört fast immer das Vertrauensverhältnis zwischen Franchisenehmern und Franchisegeber. Diese Praxis ist verwerflich und die Franchise-Interessenten sollten wissen, dass ein Franchisesystem mit derartigen Geschenken bereits finanzielle Probleme hat oder sehr wahrscheinlich bekommen wird.
Jean Samper
AC Franchise
Franchise Consultant
Mitglied im Expertenrat des Französischen
Franchise-Verbandes
Mitglied im Schweizer Franchise-Verband und Algerischen
Franchise-Verband
Gelistetes Mitglied für Schiedsverfahren am
Berufungsgericht Paris
Mitgründer der IFCN (International Franchise
Consultants Network)
Kontakt:
Jean Samper
AC Franchise
Parc des rouges Barres
155 rue
Delcenserie
59700 Marcq en Baroeul France
+33 (0)320 45
82 82
jeansamper@ac-franchise.com
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