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Jens Wagner erklärt seine eigene Firma zur Tabuzone. "Schließlich ist Männern der Zutritt strengstens untersagt", lacht der Chef von fünf CaloryCoach-Instituten. Während die Frauen für ihre Traumfigur trainieren, liegt der Diplom-Betriebswirt (Oxford) allerdings nicht auf der faulen Haut. Er agiert im Hintergrund, kümmert sich um die betriebswirtschaftlichen Dinge. Im Umgang mit den abnehmwilligen Kundinnen setzt Jens Wagner auf seine Mutter und ihr Team. "Sie haben alles im Griff und sorgen mit ihrer freundlichen Art, klugen Ratschlägen und seelischen Streicheleinheiten dafür, dass die Kilos bei unseren Mitgliedern nur so purzeln."
Vom Übergewicht zur Unternehmensgründung
Die
überflüssigen Pfunde seiner Mutter brachten den sportlichen Unternehmer
überhaupt erst auf die Idee, ein Institut zu eröffnen. Das selbst auferlegte
Zigarettenverbot bescherte Marie Wagner keineswegs ein besseres Lebensgefühl.
Als sie das Rauchen aufgab, fingen ihre Gewichtssorgen an. Ohne ausreichende
Bewegung wurde der Gang auf die Waage schließlich zur Qual. Marie Wagner, die
ihre Ernährung trotz wachsender Problemzonen nicht einschränkte, war ratlos. Ein
Zustand, der so gar nicht zu der selbstsicher und elegant auftretenden Frau
passt. Sie gab nicht auf. Bei ihrer Suche nach Sportmöglichkeiten und einer
Ernährungsberatung stieß sie auf CaloryCoach. "Dieses Konzept sagte mir sofort
zu." Auch ihr Filius war begeistert: "Individuelle Ernährungsberatung,
Gruppendiskussionen, Vorträge, Analysen; ein so reichhaltiges Angebot in
Kombination mit einem Bewegungsprogramm gibt es kein zweites Mal."
Von einem zu fünf Instituten
Jens Wagners
unternehmerischer Ehrgeiz wurde geweckt – und das Institut in Langen im
September 2005 eröffnet, 2006 folgte die Übernahme von Ober-Roden, 2007 wurden
die Institute in Neu-Isenburg und Dieburg eröffnet und schließlich ein Jahr
später das bestehende Institut in Dreieich übernommen.
Selbst die eher ungewöhnliche Konstellation, mit seiner Mutter
zusammenzuarbeiten, konnte ihn nicht von seinem Expansionsgedanken abbringen.
Heftige Diskussionen gehörten anfangs zur Tagesordnung. Die "Familien-Chefin"
sprach von einem sanften Widerstand ihres "Firmenbosses". "Mittlerweile", sagt
die Mutter, "ergänzen wir uns sehr gut". Nicht selten schlüpft Marie Wagner bei
ihren Kunden in die Rolle der Zuhörerin: "Die Damen sollen sich wohl fühlen. Ich
kenne und verstehe die Probleme meiner Kundinnen, kann mich gut mit ihnen
identifizieren."
Überschaubares Risiko bei großen Möglichkeiten
"Die
Marke CaloryCoach hat mit seiner Kombination von intensiver und qualitativer
Ernährungsberatung und Bewegung ein sehr wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Wir
holen Frauen ab, die sonst niemals in einem Fitnessstudio trainieren würden. Die
Geräte sind speziell auch für übergewichtige Frauen ausgerichtet. Die
Konzentration auf die Wohlfühlfigur können wir besser als jedes andere
Unternehmen bedienen", argumentiert Jens Wagner für das Franchisesystem. Ein
weiteres Argument für das Geschäftsmodell war das überschaubare Risiko. Die
Investitionssumme ist verhältnismäßig gering, die Wachstumsfähigkeit dafür sehr
groß.
Familiäre Atmosphäre
Durch
Mundpropaganda und Kooperationen mit ortsansässigen Parfümerien oder Gaststätten
vergrößerte der Institutsleiter in den vergangenen Jahren kontinuierlich seinen
Kundenstamm, so dass mittlerweile viele hundert Pfunde pro Jahr und Institut
abgenommen werden. Speisekarten mit Kalorienangaben, Kochen im Mütterzentrum und
eigene Stammtische vermitteln eine familiäre Atmosphäre. Diese Stimmung spiegelt
sich auch in den heimelig ausgestatteten Instituten wider.
Dass das CaloryCoach-Konzept den erwünschten Erfolg bringt, kann
Marie Wagner ebenfalls weitergeben. Die selbstbewusste Frau hatte endlich wieder
abgenommen. Doch für sie steht momentan der berufliche Werdegang ihres Sohnes im
Vordergrund. Der ehemalige Unternehmensberater schenkt mittlerweile einem
20-köpfigen Frauenteam in den fünf männerfreien Zonen sein absolutes Vertrauen.
Wobei Jens Wagner zugeben muss, "dass ich meine eigene Firma wegen einiger
Notfälle auch schon während der Öffnungszeiten betreten musste". In diesen
Situationen verkrümelte er sich aber schnell hinter einen Vorhang. Und
Mitarbeiterin Beate Leckel habe die kichernden Frauen auf die Frage, ob sich ein
Mann hinter dem Vorhang befände, die passende Antwort gegeben. "Ich sagte, es
sei der Nikolaus mit Geschenken. Schließlich sind hier normale Männer tabu."
29.11.2010 ©copyright CaloryCoach
Die Erfolgsstory beruht auf Eigenangaben und ist Teil des Virtuellen Messestands.